Autor: Jurenka

10 Tipps Zeitmanagement für Autoren

Zeit zum Schreiben finden – mit diesen 10 Tipps klappt es wirklich

Zeitmanagement für Autoren

Ersten Hilfe gegen Zeitfresser, Schreibblockaden, den inneren Schweinehund und Co.

Du kennst sicher die klassischen Tipps aus dem Zeitmanagement für Autoren: Mache einen Zeitplan, stehe morgens früher auf, schreibe jeden Tag, setze dir feste Schreibzeiten, entscheide dich einfach fürs Schreiben, habe immer ein Notizbuch dabei, setze dir einen Timer ...

Klassische Tipps fürs Zeitmanagement für Autoren gibt es einige. Und die sind durchaus gut!

Aber sie alleine reichen nicht, damit du tatsächlich dein Buch schreibst.

Das glaubst du nicht? Warum setzt du dich dann trotzdem so oft nicht hin, auch wenn du es dir vorgenommen hast? In diesem Artikel gehen wir genau diesem Problem auf die Spur. Mit den folgenden 10 Tipps findest du Zeit zum Schreiben, die du auch wirklich nutzt

Wie finde ich Zeit zum Schreiben?


Wir alle haben die gleiche Menge Zeit. Irgendwo zwischen Arbeit, Familie, Freunden, Sport und anderen Hobbys möchtest du auch noch Zeit zum Schreiben finden. Das geht schon, irgendwie ... manchmal wenigstens. Ein paar wichtige Tipps dazu findest du auch hier weiter unten. Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs!Warum schaffen wir es so oft nicht, uns hinzusetzen und anzufangen, selbst wenn wir uns endlich Zeit zum Schreiben freigeschaufelt haben? Meistens liegt es daran, dass du zuerst noch dein Zimmer aufräumen musst. In einem unordentlichen Umfeld kannst du schließlich nicht schreiben. Und wenn du sowieso schon unterwegs bist, kannst du gleich auch noch eine Maschine Wäsche anwerfen.Und genau das ist das Problem. Denn wenn dir der innere Schweinehund oder Kritiker immer wieder zwischen die Beine grätscht, helfen auch die besten Zeitmanagement Tipps nichts! Durch meine Arbeit mit vielen Schreibenden konnte ich dem Thema Zeitmanagement für Autoren in den letzten Jahren ausgiebig auf dem Grund gehen. Die 10 wichtigsten Tipps habe ich dir hier zusammengetragen, damit du wirklich Zeit zum Schreiben zu findest.Die Kombination aus klassischen Zeitmanagement Tipps und innerer Arbeit, wird dir helfen, wirklich ins Schreiben zu kommen und dein Buchprojekt voranzubringen.


Wann sollte ich etwas für mein Zeitmanagement tun?

Wenn du einen oder mehreren der folgenden Punkte bei dir bemerkst, lohnt es sich, dein Zeitmanagement und deine inneren Hürden genauer anzugehen:

  • Du sprichst schon seit Jahren davon, ein Buch zu schreiben, hast aber noch immer nichts nennenswertes vorzuweisen
  • Du bist unzufrieden, weil du nicht zum Schreiben kommst, obwohl es dir eigentlich so wichtig ist
  • Du hast bisher noch niemandem davon erzählt, dass du schreibst, weil du das Gefühl hast, dass dein Wunsch, zu schreiben, nicht wichtig genug ist
  • Du hast einen vollgepackten Alltag und trotzdem das Ziel, innerhalb der nächsten ein, zwei Jahre ein Buch fertig zu schreiben

10 Tipps: 

um Zeit zum Schreiben zu finden

Zeitfresser-Monster

Copyright ©Depositphotos.com/bertoszig

1. Zeitfresser finden

Wenn die Zeitfresser-Monster an der Uhr drehen

Was, schon so spät? Schon wieder ist ein Tag vorbei, an dem du nicht zum Schreiben gekommen bist. Hast du auch das Gefühl, dass kleine fiese Monster an deiner Uhr knabbern und sich mit deinen Minuten vollfuttern? Diese Monster heißen Zeitfresser.

Seitdem ich meinen Zeitfressern auf die Spur gekommen bin, kann ich besser mit ihnen und der Frage „Wer hat an meiner Uhr gedreht?“ umgehen.

Wie ich das geschafft habe? Ganz einfach: Ich habe mich hingesetzt und aufgeschrieben, welche Dinge mich vom Schreiben abhalten. Da gab es zum Beispiel kleine Hindernisse, wie Geräusche, zu kurze Zeitfenster von nur 10 Minuten, Fernsehen, und natürlich auch größere Hindernisse, wie z.B. meine Familie, mein Perfektionismus, Handy, Internet ...

Damit auch du deinen Zeitfressern auf die Schliche kommst, setze dich hin und mache deine eigene Bestandsaufnahme. Sicherlich hast du andere Zeitfresser als ich, die du für dich als klein oder groß erachtest. Wichtig ist, dass du sie alle aufschreibst! Am besten führst du diese Liste über mehrere Tage, denn nur so bekommst du alle deine Zeitfresser zu fassen. Aber erschreck dich nicht, wenn du dir deine Liste im Anschluss ansiehst! Es sieht schlimmer aus, als es ist. In diesem Artikel wirst du noch einige Tipps finden, wie du deinen Zeitfressern den Kampf ansagen kannst und noch mehr Zeit zum Schreiben findest.


2. Schreibmotor antreiben

Kläre deine Motivation und bringe deinen Schreibmotor zum Laufen

Weißt du eigentlich, warum du überhaupt schreibst? Falls du dich nun wunderst, was diese Frage soll: Die Antwort darauf ist gleichzeitig deine Motivation zum Schreiben! Und Motivation ist das Wichtigste, um ins Tun, in unserem Fall ins Schreiben, zu kommen. Viele hochmotivierte Menschen haben eines gemeinsam: Sie wissen ganz genau, was sie erreichen wollen und vor allem warum.

Stelle dir dein Schreiben am besten als eine Art Motor vor: deinen Schreibmotor. Dieser braucht Pflege und den richtigen Kraftstoff, damit er einwandfrei läuft. Dein Kraftstoff ist deine Motivation. Nur wenn du deine Motivation kennst, kommt dein Schreibmotor in den Fluss und gerät nicht ins Stocken. Also: Warum schreibst du? Dir fallen gleich mehrere Gründe dafür ein? Super, schreib sie auf. Dir fällt es schwer, die Frage zu beantworten? Dann setze dich nochmal hin und überlege in Ruhe, was dich antreibt.

Vielleicht traust du dich nicht, zuzugeben, dass du denkst, bessere Bücher als andere Autoren schreiben zu können. Oder du möchtest dein Buch im Buchladen im Regal stehen sehen. Das ist alles vollkommen in Ordnung. Hierbei gibt es kein richtig oder falsch! Und glaube mir, du bist mit solchen Gedanken nicht alleine. Wichtig ist, dass du bei der Beantwortung der Frage ehrlich zu dir selbst bist. Nur so findest du deine wahre Motivation, die dich auch in schweren Zeiten antreibt und zum Schreiben bringt.

Stelle dir hier ruhig auch konkrete Szenen vor. Wie fühlst du dich, wenn du dein Ziel erreicht hast? Visualisieren heißt hier das Zauberwort. Wie würde es sich z.B. für dich anfühlen, deine eigene Lesung zu geben, deinen Namen auf dem Buchcover zu lesen oder dein Buch in deinen Händen zuhalten? Lass deiner Fantasie freien Lauf.


​3. Kleine Opfer

Mit kleinen Opfern dein Buch voranbringen

„Wusste ich es doch! Ich muss auf was verzichten!“, höre ich dich empört denken. Die Wahrheit ist: Ohne Verzicht geht es leider nicht. Aber keine Sorge! Die Opfer sind verhältnismäßig klein, für das, was du erhältst!

Jeder von uns hat 24 Stunden am Tag zur Verfügung. Wie nutzt du deine Zeit? Arbeiten gehen, Kochen, Putzen, Wäsche machen, sich um die Familie kümmern ... Das sind alles wichtige Aufgaben. Aber was ist mit Netflix, fernsehen, lesen, Social Media? Schau mal auf deine Zeitfresser-Liste! Natürlich sollst du dir nicht alles verbieten. Es ist immer auch eine Sache von fleißig sein und Entspannung. Jeder deiner Zeitfresser erfüllt ein Bedürfnis in dir und auch Pausen sind nötig. Achte darauf, dass du eine Balance hast. Dein Kopf braucht Auszeiten, sonst wirst du auf Dauer unzufrieden sein.

Aber wenn dein Leben nur aus den wichtigen Aufgaben und ansonsten Pausen besteht, wirst du mit deinem Buch nicht vorankommen. Denk immer daran: Nur du entscheidest, wie du deine 24 Stunden nutzt.

Frage dich also, ob du bereit bist, für dein Schreiben auf bestimmte Dinge zu verzichten oder diese einzuschränken. Bist du es nicht, ist auch das vollkommen in Ordnung! Triff die Entscheidung, ob du für dein Schreiben verzichtest oder nicht, aber bewusst und sei dir der Konsequenzen bezüglich deines Buches bewusst.

Zeitmanagement

Copyright privat

Wenn du bereit bist, etwas zu ändern, hole deine Familie und Freunde mit ins Boot. Mir hat es sehr geholfen, dass ich mein Schreiben offen in meinem Familien- und Freundeskreis kommuniziert habe.

Erkläre ihnen, wie ernst es dir mit dem Schreiben ist und bitte sie auch um Verständnis, wenn du manche Aktivitäten vielleicht nicht mitmachst, da du lieber schreiben möchtest. Je selbstbewusster du deinen Wunsch äußerst und auch umsetzt, desto ernster nehmen dich deine Liebsten, weil sie sehen, wie wichtig es dir ist. 

Vereinbare mit deiner Familie eine feste Zeit zum Schreiben, in der du nicht gestört wirst; außer die Wohnung brennt. Erinnere sie mit einem „Bitte nicht stören“-Schild an deiner Tür an diese Abmachung.

Nimm dich und dein Schreiben Ernst!



4. Routine entwickeln

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier: Finde Rituale und Routinen

Stell dir vor, deine tägliche Schreibzeit naht, aber du bist gedanklich noch bei dem Streit mit deinem Partner. Wäre es da nicht toll, wenn du einen Schalter drücken könntest, durch den du alles hinter dir lassen kannst und der dich direkt in Welt deines Buches katapultiert?

Das ist möglich! Du musst es nur trainieren.

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass ein Ablauf mindestens 60-mal wiederholen werden musst, damit dieser zur Gewohnheit wird. Das bedeutet, wenn du dir angewöhnen willst, täglich zu schreiben, musst du dich ca. zwei Monate täglich hinsetzen und schreiben. Am besten immer an dem gleichen Platz oder zur gleichen Uhrzeit. Das kann dir helfen. Irgendwann denkst du nicht mehr über das Schreiben nach, sondern tust es automatisch.

Anspitzen

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Hast du Rituale beim Schreiben? Oder kurz bevor es losgeht?

Das könnte z.B. sein: eine bestimmte Musik, die letzten drei Sätze nochmal lesen, 5 Minuten freischreiben, eine Tasse mit einem bestimmten Heißgetränk, oder auch das Anspritzen deiner Stifte.

​Sowas hast du noch nicht? Dann wird es höchste Zeit! Ein Ritual ist ein Auslöser, der in deinem Unterbewusstsein platziert wird. Er kann dich dabei unterstützen, ganz schnell vom Alltag ins Schreiben zukommen.

Egal, was es ist, Hauptsache es tut dir gut! Auch hier gilt wieder, es gibt kein richtig oder falsch. Finde ein Ritual, das du nur mit deinem Schreiben verbindest.

5. Innerer Kritiker

Finde Kompromisse

„Das kannst du doch so nicht schreiben!“, „Das will doch eh kein Mensch lesen“. Hast du auch so eine solche Stimme im Kopf? Sie sagt dir, dass du etwas nicht gut genug machst. Diese Stime ist dein innerer Kritiker.

Der innere Kritiker hat die Aufgabe, dich vor Verletzungen zu schützen. Das ist eine sehr wichtige Aufgabe, aber beim Schreiben eher hinderlich.

Was also tun? Die Stimme ignorieren und totschweigen? Das wird nicht klappen. Der innere Kritiker wird entweder immer lauter oder sich andere Ventile suchen, um sich Gehör zu verschaffen.

Daher mein Tipp: Finde Kompromisse! Jeder Anteil in dir möchte eigentlich nur gehört werden und dich schützen. Nimm deinen inneren Kritiker ernst und höre ihm zu. Sage ihm z.B. „Ich schreibe es erst einmal so und wenn ich mich ans Überarbeiten setze, darfst du mir gerne dabei helfen.“

Gehst du in eine Art inneren Dialog mit der Stimme und unterbreitest dieser ein Angebot, verliert sie an Dringlichkeit und verstummt. Sie wurde von dir gehört. Mit Kompromissen entstehen Balance und Zufriedenheit.

Spooky, nicht wahr? Aber lass dich darauf ein und probiere es aus. Du wirst von dem Ergebnis begeistert sein.

Was übrigens mit dem inneren Kritiker gut klappt, kannst du auch für deinen inneren Schweinehund anwenden. Das ist der, der immer lieber auf dem Sofa liegen und Fernsehen schauen würde.


​6. Innerer Schweinehund

Realistische Ziele setzen
Du hast drei Stunden Zeit zum Schreiben vor dir und freust dich wahnsinnig darauf. Jippie! 

Ziehst du am Ende Bilanz, ist die Freude meist schon nicht mehr ganz so groß. Dafür ist der Keller ausgemistet. ;-) Oder bist du gar beim neuesten Youtube-Video deines Lieblingskanals hängengeblieben?

Da hat dir dein innerer Schweinehund wohl einen Strich durch die Rechnung gemacht. Mit ihm kannst du folgenden Kompromiss ausprobieren: „Ich schreibe X Sätze/Minuten und dann schauen wir zusammen den Film an“. Gegen so ein Angebot hat er meistens nichts einzuwenden.

Schweinehund

​Copyright © Depositphotos.com/vitalytitov

Es reichen schon 5 Minuten am Tag. Der entscheidende Punkt hierbei ist, dass du täglich an deinem Projekt arbeitest.

Das ist ähnlich wie beim Autofahren: Beim Anfahren und Bremsen wird die meiste Energie verbraucht. So ist es auch mit dem Schreiben! Beschäftigst du dich täglich mit deinem Projekt, bleibst du durchgehend gedanklich bei deiner Geschichte.Das ständige wieder einlesen entfällt und du kommst schneller in den Schreibflow.

Wichtig ist, dass du dein tägliches Ziel so klein wie möglich hältst, damit es für dich wirklich erreichbar ist.

Also los, schnappe dir deinen Kalender und lege deine tägliche Schreibzeit fest. X Minuten/X Sätze/X Wörter am Morgen, in der Mittagspause oder am Abend. Ganz wichtig, trage dir diesen Termin in deinen Kalender ein - das macht das Ganze verbindlicher.

Kleiner Tipp von mir: Lass dich kurz vor deiner Schreibzeit vom Handy an den Termin erinnern. Bei mir hat es so gut geklappt, dass sogar mein Mann mich nach zwei Wochen schon vor dem Handy an meine Schreibzeit erinnert hat :-).

Nutze deine Zeit sinnvoll fürs Schreiben. Egal ob im Wartezimmer beim Arzt, in der Straßenbahn, oder auf dem Bahnhof. Normalerweise holst du das Handy raus, um dir die Zeit zu vertreiben. Wie effektiv wäre es, wenn du diese Zeit als zusätzliche Zeit zum Schreiben nutzen kannst? Für solche Gelegenheiten habe ich immer ein kleines Notizbuch und einen Stift in meiner Handtasche. Probier es einfach mal aus, du wirst staunen, wie viel du zusätzlich schaffen kannst.

Denke daran: Täglich, egal wie viel!


Bonus-Tipp:

Was ist Schreibzeit?

Überdenke für dich, welche Arbeiten das Schreiben beinhaltet. Meine Definition von Schreiben ist das Arbeiten an meinem Projekt, wie zum Beispiel die Figurenentwicklung, das Plotten, Recherchieren, Überarbeiten, etc.. Für mich gehört das alles in meine Schreibzeit. Seitdem ich es für mich so definiert habe, fällt es mir noch leichter, täglich zu schreiben. Habe ich gerade keine Lust auf das Schreiben an sich, kann ich etwas Recherchieren oder mich um eine Figur kümmern, die noch nicht rund ist.

7. Unterstützung suchen

Gemeinsam wird vieles einfacher

Wer schreibt, ist in seinem normalen Umfeld meistens alleine. Nur wenige deiner Freunde oder Familie verstehen, was dir das Schreiben bedeutet und warum du es tust. Auch wenn du versuchst, es ihnen zu erklären.

Team

​Image by StockUnlimited

Wie toll wäre es da, wenn du dich mit Gleichgesinnten austauschen könntest? Jemanden, der weiß, wovon du sprichst und der ähnlich tickt. Ein richtiger Schreibbuddy! Jemand, der dich mitreißt und dich unterstützt, wenn du nicht mehr weiter weißt. Aber wie kommst du an so einen Schreibbuddy? Die besten Kontakte knüpfst du in Schreibkursen, Schreibforen, Facebookgruppen etc.. Hier tummeln sich Gleichgesinnte, um sich auszutauschen, zu lernen oder um Hilfe zu bekommen. In meinen Kursen und in meiner Facebookgruppe „Romane schreiben im Schreibfluss“ haben sich schon einige Schreibende gefunden und stehen im regelmäßigen Austausch.

Ob ein Treffen persönlich oder virtuell (z.B. über Skype) stattfindet, ist egal. Die Spielregeln sind für alle gleich. Wichtig sind eine offene Haltung und ein ehrlicher Umgang. Es soll keine Bindung auf Lebenszeit sein. Probiert es aus und wenn es für euch doch nicht passt, dann trennt euch wieder. Ein solches Treffen soll bereichernd für beide Seiten sein. Jeder sollte die gleiche Sprechzeit erhalten, um einen fairen Austausch zu gewährleisten.


8. Abwechslung hilft

Sei offen für Veränderungen

Auch wenn du deine Routinen und Rituale gefunden hast, weiche hin und wieder von ihnen ab. Probiere etwas völlig Neues für dich aus. Hast du schon mal in der Bahn oder im Café geschrieben? Oder in der Küche, im Park oder vor dem Fernseher? Nein? Dann versuche es einfach mal. Du glaubst, dass du das nicht kannst? Hast du es denn schon ausprobiert? Oder nimmst du es nur an?

Ich kenne zum Beispiel eine Autorin, die sehr gut vorm Fernseher schreiben kann. Sie hat es sich aber immer verboten, da „man das so ja nicht macht“. Ein Autor hat am Schreibtisch zu sitzen und womöglich einsam nachts zuschreiben. Vielleicht kennst du ja auch solche Glaubenssätze. Wirf diese über Bord und probiere dich aus. Alles ist erlaubt und nichts zu verrückt. Und falls du feststellen solltest, dass du am besten unter dem Schreibtisch oder im Bett schreiben kannst, dann ist es so!

Also sei nicht überrascht, wenn du erkennen solltest, dass etwas anderes als das, was „man macht“, viel besser für dich funktioniert.

9. Belohne dich

In Etappen zum Ziel

Hast du dich heute schon gelobt? Noch nicht? Dann mach es jetzt! Nimm dir einen bewussten Moment und setze dich hin. Jetzt klopfe dir auf die Schulter, für das, was du schon geschafft hast. Du meinst, es ist nicht lobenswert? Da liegst du aber falsch. Sei stolz!

Belohnung

​Copyright © Depositphotos.com/bertys30

Warum ist das Loben und Stolzsein bei uns eigentlich so negativ behaftet? Es wirkt doch wahre Wunder. Du darfst stolz auf dich sein, wenn du deine Zeit zum Schreiben eingehalten, deine Figuren ausgearbeitet hast, etc. Es gibt so viele Momente, für die du dich loben kannst. Allein schon, dass du für dein Schreiben einen Platz in deinem stressigen Alltag finden möchtest, ist ein dickes Lob wert.

Mein Tipp, damit du das Loben nicht vergisst: Unterteile dein Projekt in kleine Etappen. Überlege dir kleine Belohnungen, die dir Spaß machen und dir guttun. Eis essen, Schwimmen gehen, Lesen, einen schönen Spaziergang, mit dem Mann Essen gehen, eine Massage, ein neuer Stift ... Da gibt es bestimmt so einiges, was dir einfällt. Es muss auch nicht unbedingt Geld kosten. Immer, wenn du eine Etappe erreicht hast, belohne dich mit einer Sache von deiner Belohnungsliste.

Aber Achtung: Achte darauf, dass es wirklich Belohnungen sind! Sonst könnte dein innerer Schweinehund bald auf die Barrikaden gehen. Es wird schwierig, wenn es nur Verbote sind, die dann aufgehoben werden, wenn du eine Etappe geschafft hast. Achte darauf, dass du dich wirklich auf die Belohnungen freust, dass sie etwas Besonderes sind.


10. Das Schreibjournal

Halte deine Schreiberfahrungen fest

Mein ultimativer Tipp für dich: Halte alle deine Schreiberfahrungen in einem Heft oder einem kleinen Buch fest.

  • ​Was funktioniert gut für dich?
  • Was funktioniert weniger gut oder überhaupt nicht?
  • Welche hilfreichen Herangehensweisen hast du für dein Projekt gefunden?
  • Was sind deine Zeitfresser?
  • Wie lautet deine Motivation?
  • etc.

Notiere einfach alles, was mit deinem Schreiben zu tun hat.


Warum das Ganze? Das kostet doch nur wieder Zeit. Nein, im Gegenteil! Es wird dir am Ende mehr Zeit zum Schreiben bringen. Zum Einen dauert es nicht lange, gleich deine Erfahrung oder Feststellung zu notieren. Zum Anderen werden deine gesammelten Erfahrungen zu einem wahren Schatz heranwachsen, mit dem es dir schneller und besser gelingt, in deinen Schreibflow zukommen.

Schreibjournal

​Copyright © Depositphotos.com/MAKI

Du kannst auf deinen Erfahrungsschatz jederzeit zurückgreifen, ohne die Situation nochmals durchlaufen zu müssen. Immer wenn du eine Extraportion Motivation brauchst, blättere in deinen Aufzeichnungen. Das alles hast du schon über dich und dein Schreiben herausgefunden. Ist das nicht toll?

Anhand deiner Notizen kannst du auch sehr gut überprüfen, ob deine Aussagen, z.B. deine Motivation, Zeitfresser etc. überhaupt noch stimmen. Mit der Zeit überprüfe und aktualisiere deine Feststellungen und Beweggründe, denn auf dem Weg zu deinem Ziel kann sich deine Perspektive durchaus verändern. Was dir zu Beginn wichtig war, ist später vielleicht nicht mehr so entscheidend. Was anfangs gut für dich funktioniert hat, muss nicht zwangsläufig immer klappen.

Das Schreibjournal wird dir auch dabei helfen, dein ganzes Schreiben ernster zu nehmen. Denn damit kommst du in den Prozess, über dein Schreiben regelmäßig nachzudenken. Du beobachtest dich sozusagen beim Schreiben.

Klar, wir genießen es alle, wenn wir einfach im Schreiben selbst sind, der Schreibfluss einen packt und die Welt um einen herum versinkt. Wenn wir aber erwarten, dass der Schreibfluss einfach von selbst kommt, klappt das eben nur selten. Wirst du dir aber über deinen Schreibprozess bewusst, kannst du dem Schreiben ganz automatisch mehr Raum in deinem Leben geben. Und nebenbei auch noch lernen, wie du einfacher und regelmäßiger ins Schreiben kommst.

Jetzt bist du dran: Komm ins Tun!

In den obigen 10 Tipps hast du erfahren, wie du Zeit zum Schreiben für dich finden kannst. Vielleicht fühlst du dich jetzt inspiriert, das eine oder andere für dich auszuprobieren und erlangst dadurch mehr Zeit zum Schreiben. Hinterlasse einen Kommentar, mit welchen Mitteln du dir Zeit zum Schreiben einräumst!

Möchtest du das Thema Zeitmanagement für dich noch mehr Vertiefen und eine kleine Reise zu deinem inneren Autor beginnen, empfehle ich dir meinen dreiwöchigen Online Kurs „Zeit zum Schreiben“, der am 08. Juli 2019 startet. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vom letzten Jahr waren sehr begeistert und durch die vielen positiven Rückmeldungen bin ich mir sicher, dass auch du in meinem Kurs etwas für dich und über dich lernst. Nicht nur in Bezug auf das Schreiben.

Herzlich,

Jurenka

Du willst mehr? 

Am 08.07. startet wieder der legendäre Kurs "Zeitmanagement für Autoren". Hier  findest du weitere Informationen.

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Endlich wieder Energie zum Schreiben

Ich war ziemlich frustriert, weil ich eine sehr lange Pause in meinem Romanprojekt hatte und dazu seit Anfang des Jahres komplett nicht mehr geschrieben habe.

Die Arbeit zum Inneren Team war sehr hilfreich. Ich weiß jetzt genauer, welche inneren Anteile zu sehr im Vordergrund waren, um das Schreiben zu verhindern. Und auch, was ich machen muss, um mein Schreibteam weiter nach vorne zu bringen.

Meine Motivation und meine Energie zum Schreiben sind wieder da. Ich habe mich wieder neu für mein Schreiben entschieden und mich dazu verpflichtet, dem Schreiben Raum zu geben. Ohne dass es sich als lästige Pflicht anfühlt - ich will das wieder. :-)

Kim Skott

Durch die Innenarbeit wieder mehr Mut zum Schreiben

Vor mehr als drei Jahren begann ich ein Buchprojekt, war auch schon recht weit gediehen, aber dann versickerte es im Sande. Oder lag auf Eis. Es war aber nicht die Textarbeit, die mir fehlte, sondern die Fähigkeit, strukturiert und diszipliniert zu arbeiten.

Vor allem die erste Woche war für mich sehr wertvoll. Ich habe verstanden, was in mir an Destruktivem los ist, und habe mehr Mut gekriegt. Jurenka präsentiert sich locker und natürlich, dabei aber ernsthaft, sachlich und empathisch.

Lore Lehmann

Seit dem Kurs bin ich super motiviert!

Vor dem Kurs habe ich nur unregelmäßig geschrieben und war sehr unzufrieden mit mir selbst.

Seit Kursbeginn bin ich immer motivierter dabei, mein Projekt richtig konkret zu planen und täglich zu schreiben. Außerdem ist mir noch einmal bewusst geworden, wie wichtig das Schreiben für mein Leben ist und welche Bedeutung es für mich hat.

Ich kann diesen Kurs nur empfehlen. Man findet viel über sich und das Schreiben heraus und hat am Ende eine tolle Basis, um einen konkreten Schreibplan für ein Romanprojekt umzusetzen.

Melanie Bukowski

Einer der effektivsten Kurse, den ich kenne!

Ich habe lediglich sporadisch geschrieben, vielleicht 1-2 h pro Woche, und war kontinuierlich unzufrieden, dass es nicht mehr war. Mir war bewusst geworden, dass ich irgendetwas für meine Motivation tun muss, wusste aber nicht wie.

Der Kurs war einer der effektivsten, die ich je mitgemacht habe. Sehr gut strukturiert, mit quasi persönlicher Anleitung durch Jurenka, und mit einem tollen Lerneffekt. Ich gehe jetzt gerne an mein Schreibprojekt, weil ich weiß, dass auch kurze Schreibzeiten täglich mich Schritt für Schritt weiterbringen. Außerdem konnte ich meinen Wunsch, perfekt zu schreiben, kontrollieren und erwarte das nicht mehr.

Annette Mertens
Papyrus Autor - bestes Schreibprogramm

Papyrus Autor

13 Gründe, warum Papyrus Autor das beste Schreibprogramm ist

So oft werde ich von Schreibenden in meinen Kursen gefragt, welche Autorensoftware ich empfehlen kann. Natürlich schwingt da die Hoffnung mit, dass sich der Roman dann endlich fast von alleine schreibt. Du kannst dir schon denken: Nö, das klappt nicht.
Aaaaaaber, wenn du dich ein bisschen mit einem Schreibprogramm auseinandersetzen magst, dann kann es dir das Schreiben (und vor allem das Planen und Organisieren) extrem erleichtern.

Lohnt es sich also, das Programm zu kaufen? 
Generell kannst du natürlich mit jedem Textverarbeitungsprogramm schreiben. Das empfehle ich dir auch, wenn du keinen Technik-Firlefanz magst, oder für dich schon ein super funktionierendes System gefunden hast.

Suchst du aber eine Software, die dich bei deinem ganzen Romanprojekt unterstützt (von der Planung, übers Schreiben und Überarbeiten, bis hin zum Erstellen von eBook-Formaten), dann kann ich dir Papyrus Autor mit seinen Möglichkeiten absolut empfehlen. Warum, zeige ich dir gern hier, indem ich dir die 13 wichtigsten Funktionen vorstelle.

Dialoge schreiben leicht gemacht
In meinen Kursen treffe ich meist auf zwei Typen von Autoren: die einen, die sich kaum an den Dialog herantrauen, und die anderen, selteneren, die nicht aufhören können, Dialog zu schreiben. Letztere müssen meist Feinschliff betreiben, viel streichen. Erstere brauchen oft einen Schubser und dann noch etwas Übung. Dann platzt der Knoten und endlich läuft es auch mit dem Dialogschreiben.

Egal welcher Typ du bist, ich hoffe, bei meinen 10 Tipps ist für jeden etwas dabei.

Papyrus Autor – mein Favorit

Die Autorensoftware beinhaltet für mich alles, was man bei dem Mammut-Projekt, ein Buch zu schreiben, an technischer Unterstützung benötigt. Übrigens schlummert in mir ein kleiner Nerd (hättest du das gedacht? ;-D), weshalb ich schon sehr viele Schreibprogramme ausprobiert habe. Ob yWriter, Storyline, Scrivener, Contour oder andere, vollständig überzeugt hat mich am Ende nur das eine: Papyrus Autor!

Diese Schreibsoftware nutze ich jetzt schon seit 2009 und ich zeige anderen Autoren seit 2013, was man alles damit machen kann.

Jetzt stelle ich dir hier einige der vielen, genialen Nutzungsmöglichkeiten vor. Und wer weiß, vielleicht springt ja etwas von meiner Begeisterung auf dich über!

Außerdem kannst du dir auch gern meine Roman-Plan-Vorlage herunterladen – die aber natürlich nur zusammen mit der Software Papyrus Autor funktioniert.

Papyrus Autor

Hol dir kostenlos die Papyrus-Vorlage für deinen Roman!

Hier gibt es als Geschenk für dich die Roman-Plan-Vorlage und das Anleitungs-Video dazu. Das gibt es sonst nur im Kurs!

Mit Eintrag deiner E-Mail-Adresse hier erlaubst du mir, deine personenbezogenen Daten zu erheben, zu speichern und zu nutzen und dir in unregelmäßigen Abständen Schreibtipps, Infos und Werbung für meine Kurse zu schicken. Selbstverständlich gehe ich mit deinen Daten vertrauensvoll um und du kannst jederzeit diese Erlaubnis widerrufen! Hinweise zu der von der Einwilligung mitumfassten Erfolgsmessung, dem Einsatz des Versanddienstleisters Active Campaign, Protokollierung der Anmeldung und deinen Widerrufsrechten erhältst du in unserer Datenschutzerklärung. Herzlich, Jurenka

Die Idee von Papyrus Autor

Die Hersteller von Papyrus hatten ursprünglich eine tolle Software entwickelt, die ein Datenbanksystem und ein Textverarbeitungsprogramm vereinte. Im Laufe der Zeit und vor allem durch ihren Kontakt zum Bestseller-Autor Andreas Eschbach, programmierten sie weitere Funktionen speziell für Autoren. Nach ein paar Jahren entschieden sie, sich komplett auf diese Nische zu konzentrieren und sind seither ganz für uns Autoren da.

Das heißt auch, dass Papyrus Autor einen deutschen Support hat und es ständig weiterentwickelt wird. Auf der Internetseite findest du ein Forum, in dem du Fragen stellen oder bestimmte Themen nachlesen kannst. Das alleine ist schon ein großer Vorteil gegenüber den vielen anderen Softwares vom amerikanischen Markt.

10 Tipps, um richtig guten Dialog zu schreiben

Dialog, also wörtliche Rede, findet statt, wenn zwei oder mehr Menschen bzw. Figuren sich unterhalten. So weit, so klar. Aber wenn du Dialog für deinen Roman schreibst, ist das normalerweise keine treue Wiedergabe von „echtem“ Dialog. Es ist künstlich bzw. Kunst. Was kannst du also beachten, um diese Dialoge sinnvoll und gut lesbar zu schreiben?

Deine Projekt-Idee

Egal, ob du an einem Roman, einem Sachbuch oder einer wissenschaftlichen Arbeit schreibst, Papyrus Autor unterscheidet verschiedene Projektarten und du wählst das für dich passende Projekt mit drei Mausklicks aus. Das Programm legt automatisch die Dateien zu deinem Projekt in einem Ordner an. Schon kannst du loslegen!

Du hast andere Dateien, in denen du zusätzliche Informationen zu deinem Projekt  gespeichert hast und öffnest diese jedes Mal parallel zu deinem Projekt? Eine sehr nervige und zeitaufwendige Arbeit. Eigentlich wolltest du doch gleich mit dem Schreiben beginnen. Was wäre, wenn du dein Projekt öffnest und alle dazugehörigen Dateien automatisch mit erscheinen? Super, nicht wahr? Mit Papyrus Autor verknüpfst du dein Projekt mit den zusätzlich gewünschten Dateien. So werden beim Öffnen deines Projekts auch diese Dateien automatisch aufgerufen.

1. Denkbrett

Zu Beginn deines Romans kommt das Sammeln von Ideen, auch Brainstorming genannt. Du notierst dir alles Wichtige mit Stichwörtern auf Karteikarten oder Zetteln. Und dann fliegt diese Zettelei herum. Geht es später an die Umsetzung deiner Ideen, findest du die eine wichtige Notiz nicht mehr wieder. Oder schlimmer, das schnell aufgekritzelte Stichwort kannst du kaum mehr entziffern. Kennst du das auch?

Mit dem Denkbrett gibt Papyrus Autor dir ein Hilfsmittel an die Hand, um alle deine Ideen zu sammeln, zu sortieren und darzustellen. In Form einer Mindmap hältst du deine wichtigen Gedanken fest. Mit wenigen Klicks kannst du die einzelnen Elemente verschieben, Verbindungen markieren oder wieder verwerfen. Egal, ob du nur deine Gedanken sortieren oder dein Figurenensemble festhalten möchtest, das Denkbrett hilft dir dabei.

Mit einem Klick auf das entsprechende Symbol wechselst du von deinem Text zum Denkbrett, um eventuelle Änderungen sofort anzupassen oder Beziehungen von Figuren zueinander zu überprüfen.

Absolut genial: Du kannst damit zum Beispiel auch deine Romanidee planen. Indem du Denkbrett-Gruppen in deinen Text ziehst, entstehen dort automatisch Titel, Szenentitel, Kommentare oder Ereignisse. So sind Denkbrett und Text dann direkt miteinander verbunden!

2. Klemmbrett und Notizzettel

Papyrus beinhaltet noch mehr Funktionen, um deine vielen „Schnipsel“ zu organisieren. Damit kein Gedanke verloren geht und der Schreibfluss nicht groß unterbrochen wird, haben die Entwickler von Papyrus Autor das Klemmbrett und die Notizzettel entworfen. Neben deinem Text befindet sich ein sogenanntes Klemmbrett. Hier ist Platz für deine Gedanken, nicht mehr benötigte Sätze/Absätze (Textleichen) oder Bilder, die du später eventuell noch verwenden möchtest. Mithilfe von Notizzetteln „klebst“ du diese an das Klemmbrett. Sieht aus wie eine Pinnwand mit Post-it's. Reicht dir ein Klemmbrett nicht aus, kannst du noch weitere Klemmbretter hinzufügen. Sie erscheinen als Reiter, die du umbenennen kannst. Ich lege mir hier gern mehrere Klemmbretter an: eines für Textschnipsel, eines für „To Do's“ und eines für „wilde Ideen“ (damit diese raus dürfen, mich aber nicht vom Schreibfluss abhalten).

Die erwähnten Notizzettel kannst du auch in deinem Text verwenden. Für mich sind sie immer sehr hilfreich, wenn mir noch ein Begriff oder eine Recherche-Frage im Kopf herumspuken. Ich öffne schnell ein Notizzettel an der Stelle und schreibe es auf. So ist mein Kopf wieder frei und ich kann mich wieder auf das Schreiben konzentrieren.

3. Zeitstrahl

Auch eine Zeitleiste, eine sogenannte „Timeline“, brauchst du nicht mehr mühsam aufzeichnen oder als Wäscheleine, bestückt mit Karteikarten, über den Schreibtisch hängen. Papyrus Autor bietet dir die Möglichkeit, einen Zeitstrahl für dein Schreibprojekt anzulegen. Es ist eine grafische Übersicht über deine Geschichte, an der du die zeitliche Reihenfolge, sowie deine Handlungsstränge überprüfen kannst.

Schön ist auch, dass du im Zeitstrahl unterschiedliche Figuren bzw. Perspektiven anzeigen lassen kannst. So hilft sie wirklich dabei, den Überblick zu behalten. Diesen Überblick erhältst du aber auch in dem genialen Organizer, auf den ich noch zu sprechen komme.

4. Figuren-Datenbank

Papyrus Autor ermöglicht es dir, zu jedem angelegten Projekt eine dazugehörige Figuren-, Orte- und Dinge-Datenbank anzulegen. Hier hältst du alles zu deinen Figuren, deinem Setting oder auch zu bestimmten Gegenständen fest, die in deinem Roman eine wichtige Rolle spielen. Selbst Bilder können abgespeichert werden. Es gibt Formulare, die dir beim Ausfüllen helfen (z.B. ein Figurensteckbrief), aber dir genug Freiraum für individuelle Eintragungen bieten.

Während des Schreibens kannst du Angaben, z.B. zu einer deiner Figuren, schnell und einfach überprüfen. Denn alle von dir angelegten Figuren in der Datenbank werden in deinem Text automatisch farblich als Link hinterlegt. Klickst du den Namen an, landest du in dem dazugehörigen Figurensteckbrief.

Schreibst du eine Serie? Super, dann spare Zeit, in dem du einfach deine Figurensteckbriefe in dein neues Projekt übernimmst.

5. Recherche-Funktion

Eine weitere geniale Funktion ist die Recherchehilfe von Papyrus. Du kannst Text oder Bilder aus dem Internet einfach in deinen Text (oder in den Navigator) ziehen und es wird automatisch ein Eintrag in einer Recherchedatenbank dazu angelegt – mit allen wichtigen Infos: Seitentitel, Link zur Seite, Datum der Recherche, dem Text oder Bild mit Bildschreibung. So hast du auch endlich eine sortierte Datei für all dein Recherchematerial.

Solltest du einen Sachtext mit Zitaten schreiben, kannst du vorab einmal definieren, wie zitiert werden soll und dann aus der Recherchedatenbank heraus das Zitat wählen und in den Text einfügen. In ähnlicher Weise kannst du auch ein Quellenverzeichnis erstellen.

1.    Dialoge schreiben mit spezieller Figurensprache
Du hast sicher gute Figuren für deinen Roman konstruiert. Wie traurig wäre es, wenn in deinem Dialog dann versehentlich all deine Figuren klingen, wie duselbst? Das passiert leider nämlich häufig.
Achte darauf, dass deine Hauptfigur genau so spricht, wie eben nur sie sprechen kann. Woran erkennt man sie wieder, wenn man nur den Dialogtext lesen könnte, ohne zu wissen, dass sie gerade geredet hat? Hat sie Lieblingsworte? Wie ist ihr Wortschatz? Flucht sie viel? Gibt es bestimmte Satzbauten, die für sie typisch sind? Unterbricht sie andere ständig oder sich selbst? Wie sieht es mit der Aussprache, der Betonung oder Akzenten aus? Stottert sie vielleicht sogar?
Denke aber bitte daran, nicht zu übertreiben. Sonst wirkt der Dialog schnell überzogen und ist nicht mehr gut lesbar. Aber eine Sprechweise, die für deine Figuren charakteristisch ist, ist für deine Geschichte wie das Salz für die Suppe! Lass es nicht weg!

2.    Guter Dialog charakterisiert die Figuren
So wie deine Figur durch ihre spezielle Sprechweise wiedererkennbar sein soll, so sollte sie auch etwas über die Figur verraten – am besten so, dass du es gar nicht groß in deiner Geschichte erwähnen musst. Aus welcher Region kommt deine Figur? Aus welchem Millieu? Ist sie gut gebildet? Arm? Ist sie introvertiert oder ein Draufgänger?
Gleiche Aussage, anderer Sprecher:
„Ey, schmeiß rüber man!“
„Würden Sie mir bitte das Salz reichen?“
Natürlich ist das überspitzt, macht aber hoffentlich klar, dass man an der Wortwahl schon unglaublich viel von der Figur erkennt. Nutze das!

3.    Dialog, wie der Schnabel gewachsen ist (Entglisch, Dialekt etc.)
Einen Dialog zu lesen, wie er im wahren Leben vorkommt, wäre sehr anstrengend. Ständiges verhaspeln, nicht abgeschlossene Sätze, ins Wort fallen, viel Umgangssprache ... Es kommt also auf die Mischung an.
Dialog soll natürlich klingen, ist aber immer eine Kunstform. Am wichtigsten bleibt, dass der Leser nicht aus dem Lesefluss fällt. Spricht eine Figur zum Beispiel Englisch, so müsstest du jetzt ja eigentlich auf Englisch weiterschreiben. Aber dein Leser liest gerade einen deutschen Roman. Macht also keinen Sinn.
Du kannst das lösen, indem du nur ein oder zwei englische Worte einfügst, dann aber auf Deutsch weiterschreibst. Du kannst aber auch erklären, dass deine Figur auf Englisch antwortet. Auch was Dialekt angeht, kannst du das so lösen.
„Wonderful!“, antwortete sie auf Englisch. „Diesen Ausflug werde ich nie vergessen!“
Oder:
„Nei, nei. Bei uns zieh’n Sie Puschen an. Ihre schmutzigen Äppelkähne bleiben schön da draußen!“ Sie deutete auf Friederikes ausgetretene Schuhe und dann auf den Treppenabsatz vor der Haustür.

4.    Dialog schreiben – wie geht das formal
Auch wenn Romanschreiben selten etwas mit dem zu tun hat, was wir mal in der Schule gelernt haben, bei der Zeichensetzung ist das Gelernte dann doch wichtig. Aber, oh je, dann gab es ja auch noch die Rechtschreibreform und seither ist alle etwas anderes. Damit es keine Unsicherheiten mehr gibt, hier die korrekte Schreibweise. Da lohnt es sich, die richtige Schreibweise einmal richtig zu verinnerlichen. Dann muss man später deutlich weniger korrigieren.

Jeder neue Sprecher erhält eine neue Zeile.
„Hallo“, sagte er.
„Wie geht’s dir?“, fragte sie.
„Mir geht es gut.“
„Mir geht es auch gut“, erwiderte sie.
Falsch: „Mir geht es auch gut.“, erwiderte sie.
 
Das Komma folgt nach den Anführungszeichen und vor fragte/sagte/antwortete etc.! Aber Punkt, Ausrufezeichen und Fragezeichen stehen innerhalb der Anführungszeichen.
Wenn ein „sagte er/sie“ folgt, muss ein Komma nach den Anführungszeichen stehen. Das gilt auch, wenn ein Ausrufezeichen oder Fragezeichen im Dialog vorkommen. Aber Achtung: Einen Punkt am Ende der gesprochenen Worte setzt man nur, wenn fragte/sagte/antwortete etc. nicht folgt.

Prüfe, ob der Sprecher der Dialogzeile klar erkenntlich ist. Wenn nicht, erwähne ihn namentlich.
„Hallo“, sagte Matthias.
Oder noch besser:
„Hallo.“ Matthias hob zur Begrüßung die Hand. Dazu aber mehr unter Punkt 10 „Bühnenaktion“

5.    Dialoge schreiben mit sagte, fragte, antwortete, erwiderte
Damit kommen wir zu einem der häufigsten Probleme, die ich kenne:
Die Schule hatte ich ja schon erwähnt. Was man dort lernt, ist leider nicht immer sinnvoll fürs Romanschreiben. So auch die Übung, möglichst unterschiedliche „Inquitformen“ zu verwenden. Gemeinst ist, dass man viele Varianten von sagte und fragte verwendet, wie flüsterte, schrie, plapperte, zischte usw.

Das ist aber totaler Quatsch für den Roman!

In einem Roman geht es nicht darum, zu zeigen, wie gut man sich ausdrücken kann. Es geht nur darum, den Leser zu begeistern und mitzuziehen. Und das bedeutet, dass er in den meisten Fällen nicht wissen muss, wie etwas gesagt wurde, sondern was!
Das Tolle an sagte, fragte, antwortete, erwiderte ist: Man überliest es und konzentriert sich weiter voll auf das, was gesagt wurde. Natürlich gibt es seltene Fälle, in denen es Sinn macht, den Fokus auf das Wie zu legen. Zum Beispiel, wenn jemand aufschreit, obwohl er leise sein sollte, oder überraschend piepsig redet, obwohl da er ein Muskelprotz ist.
Falls du es nicht glaubst, dann zähle mal in beliebten Romanen nach, wie oft da auf zwei, drei Seiten „sagte“ steht. Wenn es dir trotzdem missfällt so oft „sagte“ zu schreiben, dann warte Punkt 10 ab. :-)

Und noch ein Tipp am Rande: Man kann nicht etwas lächeln oder lachen, das sind keine Verben des Sagens.
Falsch: „Das ist aber lieb“, lächelte sie.
Richtig: „Das ist aber lieb.“ Sie lächelte.

6.     Subtext für gute Dialoge
Subtext ist das, was zwischen den Zeilen steht. Also das, was gemeint ist, aber nicht ausgesprochen wird. Ein tolles Mittel zum Manipulieren von Figuren, aber auch, um Missverständnisse und Komplikationen hervorzurufen.
Klassiker sind so etwas wie:
„Findest du nicht auch, es zieht hier?“
Formal gesehen ist die Aussage: Ich finde, es zieht. Und die Frage: Du auch?
Der Subtext könnte aber sein: Mach doch bitte mal das Fenster zu.
Anderes Beispiel:
„Ich gehe jetzt spazieren.“ Klare Aussage.
Der Subtext könnte sein: „Deine letzte Chance mitzukommen! Los, entscheid dich um und komm doch mit!
Wunderbar zu beobachten sind auch Subtexte bei Verhören in Krimis. Beim Klassiker wird der Subtext vom Verhörten auch mal ausgesprochen:
„Wo waren Sie am Freitag um 13.00 Uhr?“
„Wie, bin ich jetzt ein Verdächtiger? Verdächtigen Sie mich etwa?“
In Liebesromanen kann ein Dialog mit Subtext schön zu Komplikationen führen, weil das was mittels Subtext gesagt wurde, beim Empfänger leider nicht ankam.
Subtext bereichert Dialoge ungemein, macht sie spannend und würzig.

Übung: Versuche dir in Romanen und auch gern Filmen mal bewusst zu machen, was die Aussage in einem Dialog ist und was eigentlich gemeint war.
Kontrolliere auch gern schon von dir geschriebenen Dialog mal daraufhin, ob du Subtext verwendest.

7.    Drama, Baby! Gute Dialoge haben ein Ziel und Konflikt
„Guten Morgen.“
„Morgen.“
„Magst du ein Ei?“
„Heut lieber nicht. Danke.“

Hm. Nicht so wirklich spannend. Es passiert nichts, ist alltägliches Geplänkel und ja, lass es einfach weg! Du musst nicht jede Kleinigkeit aus dem Leben deiner Figuren erzählen. Das ermüdet nur!
Wenn es wichtig ist, kannst du es zusammenfassen: Am Morgen begrüßte er sie und bot ihr an, ein Frühstücksei zu kochen.
Hm. Lass es lieber weg! ;-)
Oder pepp es auf. Baue einen Konflikt ein. Baue immer einen Konflikt ein! Ich übertreibe:
„Guten Morgen.“ Sein Grinsen hing kalt in seinem Gesicht.
„Morgen.“ Sie hätte aus dem Badezimmerfenster klettern sollen. Warum nur war sie hier heruntergekommen? Aber sie wusste die Antwort auch schon. Sie konnte noch immer nicht glauben, dass gestern passiert war, was passiert war.
„Magst du ein Ei?“
Sie hielt die Luft an. „Heut lieber nicht. Danke“, flüsterte sie leise. Er wusste, dass sie hochgradig allergisch auf Hühnereiweiß reagierte. Nun war sie sich sicher; sie wäre besser aus dem Badezimmerfenster gelohen.

Ach ja, mit Konflikt meine ich übrigens nicht den dritten Weltkrieg oder eine Morddrohung. Ein Konflikt ist ein Ziel mit Hindernissen. Frage dich also immer, was für ein Ziel hat deine Figur hier und was steht ihr im Wege. Dann findest du auch ganz einfach die Konflikte.

8.    Kein langweiliger Schlagabtausch, sondern Handlung vorantreiben
Damit sind wir auch schon am 8. Punkt, der auch heißen könnte: Streiche jeden überflüssigen Dialog.
Woran erkennst du nun überflüssigen Dialog? Streiche ihn (haha), dann weißt du es! Fehlt nichts, bleibt er gestrichen. Fehlt etwas, dann frage dich trotzdem, ob du den Dialog wirklich brauchst oder ob eine Zusammenfassung nicht besser wäre. Statt eines ellenlangen Schlagabtausches, in der zwei Figuren versuchen, einen Termin zu finden, kannst du auch knapp schreiben: Es dauerte eine geschlagene Stunde, bis Melanie endlich nachgab und einem Termin am Donnerstagnachmittag zustimmte.

Ein Konflikt war sogar vorhanden, aber der Dialog über die Terminsuche hat nicht die Handlung vorangetrieben. Das sollte guter Dialog aber immer! (Ok., manchmal darf Dialog auch nur eine Figur charakterisieren oder unterhalten, wenn er witzig ist.)

Achte darauf, dass deine Dialoge immer mit deiner Geschichte zu tun haben und diese in Schwung hält. Wenn deine Geschichte sich um die Aufklärung eines Mordes dreht, dann sollte sich der Dialog nicht um die Schwimmstunden des sechsjährigen Detektivs drehen. Es sei denn, es ist eine Taktik vom Detektiv und hat damit wieder etwas mit dem Fall zu tun.

Dialoge bringen Abwechslung und Lebendigkeit in einen Text. Vermeide jedoch seitenlangen Schlagabtausch und füge ab und an einen erzählerischen Text ein.

9.    Kein Infomüll in den Dialog packen!
Nutze bitte niemals unüberlegt Dialoge dafür, Informationen an den Leser zu vermitteln. In den allermeisten Fällen wirkt das total unnatürlich und der Leser spürt die Absicht vom Autor. Damit ist aber der ganze Lesegenuss im Eimer.
Das liest sich dann etwa wie eine amerikanische Werbeverkaufssendung:
„Oh schau mal Wiebke. Wenn ich hier an dem Hebel ziehe, dann bewegt sich da oben ein Rad.“
„Wow Richard, das ist ja spannend!“
„Wiebke, da, da! Jetzt löst sich der Riemen!“
„Nein!“
„Doch!“ (Ok., ich übertreibe wieder ;-))

Wenn der Leser für den Verlauf der Geschichte unbedingt wissen muss, wie die Maschine funktioniert, verpacke das Thema entweder in einen Konflikt oder fasse es zusammen.
Einen Konflikt könntest du erzeugen, wenn du Richard versuchen lässt, seinem Chef die Maschine zu erklären, weil sein Job davon abhängt. Er hat sie verbessern können, was sein Chef aber noch gar nicht verstanden hat. Sein Chef denkt dagegen, dass Richard schuld an der zu langsamen Produktion sei.
Eine Zusammenfassung könnte so lauten: Richard betätigte den Hebel wie jeden Morgen. Die Maschine ratterte los, das Zahnrad löste den Riemen und startete die Produktion. Richard kannte jeden Mechanismus im Inneren des Kastens auswendig. ...

10.    Die Bühnenaktion für den perfekten Dialog
Etwas verknappt: Wenn du ein Drehbuch schreibst, schreibst du fast nur Dialog. Der Zuschauer wird aber viel mehr sehen, nämlich auch die Bühnenausstattung und vor allem die Handlung des Schauspielers – das nenne ich die „Bühnenaktion“. Das sind alles Dinge, die du als Romanautor in deine Geschichte schreiben muss, damit das „Kopfkino“ beim Leser startet. Vielleicht erscheint dir das jetzt als aufwändig, aber genau darin liegt ja auch ein Reiz vom Romanschreiben, oder? Außerdem kannst du es auch noch für die Königsdisziplin beim Dialogschreiben nutzen:

Schreibe nicht, wer etwas sagt (sagte er), sondern zeige, was derjenige macht!
So sparst du dir das ewige „sagte“ und zeigst dem Leser gleich, was wo passiert. Automatisch weiß der Leser auch, wer gerade gesprochen hat. Tatata! Die perfekte Lösung!

Ein Beispiel gefällig?
Sabine durchwühlte ihre Handtasche nach dem Autoschlüssel. „Wo ist das Miststück?“
„Jetzt bleib mal locker!“ Anton lehnte sich an das Auto und fing an, sich eine Zigarette zu drehen.

Das waren die 10 wichtigsten Tipps, um gute Dialoge zu schreiben.

Wenn du magst, kommt hier noch eine Übung: Untersuche den Dialog in deinen Lieblingsbüchern. Wie haben die Autoren es dort gelöst? Gefällt dir das? Wenn ja, warum? Finde gern auch einen Roman, in dem dir der Dialog nicht gefallen hat. Woran lag es?
Du kannst dir auch Filme anschauen und den Dialog darin untersuchen. Was wird gesagt, was ist wirklich gemeint? Wie sieht also der Subtext aus? Und was wird nicht gesagt, sondern durch die Schauspieler dargestellt (was müsstest du also zum Dialog noch schreiben)?

Einer meiner Lieblingsfilme ist übrigens „Von Löwen und Lämmern“. Sowohl inhaltlich schätze ich den Film sehr, aber besonders in Bezug auf Dialog bin ich fasziniert. Es gibt drei Erzählstränge und nur einer beinhaltet filmtypische „Action“. Die beiden anderen finden zu 90% in jeweils einem Raum statt. Einmal sitzen sich ein Professor und ein Student in einem Minibüro gegenüber, das andere Mal eine Journalistin und ein Senator in dessen Büro. Und dann wird geredet! Und geredet! Und geredet! Und ich bin jedes Mal gefesselt! Fasziniert! Gefangen!
Definitiv sehenswert!

Viel Erfolg mit deinen Dialogen! Hast du Fragen? Zu welchem Schreibtyp gehörst du? Fällt es dir leicht, mit dem Dialog zu starten, schreibst du vielleicht sogar zu viel? Oder brauchst du etwas Anlauf?
Helfen dir die Tipps hier im Artikel? Schreib mir hier einen Kommentar!

6. Navigator

Der Navigator ist die Inhaltsangabe deiner Geschichte, die neben deinem Text angezeigt wird. So hast du immer den Überblick, wo du dich in deiner Geschichte befindest. Du kannst hier Ereignisse, Szenen und Kapitel anlegen, verschieben und löschen.

Jede Veränderung im Navigator wirkt sich sofort auf deinen Text aus. Beispiel: Verschiebst du eine Szene, dann wird diese komplette Szene (mit allen geschriebenen Wörtern) in deinem Text automatisch an exakt die gewünschte Stelle verschoben. Ja, genau! Kein umständliches markieren mehr! Einfach die Struktur mit einem Klick verändern! Herrlich!

Der Navigator ist auch mit der Figurendatenbank gekoppelt und zeigt dir an, wo sich in den einzelnen Szenen und Kapiteln dein Figurenpersonal aufhält.

Durch einen Klick auf das entsprechende Symbol kannst du den Navigator ausschalten und dich voll und ganz auf das Schreiben konzentrieren. Genauso schnell ist er auch wieder aufrufbar, wenn du Angaben überprüfen möchtest.

Hier kannst du auch den Status für deine einzelnen Szenen oder Kapitel festhalten. Eine Szene ist fertig, eine andere muss überarbeitet werden und bei wieder einer überlegst du, ob du sie ganz löschen sollst. Du kannst jedem Element im Navigator ein Symbol hinzufügen (dazu außerdem auch noch eine Farbe und den Textstil z.B. in fett ändern). Auch so siehst du auf einen Blick, wo du was noch bearbeiten willst.

7. Organizer

Der Organizer ist ein bisschen wie der große Bruder vom Navigator. Er zeigt dir alle relevanten Eckdaten deiner Geschichte auf einen Blick: Handlungsstränge, Figuren, Zeiten, Internetrecherchen, Informationen, Szenen, Kapitel und vieles mehr. Alles, was du zuvor angelegt und geschrieben hast, wird hier zu einer perfekten Übersicht vereinigt.

Der Organizer beinhaltet auch eine Textstatistik. Eine gute Möglichkeit, deine Textmenge in den einzelnen Szenen/Kapiteln zu überprüfen. Hier kannst du perfekt deine Geschichte planen und umbauen.

Der Organizer ist als komplette Übersicht so konzipiert, dass du die Kontrolle über dein Mammut-Projekt behältst. Er ist dein roter Faden. Ich liebe den Organizer!

Geschenk für dich

Ich habe dir auch noch etwas mitgebracht: Meine persönliche Roman-Plan-Vorlage – die aber natürlich nur zusammen mit der Software Papyrus Autor funktioniert. Dazu gibt es auch noch ein Erklärvideo, in dem ich dir zeige, wie ich diese Vorlage verwende. Die Vorlage arbeitet mit dem Navigator und dem Organizer. Darin sind Szenen und Heldenreise-Stationen bereits angelegt, so dass du deinen Romanaufbau direkt hineinarbeiten kannst.

Beides kannst du dir hier kostenlos herunterladen.

Papyrus Autor

Hol dir kostenlos die Papyrus-Vorlage für deinen Roman!

Hier gibt es als Geschenk für dich die Roman-Plan-Vorlage und das Anleitungs-Video dazu. Das gibt es sonst nur im Kurs!

Mit Eintrag deiner E-Mail-Adresse hier erlaubst du mir, deine personenbezogenen Daten zu erheben, zu speichern und zu nutzen und dir in unregelmäßigen Abständen Schreibtipps, Infos und Werbung für meine Kurse zu schicken. Selbstverständlich gehe ich mit deinen Daten vertrauensvoll um und du kannst jederzeit diese Erlaubnis widerrufen! Hinweise zu der von der Einwilligung mitumfassten Erfolgsmessung, dem Einsatz des Versanddienstleisters Active Campaign, Protokollierung der Anmeldung und deinen Widerrufsrechten erhältst du in unserer Datenschutzerklärung. Herzlich, Jurenka

8. Texte sichern

Du arbeitest an deinem Text und formulierst einige Passagen um. Nach einer Weile stellst du aber fest, dass dir der vorherige Text doch besser gefallen hat. Leider wurde schon alles automatisch gesichert und überschrieben. Was nun? Papyrus Autor bietet ein umfangreiches Angebot von Back-up-Versionen an. Auf diese zeitlich gestaffelten Sicherheitskopien (mit Datum-und Zeitangabe) kannst du jederzeit zurückgreifen. Ganz ohne Probleme und ohne große Panikattacken! Zu Beginn deines Projekts legst du deine individuellen Back-up-Versionen fest. Ganz so, wie du es brauchst.

closeup of a pencil eraser correcting a mistake

9. Stilanalyse und Duden Korrektor

Mit dem Duden Korrektor hat Papyrus Autor die beste Rechtschreib- und Grammatikkorrektur für die deutsche Sprache integriert.

Und nun kommt der absolute Hammer: die Stilanalyse. In Zusammenarbeit mit dem Bestseller-Autor Andreas Eschbach hat Papyrus Autor eine einzigartige Stilanalyse entwickelt. Mithilfe dieser Stilanalyse wird es dir leichter fallen, an deinen Formulierungen zu arbeiten und ihnen den letzten Schliff zu geben! Eventuelle Stilschwächen werden dir angezeigt. Nun ist es an dir, abzuwägen, ob du die markierten Sätze ändern möchtest. Die Stilanalyse ist kein MUSS, sondern soll dich nur auf potenzielle Stilschwäche hinweisen. Was könnte deinen Text eventuell besser machen?

Vor mehr als zehn Jahren saß ich wirklich noch mit Textmarkern über meinen Texten und habe händisch viele Seiten lang zum Beispiel Adjektive und Adverbien oder Füllworte markiert. So habe ich mein Schreiben analysiert und meine Texte entschieden verbessern können. Mit Papyrus Autor reicht ein Klick und ich bekomme genau das markiert, was mich gerade interessiert! Dann entscheide ich, was bleiben darf und was gestrichen oder umformuliert werden muss.

Auch Doppelungen werden im Rahmen der Stilanalyse angezeigt. Der umfangreiche Thesaurus, der gleich zwei Synonym-Wörterbücher beinhaltet, hilft dir schnell, eine Formulierungsalternative für deine Dopplungen zu finden.

Und allein nur hierfür lohnt sich Papyrus Autor!

10. Zielvorgabe

Du hast einen festen Abgabetermin für dein Projekt? Oder du willst täglich eine bestimmte Anzahl von Wörtern, Sätzen oder Seiten schreiben? Mit der Zielvorgabe, die du individuell eingeben und aktivieren kannst, kontrollierst du den Stand deines Projektes. Vorgeben kannst du den Abgabetermin, die Anzahl der Seiten, Wörter, Anschläge oder Zeilen. Beim Öffnen deines Projekts erhältst du eine Erinnerung, in der angezeigt wird, wie weit du bist. Während des Schreibens wird dir dein Fortschritt farblich angezeigt.

Für manche Autoren ist die Zielvorgabe eine Spielerei, für mich ist sie eine richtig sinnvolle Unterstützung, um mein Ziel im Auge zu behalten. Es kann dein persönlicher Erfolgsmelder und Motivator sein.

11. Normseiten

Normseiten sind die „Währung“ im Literaturbetrieb. Sobald du mit einem Coach, Lektor oder Verleger zusammenarbeiten willst, ist es sinnvoll, deine Texte in Normseiten abzuliefern. Das macht die Texte einschätzbar und zeugt von Professionalität. (Hier erfährst du mehr zur Normseite)

Die Umwandlung deines Textes in Normseiten kann mit anderen Textverarbeitungsprogrammen echt mühsam sein. So oft sind dann doch nicht 30 Zeilen da, sondern nur 29 und wo stellt man das jetzt nochmal anders ein? Bei Papyrus Autor ist das mit einem Klick abgeschlossen. Endlich kein kompliziertes Umformatieren mehr!

Du brauchst dich also auch nicht zu Beginn deines Projekts auf ein Format festlegen. Schreibe deinen Text, so wie es dir optisch gefällt (Schrift, Größe etc.). Ein Klick und du siehst sofort, wie viele Normseiten dein Text lang ist und kannst ihn fertig formatiert abschicken.

12. Dateiformate und Export

Wenn wir schon beim Thema Abschicken sind ... Papyrus Autor arbeitet mit einem eigenen Dateiformat, das sich .pap nennt. Der Vorteil daran ist, dass es sehr klein ist und extrem absturzsicher, auch bei sehr, sehr langen Texten. Aber nicht viele Coaches, Lektoren, Agenten und Verleger arbeiten damit. Also musst du deinen Text umformatieren, um ihn weiterreichen zu können. Aber auch das geht ganz leicht.

Jede Papyrus Datei kannst du in ein Open-Office-, MS Word-Format, in eine PDF oder in die gängigen E-Book-Formate (mobi und epub) verwandeln. Die Firmeninhaber kooperieren mit allen größeren Dienstleistern auf dem Markt, damit du dein Projekt problemlos als E-Book oder PDF weiterleiten kannst.

Klasse ist auch, dass du vorm Umwandeln einige Einstellungen treffen kannst, damit nur das später angezeigt wird, was jemand anderes auch sehen soll. Hast du Kommentare, Notizzettel oder Geistertext (Text, den du ausgeblendet hast, statt ihn zu löschen, weil du ihn vielleicht später nochmal brauchst) in deinem Projekt, kannst du entscheiden, dass diese Elemente nicht exportiert werden sollen. In deiner Ursprungsdatei bleibt alles so, wie du es brauchst, aber Externe sehen nur den ausgehfeinen Text.

13. Arbeite immer und überall

Bist du viel unterwegs? Oder schreibst du lieber von Zuhause? Egal, ob du im Zug sitzt, im Urlaub bist oder auf dem Sofa. Du kannst jederzeit und überall auf dein Recherchematerial, deine Ideensammlung oder deine Texte zugreifen, ohne ordnerweise Papier mit dir herumzutragen. Papyrus Autor ermöglicht es dir, dein Projekt zusätzlich in einer Cloud abzuspeichern. So ist es dir möglich, von verschiedenen Geräten, egal ob Laptop, iMac oder Computer, an deiner neusten Version zu arbeiten.

Die Autoren-Software ist aber auch so klein, dass du sie bequem auf einen USB-Stick speichern und auf verschiedenen Computern nutzen kannst.

Und noch Vieles mehr ...

Die Klemmbretter und Symbolleisten sind individuell anpassbar. Als Beispiel: Verziere dein Klemmbrett mit einem motivierenden Bild oder Spruch. Und schon hast du einen persönlichen Arbeitsplatz, der dich zum Schreiben einlädt, auch wenn es mal nicht so läuft.

Meine Symbolleisten sind je nach Arbeitsschritt eingerichtet und abgespeichert. Fürs Planen und Recherchieren benötige ich andere Icons als für das Schreiben und Überarbeiten. Glücklicherweise können mehrere Symbolleisten abgespeichert werden. Kein nerviges Zusammensuchen der Icons. Alles hat seinen festen Platz.

Du kannst auch verschiedene Arbeitsmodi definieren. Möchtest du ganz ablenkungsfrei schreiben, wählst du den Vollbildschirm-Modus. Und auch hier kannst du ganz viel individualisieren und speichern.

Es gibt auch eine Dialog-Funktion, die alles in deinem Text ausblendet außer den Dialogen. Eine super Möglichkeit, deine Dialoge zu überprüfen. Oder die Lesbarkeitsanalyse, die dir farblich eine Analyse deiner Absätze bietet – für Belletristik, Sachbuch oder Fachbuch.

Natürlich kannst du wie in jedem üblichen Textverarbeitungsprogramm Grafiken einfügen, die Änderungsnachverfolgung einstellen, Kommentare anlegen, eine mehrseitige Ansicht wählen, Seitenzahlen einfügen usw.

Ach, es gibt noch so viele unzählige Nutzungsmöglichkeiten, die hier alle aufzuzählen, sprengt einfach den Rahmen. Aber vielleicht habe ich bei dir die Neugierde geweckt und du möchtest für dich Papyrus Autor entdecken und ausprobieren. Dafür kannst du dir eine kostenlose Demo-Version unterhttps://www.papyrus.de/ herunterladen.

Für alle, die Papyrus Autor im vollem Umfang nutzen und sich die Einarbeitung in die komplexe Software vereinfachen möchten, biete ich einen Videokurs an. In diesem Kurs lernst du den Umgang mit Papyrus Autor Schritt für Schritt in deinem Tempo bequem an deinem Schreibtisch oder auf dem Sofa.

Und wer weiß, vielleicht kommst du ja auch zu dem Entschluss, dass Papyrus Autor dein technischer Schreibbuddy ist, den du nicht mehr missen möchtest.

Tipp zum Schluss

Ich benutze übrigens nur noch Papyrus Autor! Ja, wirklich: kein anderes Textverarbeitungsprogramm! Wenn du dir die Autorensoftware holst, dann wähle dieses doch am besten auch als dein Standard-Textverarbeitungsprogramm. Dann werden zukünftig alle deine Dateien mit dieser Schreibsoftware geöffnet (statt mit deinem bisherigen). Dadurch arbeitest du viel intensiver mit der Software, lernst viel schneller alle Funktionen und kannst dein Schreibprojekt und alle anderen Texte noch besser schreiben.

Ich wünsche dir viel Erfolg mit deinem Schreibprojekt!

Herzlich,
Jurenka

Papyrus Autor

Hol dir kostenlos die Papyrus-Vorlage für deinen Roman!

Hier gibt es als Geschenk für dich die Roman-Plan-Vorlage und das Anleitungs-Video dazu. Das gibt es sonst nur im Kurs!

Mit Eintrag deiner E-Mail-Adresse hier erlaubst du mir, deine personenbezogenen Daten zu erheben, zu speichern und zu nutzen und dir in unregelmäßigen Abständen Schreibtipps, Infos und Werbung für meine Kurse zu schicken. Selbstverständlich gehe ich mit deinen Daten vertrauensvoll um und du kannst jederzeit diese Erlaubnis widerrufen! Hinweise zu der von der Einwilligung mitumfassten Erfolgsmessung, dem Einsatz des Versanddienstleisters Active Campaign, Protokollierung der Anmeldung und deinen Widerrufsrechten erhältst du in unserer Datenschutzerklärung. Herzlich, Jurenka

Jurenkas Tipp

Tipps und Links

Tipps und Links

Weise schreiben: Tipps zur Schreibweise

„Was immer du schreibst –
Schreibe kurz, und sie werden es lesen,
schreibe klar, und sie werden es verstehen,
schreibe bildhaft, und sie werden es im Gedächtnis behalten."

Joseph Pulitzer (1847 – 1911)

Schreibe den ersten Satz so, dass man auch den zweiten lesen will ...

Hier findest du meine persönliche Auswahl an Schreibratgebern, die ich empfehlen kann.

Für Einsteiger - die Basis:

  • Wort für Wort - oder Die Kunst, ein gutes Buch zu schreiben; Elizabeth George; Goldmann
    Eine erfolgreiche Autorin berichtet offen über ihre Arbeitsweise. Sie beschreibt den Weg, den ihre Geschichten von der Idee bis zum fertigen Manuskript gehen, und zeigt ihre persönliche Werkzeugkiste.
    Liest sich flüssig.
  • Über das Schreiben; Sol Stein; Zweitausendeins
    Dieses Buch ist ein Klassiker unter den Ratgebern zum Kreativen Schreiben und es ist bis heute aktuell.
    Es enthält die Basis des Handwerkszeugs; gut aufgearbeitet; mit anschaulichen Beispielen.
  • Literarisches Schreiben: Starke Charaktere - Originelle Ideen - Überzeugende Handlung; Lajos Egri; Autorenhaus Verlag
    Ebenfalls ein gutes Buch und ein Klassiker, wenn es um das Handwerkszeug des Kreativen Schreibens geht.

Für Fortgeschrittene:

  • Über die Aufzucht und Pflege eines Romans; Sol Stein; Zweitausendeins
    Es liest sich gut, hat einige neue Ideen, aber wiederholt auch viele Elemente aus dem Buch „Über das Schreiben". Eine nette Ergänzung.
    Leider momentan nur gebraucht erhältlich.
  • Dramatisches Schreiben. Theater - Film - Roman; Lajos Egri; Autorenhaus Verlag
    Keine direkte Fortsetzung des ersten Bandes, sondern eine Spezialisierung auf dramaturgische Themen.
  • Vier Seiten für ein Halleluja: Schreibratgeber; Hans-Peter Röntgen; Sieben Verlag
    Wunderbar, um zu lernen, seinen Text mit den Augen eines Lektors zu lesen. Wer seine Texte an den Mann (Agent oder Verlag) bringen will, dem sei dieses Buch für die Überarbeitung seines eigenen Textes empfohlen. Anhand vieler Beispiele übt man das Erkennen von Textschwächen.
  • The Key - Die Kraft des Mythos; Jamens N Frey, Emons
    Ein sehr gut lesbares Buch über das Thema "Heldenreise". Super Einstieg. Die Heldenreise ist ein großartiges Handwerkszeug, um spannende und bewegende Geschichten zu entwickeln.
    Leider momentan nur gebraucht erhältlich.
  • Die Odysee des Drehbuchschreibers; Christopher Vogler; Zweitausendeins
     Eigentlich für Drehbücher geschrieben, aber mindestens genauso hilfreich für Romanautoren. Hier geht es vor allem um Dramaturgie und die Heldenreise. Sehr lesenswert.
    Auch momentan nur gebraucht erhältlich.

Spezielle Themen:

Studiengänge zum Kreativen Schreiben

Weitere Schreibschulen und Dozenten

Zeitschriften und Newsletter

Informative Seiten und Verbände zum Thema Schreiben

  • Autorenwelt- viele Informationen rund um den Literaturbetrieb, vom Uschtrin-Verlag
  • Montségur-Forum - hier kann man viele Infos bekommen und auch Fragen an Profis stellen
  • Autorenforum - Es nennt sich das Wissensportal für Autoren
  • Literaturcafé - ebenfalls viele Informationen und Diskussionen um den Literaturbetrieb
  • Schreibwerkstatt - ein schönes Forum für Schreibende
  • Die Selfpublisherbibel - sehr viele und wichtige Informationen - nicht nur für Selfpublisher!
  • Der Selfpublisher Verband - Für Selfpublisher durchaus zu empfehlen (ich bin auch Mitglied)
  • Es gibt noch weitere empfehlenswerte Verbände und Gruppierungen wie der VS, DeLia (Liebesromane), die mörderischen Schwestern (Krimiautorinnen), das Syndikat (auch für Krimi) oder BVjA. Oft bieten diese gegen eine meist geringe Jahresgebühr Vergünstigungen für Kurse und viele gute Kontakte. Hier lohnt es sich auch noch zu googeln (auch genremäßig findet man sepezielle Verbände), bei den Buchmessen die Augen offen zu halten und andere Autoren zu fragen.

Hilfreiche Dinge rund ums Schreiben:

  • Papyrus AutorDie Software für Vielschreiber. Sie hat ganz wunderbare Funktionen und ist ein vollständiges Textverarbeitungsprogramm. Die Besonderheiten sind u.a. der integrierte Dudenkorrektor, die Stilanalyse, der Navigator, der für eine gute Übersicht sorgt, aber auch das Planen ganzer Büchern erlaubt.
  • Empfehlen kann ich ebenfalls noch CreateSpace, eine Tochterfirma von Amazon. CreateSpace bietet ein PrintOnDemand-Verfahren für Bücher an. D.h. man kann sein Buch dort einstellen und immer dann, wenn jemand das Buch kauft, wird es gedruckt und verschickt. Dabei verdient man dann noch einige Prozente, bekommt aber gleichzeitig den ganzen Versand und die Abrechnung von Amazon erledigt. Man braucht sich um nichts mehr zu kümmern! Es ist auch die momentan einzige sinnvolle Lösung, um als kleiner Händler über Amazon abgefertigt zu werden (es gibt schon noch eine andere Möglichkeit, aber dann muss der Käufer immer mindestens drei Euro Versand zahlen; mit CreateSpace verschickt Amazon das Buch umsonst für den Käufer). Ihr könnt es euch ja mal anschauen: www.createspace.com
  • Der NaNoWriMo (National Novel Writing Month) startet wieder. Im November gibt es wieder den Schreibwahnsinn: 50.000 Wörter in 30 Tagen. Es gibt keine Peitschenhiebe, wenn man es nicht schafft. Aber es gibt eine gehörige Portion Motivation, sich hinzusetzen und endlich loszuschreiben! Er ist für alle offen

Außerdem: Mein Buch

Als Taschenbuch kann es gern über mich bestellt werden: mail@schreibfluss.com

Ich empfehle nur Seiten und Dinge, von denen ich auch überzeugt bin. Die Links nutze ich auch selbst. Die Listen erheben keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Ich habe die Links persönlich überprüft. Aber da man sie nicht laufend erneut kontrollieren kann, möchte ich aus rechtlichen Gründen ergänzen, dass ich mir die fremden Inhalte nicht zu eigen mache und mich hiermit von evtl. rechtswidrigen Inhalten distanziere.

 

Teile gern den Beitrag, das würde mich sehr freuen!

Kann man lernen, einen Roman zu schreiben

Einen Roman schreiben lernen? Auch du kannst das!

Roman schreiben lernen: nicht einfach, aber absolut möglich!

Kann man lernen, ein Autor zu werden, kann man einen Roman schreiben lernen? Ich habe es gelernt und du kannst es auch!

Warum nur glauben so viele, dass man Romane "einfach so" schreiben können muss? Es ist wohl der Geniemythos, vermutlich rührt er von Goethe her. Dabei hat ausgerechnet Goethe sehr handwerklich gearbeitet, was sein Briefwechsel mit Schiller zeigt.

In der Schule hat man dir beigebracht, Buchstaben aufs Papier zu setzen, sodass sie einen Sinn ergeben. 

In der Schule lernen wir gerade so viel, dass wir für Oma und Opa zu Weihnachten eine schöne Geschichte schreiben können oder wenn es ums Malen ginge, könnte man ein "hübsches" Bild erschaffen. Aber zu Künstlern macht uns die Schule nicht. Zwar gibt es „Lehrlinge", die sich selbst noch feinere Techniken beibringen, und die Begabten unter ihnen finden vielleicht auch ohne Ausbildung Anerkennung für ihre Geschichten – aber für die meisten ist das ist ein harter, steiniger Weg. Beim Roman schreiben Lernen ist das ebenfalls so.

Von klein auf an habe ich gern geschrieben, aber ich war bei weitem nicht die Begabteste verglichen mit anderen Schülern oder Studenten. Ich habe es trotzdem geschafft, wie ich finde recht zufriedenstellend.

Goethe und der Geniemythos beim Roman schreiben lernen

Goethe

Wie man einen Roman schreibt, habe ich in meinem Studium des Kreativen Schreibens gelernt (hier kannst du mehr über mein Studium erfahren). Und wenn ich das geschafft habe, dann schaffst du das auch. Was einzig und allein zählt, ist deine Motivation.

Seit 2009 unterrichte ich nun selbst, wie man veröffentlichungsreife Romane schreibt und durfte mehr als 200 Schreibende und ihre Projekte begleiten. Ich weiß, es funktioniert! Auch du kannst lernen, wie man einen Roman schreibt!

Romane schreiben lernen wie in einer Kunsthochschule

Ich vergleiche das kreative Schreiben gern mit der Bildenden Kunst:

Von einem anderen Blickwinkel betrachtet: Warum sollte das Roman schreiben eigentlich auch nicht erlernbar sein? Es ist ein Kunsthandwerk wie es viele andere gibt. Zum Glück gibt es Kunsthochschulen, an denen man zum Beispiel die Techniken der Malerei erlernen kann: Der Schüler studiert und imitiert dort Stilrichtungen, lernt die Theorie zu Perspektive, Farblehre und Pinselführung. Indem er übt, bildet er sich dort zum Meister seines Faches aus. Er lernt sein Handwerk. Darauf aufbauend entwickelt er seinen eigenen Stil und kann als professioneller Künstler leben und arbeiten.

Autor werden, schreiben lernen - Künstler werden wie an einer Kunsthochschule

Genau wie die Bildende Kunst lässt sich auch das Handwerk für das Romanen Schreiben erlernen!

Leider gibt es nur wenige Möglichkeiten in Deutschland, das Kreative Schreiben zu studieren. Wer sich darin ausbilden lassen möchte, muss suchen, bis er einen entsprechenden Studiengang, einen passenden Kurs in einer Autorenschule und/oder einen guten Schreibcoach gefunden hat. Unter anderem kann in Leipzig, Hildesheim, Stuttgart, bei Ulm und Berlin Literarisches oder Kreatives Schreiben studiert werden (mehr dazu unter Links). Aber solche Studiengänge kommen längst nicht für jeden in Frage.

Romane zu schreiben, ist eine Kunst – und um diese Kunst zu erlernen, gibt es meine Autorenschule „Schreibfluss“ mit online Schreibkursen und der Ausbildung zum Romanautor.


Bauchschreiber versus Kopfschreiber

Egal ob Kopf- oder Bauchschreiber - Romane schreiben lernen geht

Bauchschreiber schreiben ihren Roman drauflos, Kopfschreiber planen vorher.

Wir starten alle mehr oder weniger als Bauchschreiber. Warum? Weil uns keiner gezeigt hat, wie es auch anders gehen könnte. Hier in Deutschland sind viele Menschen sogar der Meinung, man könnte das Romanschreiben gar nicht lernen! Weit gefehlt!

Es führen viele Wege zu einem fertigen Roman, aber das Handwerkszeug ist für jeden Weg unabdingbar. Die Frage ist nur, wie man es einsetzt. Das, was der Planer sich vorm Schreiben erarbeitet, wird der Bauchschreiber nach dem Schreiben kontrollieren und überarbeiten müssen.

Warum das Schreiben leichter ist, wenn man den Roman vorher plant

Ich persönlich bin ein Kopfschreiber und auch die professionellen Autoren, die ich kenne, sind fast alle Kopfschreiber. Es liegt ein großer Vorteil darin, zuerst seinen Roman zu planen und dann zu schreiben: Du „verläufst“ dich nicht so leicht, schreibst weniger für den „Textfriedhof“ und kannst schneller schreiben, weil du deinen Weg kennst! Die Kreativität kommt dabei auch nicht zu kurz, sie ist nur in Bahnen gelenkt und wird meist dadurch sogar beflügelt.

Aber entscheidend ist, welche Art des Schreibens dir mehr Freude bereitet. Denn ein Roman ist ein großes Projekt und braucht Ausdauer. Da hilft vor allem Spaß an der Sache.

Vielleicht bleibst du auch ein Bauchschreiber, nachdem du das Handwerkszeug gelernt hast. Einfach weil du gerne erst beim Schreiben entdeckst, wohin deine Geschichte dich führt. Oder du entdeckst das Planen für dich?!

Einen Roman planen - hilft enorm beim Schreiben lernen von Romanen

Natürlich gibt es auch viele Zwischentypen. Der eine plant seine Figuren ganz genau und schreibt dann drauflos, der andere kennt das Ende schon, aber keine weiteren Details. Außerdem kann sich die Arbeitsweise auch während des Schreibens ändern bzw. von Buchprojekt zu Buchprojekt. Wenn du zuerst drauflos geschrieben hast und dann nicht mehr weiterkommst, lohnt es sich, dann das eine oder andere zu planen.

Und welcher Typ bist du? Probiere das Planen vorm Schreiben aus und finde es heraus!
Wenn du noch nicht sicher weißt, welcher Typ du bist, dann plane erst. Das ist sicherlich der effektivste Weg. Außer dir bringt das Schreiben so keinen Spaß. Verwechsle es aber bitte nicht damit, dass dir einfach noch das Wissen um das Handwerkszeug fehlt! Dann rennst du nämlich mit jedem Buchprojekt wieder in die gleiche Sackgasse.

Auf geht's: Lerne, wie man einen veröffentlichungsreifen Roman schreibt!

Schreiben lernen geht also - auch du kannst es!

Was hält dich jetzt noch davon ab? Kläre das für dich, dann bist du gut gewappnet, um dein Projekt zum Erfolg zu bringen.

Bei mir kannst du in kleinen Gruppen, sehr gut betreut das Handwerkszeug lernen. In der Regel sind es maximal 6 Teilnehmer pro Kurs. So kann ich auf jeden individuell eingehen. Gleichzeitig ist dies eine gute Größe, um auch von den anderen Teilnehmern lernen zu können. Schau dich gern bei meinen Kursen um, vielleicht findest du ja etwas Passendes.

Aber nicht jeder Lehrer ist der Richtige für einen. Schau dich um, wo und wie du am besten Romane schreiben lernen kannst.

Ich wünsche dir viel Erfolg dabei!

Herzlich,
Jurenka

Teile gern den Beitrag, das würde mich sehr freuen!

Charaktere erstellen - Die wichtigste Zutat für deinen Roman

Charaktere erstellen – Die wichtigste Zutat für deinen Roman

Gibt es ein Erfolgsrezept für Autoren? Ja! 

Faszinierende Charaktere erstellen!

Du hast dich also entschieden, das Projekt „Roman schreiben“ in Angriff zu nehmen. Die Idee steht, die Motivation könnte größer nicht sein – und die leere Seite auf dem Computer blickt dir erwartungsvoll entgegen. Aber jetzt bist du doch unsicher, wie du dieses Buch schreiben sollst – also konkret? Womit anfangen? Drauf los schreiben, plotten oder Charaktere erstellen?

Keine Sorge, es ist völlig normal, am Anfang etwas hilflos zu sein. Schreiben will gelernt sein. Zumindest macht es das Autoren-Leben entschieden einfacher, wenn man weiß, wie man die Idee im Kopf zur fertigen Geschichte auf dem Papier (bzw. dem Computer) bekommt.

So wie man entweder aus dem Bauch heraus oder nach Rezept kochen kann, gibt es auch für das Schreiben eine Zutatenliste und eine Anleitung, an der man sich orientieren kann, um sicher zu gehen, dass das Ergebnis am Ende auch jeden begeistert, dem man es vorsetzt.

Daher werde ich dir auf diesem Blog immer mal wieder die wichtigsten Elemente eines Erfolgsromans etwas näher vorstellen. Hier kannst du meinen absoluten Tipp Nummer 1 lesen: Charaktere erstellen, die lesenswert sind!

Backe einen Traumcharakter

und deine Leser werden deinen Roman verschlingen (na, guten Appetit :-)

Die erste und wichtigste „Zutat“ deines Romans sind die Figuren, denn Sie sind der Schlüssel zu deinen Lesern.

Der Leser erlebt die Geschichte durch die Figur, wenn er sich mit der Hauptfigur identifiziert.

Wählst du eine andere Hauptfigur für deinen Roman, so hast du auch eine andere Geschichte!

Die Figuren sind also die Basis für deinen Roman. Daher widme ihnen besonders viel Aufmerksamkeit! Spannende Charaktere zu erstellen, ist nicht immer leicht, aber es macht Spaß, wenn man weiß, worauf es ankommt.

Gute Figuren entwickeln ist so wichtig! Denn deine Figur ist die Geschichte!

Backe dir deinen Traum-Charakter für deinen Roman
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Beim Charaktere erstellen ist es das Wichtigste, die Motivation der Figur zu kennen

WARUM will deine Figur WAS?

Die Basis für das Charaktere Erstellen

Folgende Dinge musst du über deine Hauptcharaktere im Detail wissen:

  • Die Vergangenheit!

Figuren sind in Romanen nie perfekt, sonst wäre die Geschichte zu langweilig. Ihnen fehlt etwas, um ein glückliches Leben zu führen. Dabei handelt es sich nicht um materielle Dinge, sondern um etwas wie Liebe, Anerkennung, Wahrheit oder Heimat. Dieses fehlende Puzzleteil, dieses innere Bedürfnis (wie ich es nenne), hat seinen Ursprung oft in der Kindheit oder Jugend und ist der Figur meist nicht bewusst. Klischee? Vielleicht. Aber so ist das Leben nun einmal. Suche also nach der Motivation deiner Figur in der Vergangenheit!

Beantworte die Frage ganz klar: Warum will deine Figur was in der Geschichte?

Das ist der Motor der Geschichte!


  • Die Charakterstärken und -schwächen

Gib deinen Figuren unbedingt auch Schwächen, so hat es der Leser viel einfacher, sich mit ihnen zu identifizieren. Er darf sie gern für ihre Stärken bewundern, aber menschliche Schwächen machen sie sympathisch!

 

  • Deine Figur muss sich entwickeln – zerstöre dafür das Selbstbild der Figur

Jeder Mensch hat ein Bild über sich selbst im Kopf – auch deine Figur. Aber was geschieht, wenn man feststellt, dass dieses Selbstbild gar nicht stimmt? Ein Drama! Das ist für jeden schlimm, denn das zwingt einen, sich neu zu orientieren, sich neu zu finden und zu definieren. Das kann verstörend sein und Zeit und Energie benötigen. Benutze diesen Effekt für deine Figur und stürze sie in die Katastrophe: Zerstöre ihr Selbstbild! Schone deine Hauptfigur nicht, auch wenn es für dich als Autor manchmal hart ist! Denn deine Figur braucht ihre Katastrophen, um sich entwickeln zu können und ihr fehlendes Puzzleteil zu finden.

Erstelle deine Charaktere so, dass sie sich wirklich entwickeln können!

  • Du musst NICHT unbedingt das Aussehen deiner Figur bestimmen

Klar, es hilft dir vermutlich, deine Figur vorm geistigen Auge zu sehen. Aber für den Leser ist es nicht zwingend nötig, das Äußerliche deiner Figur zu kennen. Er macht sich selbst ein Bild von der Figur.

Begehe nur nicht den Fehler, dann doch auf Seite 300 deine Figur zu beschreiben.

Das würde ganz sicher deine Leser aufregen, weil es nicht mehr zu dem Bild in seinem Kopf passt.

Natürlich darfst du aber gern auch das Äußere deiner Figur beschreiben, am besten zu Beginn des Buches. Du musst es sogar dann tun, wenn das Äußere die Geschichte bestimmt. Deine Figur hat rote Haare und wird deshalb immer gehänselt? Sie hat leuchtend grüne Augen und alle Menschen fühlen sich von ihr durchschaut? Solche Auffälligkeiten sollten natürlich beschrieben werden.

Achte beim Erstellen von Charakteren darauf, dass sie speziell und etwas Besonderes sind
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Tiefe geben

Warum es so wichtig ist, tiefgehende Charaktere zu erstellen

Wenn die Figuren die Handlung vorantreiben, nennt man das „Characterdriven“. Steht die Handlung im Vordergrund, wird die Geschichte als „Plotdriven“ bezeichnet. Darunter fallen zum Beispiel die meisten Actionfilme und viele Komödien. Man könnte sich vorstellen, was passieren würde, wenn man hier die Figuren mal austauscht. Wie würde zum Beispiel Crocodile Dundee die Welt in einem Indianer Jones Film retten? Vermutlich ändert sich die Geschichte dadurch nur ein wenig. Ein paar andere Sprüche, ein paar andere Werkzeuge, aber die Welt wäre am Ende dennoch ähnlich gerettet.

Aber heutzutage sind fast alle Geschichten „Characterdriven“ und haben Figuren mit Tiefgang.

Hierzu mein Lieblingsbeispiel.

James Bond - Ein Beipsiel für eine gut erstellte Figur

Du kennst ihn sicher: James Bond. Aber ich meine nicht einen der alten, sondern den neuen. 

Der Neue ist nicht mehr der smarte, schicke Typ mit den lustigen Sprüchen, der keine Vergangenheit hat und keine Zukunft, der ein paar Frauen vernascht und nebenbei die Welt rettet. Das hier ist der James Bond aus Skyfall!

Zu Beginn des Films sehen wir ihn desillusioniert, trinkend, sich dem Risiko eines Skorpionbisses aussetzend – völlig sinnlos! James Bond mit Burn-out, das gab es noch nie!

Im weiteren Verlauf sieht man, wo er mal gewohnt hat. In einem Anwesen, nämlich das Anwesen Skyfall. Er hatte Eltern, die früh gestorben sind und kam ins Waisenhaus. Ist ja ein Ding!

Im Waisenhaus hat ihn M gefunden und wurde eine Art Mutterersatz. In einer Szene stirbt sie und James Bond weint!

Die Art des Geschichtenerzählens verändert sich. Immer wieder. Ist auch irgendwie klar, wer will heute schon ein Buch wie „Krieg und Frieden“ lesen (außer natürlich unter der Betrachtung, dass dieses Buch vor sehr langer Zeit geschrieben wurde). Das ist auch der Grund, warum jedes Jahr neue Bücher auf den Markt kommen, obwohl es schon mehr als genug gibt, um ein ganzes Leben lang nur zu lesen.

Bereits in den letzten 20 Jahren hat sich das Erzählen verändert, beeinflusst vom Fernsehen und anderen Dingen. Die Figuren sind fast alle psychologischer geworden! Sie haben eine Vergangenheit, ein Ziel, eine Motivation, eine Zukunft.

Das ist der Grund, warum du dich ebenfalls so sehr um die Psychologie deiner Figur kümmern solltest. Wobei kein Studium dafür nötig ist, sondern nur das Wissen um „Warum will deine Figur was?“.

Die drei wichtigsten Zutaten

Figuren entwickeln, die den Leser nicht mehr loslassen – 

Kenne deine Figuren verdammt gut!

  • Figuren brauchen (heute) eine Vergangenheit
  • Gib deiner Hauptfigur ein wichtiges Ziel
  • Mache sie stark UND schwach

Je besser du den Motor von jedem Charakter in deinem Roman kennst, umso leichter fällt es dir und dem Leser, sich von ihm in die Geschichte ziehen zu lassen.

Charaktere erstellen und genießen

Charaktere erstellen macht Spaß! Du wirst sehen, auf diese Art komplette Menschen mit all ihren Stärken und Schwächen zu erfinden, wird dich und deine Leser begeistern.

Falls du dir diese Tipps zur Figurengestaltung nochmal kompakt für deine Unterlagen herunterladen möchtest, habe ich sie übersichtlich für dich als PDF gestaltet, um es dir einfacher zu machen. Du kannst sie dir als Mini eBook herunterladen.

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Und wie backst du dir deine Romanfiguren? 

Was sind deine Zutaten, verrätst du es uns in einem Kommentar?! Das würde mich sehr freuen!

Herzlich,
Jurenka

Teile gern den Beitrag, das würde mich sehr freuen!

P.S.: Wenn du erfahren möchtest, worauf es ankommt, wenn du als nächstes deine Figuren sprechen lässt, dann schau doch hier vorbei und erfahre 10 Tipps, wie man richtig gute Dialoge schreibt.

Die Heldenreise für deinen Roman - Das perfekte Handlungsgerüst

Die Heldenreise für deinen Roman – das perfekte Handlungsgerüst

Mit der Heldenreise deinen Roman planen

Gibt es eine ideale Struktur für einen Roman? Kann man sie als Vorlage verwenden? Macht sie das Schreiben von Romanen einfacher? Die Antwort: Ja! Die Heldenreise hilft dir unglaublich!

Aber: Leider reicht es nicht, wie bei einem Lückentext ein paar Worte einzufügen. Die Heldenreise ist viel komplexer. Aber absolut lernbar.

Ganz wichtig: Sie ist eng mit der Hauptfigur verknüpft, denn deine Figur „ist“ die Geschichte. Daher setze dich gut mit ihr auseinander. In meinem Artikel über Figuren (den findest du hier) haben wir durchdachte Hauptpersonen entworfen.
Nachdem du dir viele Gedanken über deine Charaktere gemacht hast, das Weshalb und Warum ihrer Psyche, sowie ihrer tiefsten Abgründe und ehrenhaftesten Eigenschaften, geht es jetzt so richtig ans Eingemachte: Die Handlung beginnt:

Und … Action – die Spannung steigt!

Du hast vielleicht schonmal von dem klassischen Aufbau einer Geschichte gehört:

  • 1. Akt – Anfang / Einleitung
  • 2. Akt – Mitte / Hauptteil
  • 3. Akt – Ende / Schluss 

Hilft dir diese Aufteilung wirklich beim Schreiben? Vielleicht ein bisschen. Aber ein Garant für Spannung ist es so leider nicht.

Es geht besser: mit der Heldenreise. Denn die Heldenreise ermöglicht es dir, abwechslungsreiche und packende Geschichten zu schreiben.

So viele Autoren haben schon das totale Aha-Erlebnis gehabt, wenn sie die Heldenreise entdeckt, verstanden und angewendet haben. Sie ist einfach genial! Probier sie unbedingt aus!

1.   Das Geheimrezept für das Handlungsgerüst: die „Heldenreise“

Was genau ist denn jetzt die Heldenreise und warum ist sie so genial?

Der Mythenforscher Joseph Campbell hat Mythen aus allen Zeiten und Teilen der Welt miteinander verglichen. Dabei fand er heraus, dass bestimmte Elemente und Geschehnisse immer wieder vorkommen. Er baute daraus einen abstrakten Geschichtenablauf und nannte dies „Die Reise des Helden“.

Als „Hollywood“ davon erfuhr, müssen Augen geleuchtet haben!
„Ein Geschichtenkonzept, das zeit- und kulturübergreifend ist? Das müssen wir ausprobieren und danach eine Geschichte konzipieren!“ Und was entstand: „Star Wars“. Ein riesiger Erfolg!
Christopher Vogler hat die Heldenreise für Schreibende abgewandelt. Sein Buch „Die Odyssee des Drehbuchschreibers“ ist für alle Schreibenden absolut empfehlenswert – nicht nur für Drehbuchautoren. :-)

Mini-eBook Heldenreise

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Die Heldenreise funktioniert. Vor allem, wenn man sie als ein psychologisches Plotmodell sieht (Plot ist das Handlungsgerüst für eine Geschichte). Denn sie ist kein Rezept, bei dem immer gleich schmeckende Gerichte herauskommen, sondern ein Werkzeug, mit dem man Geschichten ein spannendes, tragendes Rückgrat geben kann.

Weil die Heldenreise aber ein psychologisches Plotmodell ist, braucht sie Zeit und Pflege, bis sie für den geplanten Roman passt. Vor allem zum Ende hin wird es knackig.

Hier stelle ich die wichtigsten Punkte aus der Heldenreise vor.

1. Akt

  • Die normale Welt
    Zu Beginn sieht man die Hauptfigur, auch Held genannt, in ihrem Alltag. Der Leser erfährt, mit wem er die kommende Zeit verbringen wird, gewinnt diese Figur mehr oder weniger lieb und erspürt, dass die Figur ein unerfülltes, inneres Bedürfnis hat.
    Nicht in allen Geschichten wird die normale Welt zu Beginn gezeigt. Heute ist es modern, gleich mit dem Auslöser zu beginnen. Das funktioniert aber nur dann, wenn der Auslöser allgemein verständlich ist und der Leser sofort begreift „oh ja, das ist heftig!“
  • Der Auslöser 
    Deine Figur wird aus dem Alltag herausgerissen und gezwungen zu handeln. Vielleicht nicht sofort, aber bald. Vielleicht verliert sie ihren Job, ihr Haus, bekommt die Diagnose Krebs. Vielleicht erhält sie aber auch die Aufnahmebestätigung zu einer besonderen Schule, erfährt, dass sie etwas geerbt hat, im Lotto gewonnen hat oder trifft auf die große Liebe.
    Egal was es ist, es muss so wichtig sein, dass sie handelt oder dass etwas für sie Schlimmes passiert, wenn sie nicht handelt.

 

2. Akt

  • Ein Ziel und viele Aufs und Abs
    Deine Figur hat sich nach dem Auslösenden Ereignis ein Ziel gesetzt. Er will etwas, aber das bekommt er natürlich nicht sofort. Sonst hättest du ja keine Geschichte. (Ausnahmen gibt es natürlich immer, aber das würde hier den Rahmen sprengen, hier kann ich nur auf die klassische Version eingehen. Wenn du die Heldenreise einmal verinnerlicht hast, kannst du natürlich auch wunderbar mit den einzelnen Punkten spielen und neue Wege ausprobieren.)
    Nun wird dein Held verschiedene Dinge ausprobieren, um an sein Ziel zu gelangen – mal mit mehr, mal mit weniger Glück. Er wird dabei auf Helfer und auf Feinde treffen (oder auch nur auf innere Widerstände).
  • Die Katastrophe
    Dein Held wird sein Ziel aber normalerweise nicht erreichen. Schlimmer noch, er wird sein inneres Bedürfnis nicht erfüllen können (das, was er braucht, um „heil“, ganz und glücklich zu werden). Er gelangt an einen pechschwarzen Punkt in seinem Leben. Aber genau das braucht er, um Altes gehen lassen zu können und wie ein Phönix aus der Asche auferstehen zu können. Dazu gleich mehr. Aber vorher ist es wichtig, dass du deinen Helden keinesfalls schonst, sondern ihn ganz und gar in sein Unglück stürzt.

 

3. Akt

  • Die überraschende, aber logische Wende
    Der schwarze Moment in dem Leben deiner Figur, ermöglicht es deiner Figur, sich zu verändern. Etwas, das uns Menschen immer schwer fällt. Aber genau dann, wenn nichts mehr geht, ergeben wir uns meist. Und als Geschenk erhalten wir die Möglichkeit, Neues willkommen zu heißen. Schenke deiner Figur nicht Lösung die zu ihrem Problem. Das würde den Leser nur unbefriedigt zurücklassen. Deine Figur muss sich ihr Glück erkämpfen und verdienen. Wenn sie sich entwickelt hat, hat sie meist auch Fähigkeiten, mit denen sie das Happy End bewirken kann.
  • Der Ausblick: Deine Figur kehrt zum Alltag zurück
    Der Leser braucht noch etwas Zeit, um sich von der spannenden Geschichte und Figur zu verabschieden. Er möchte auch das Happy End noch einen kleinen Moment genießen. Dafür zeigst du ihm am besten deine Figur in seinem „neuen“ Alltag. Der Leser sieht die Figur gereift, glücklich oder zumindest mit besseren Chancen, nun glücklich zu werden.
Schreibfluss-Schatz

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2. Wenn sich der Dramamaus die Haare sträuben

Betrachtet man die Spannung in einer Geschichte einmal grafisch, so steigt zu Beginn die Spannung stark an, hat einige Aufs und Abs im zweiten Akt (das Fell der Maus sträubt sich vor Spannung) und fällt im dritten Akt steil ab. Das Mäuseschwänzchen ist der Ausklang der Geschichte (und im Buch kürzer, als hier für das Bild gemalt).

Ich hoffe, diese Grafik veranschaulicht dir gut, wie die Spannung in der Heldenreise verläuft.

 

3. So baust du eine spannende Handlung mit der Heldenreise auf:

Schon sind wir bei der ganz knappen Zusammenfassung. Schreibe sie dir gern heraus (du kannst dir auch gern etwas weiter unten das Mini-eBook dazu herunterladen) und hänge sie dir zum Beispiel neben deinen Computer.

  • Die Figur wird aus dem Alltag herausgerissen
  • Die Figur handelt, hat ein Ziel

  • Die Figur erlebt die absolute Katastrophe

  • Die Figur entwickelt sich und bekommt ihr Happy End

Klingt so einfach, wenn man die Punkte hier liest, oder? Aber die Heldenreise braucht wirklich Übung. Besonders der Punkt mit der Entwicklung ist wichtig und wird gern mal übersehen, weil er nicht so einfach umzusetzen ist. Auch der Weg von der Katastrophe zum Happy End ist meist schwierig. Das Happy End soll ja überraschend aber logisch sein.

Tipp: Untersuche deine Lieblingsgeschichten und -filme im Hinblick auf die Heldenreise! Das wird dir das Konzept der Heldenreise näher bringen und schon bald verwendest du es intuitiv für deine Romane. Natürlich lohnt es sich auch, die Figuren genauer zu betrachten!

Dann heißt es Loslegen! Werde selbst zum Superhelden und schreibe mit Hilfe der Heldenreise deinen besten Roman.

In meinem nächsten Blogartikel erzähle ich dir dann, wie du mit Worten spielst und den Leser fesselst.

In dem Sinne, viel Spaß beim Erschaffen,

deine Jurenka

P.S.: Wie verwendest du die Heldenreise? Hilft sie dir? Ich freue mich über deinen Kommentar!

P.P.S.: Wenn deine Figuren stehen, du jetzt weißt, wie du dein Handlunsgerüst aufbaust, dann könnte dich als nächstes interessieren, worauf es wirklich ankommt, wenn du deinen eigentlichen Roman schreibst. Hier findest du dazu den nächsten Artikel mit der wichtigsten Technik, wie ich finde, um Kopfkino beim Leser zu erzeugen.

Show dont tell - Kopfkino beim Leser erzeugen

Show don’t tell – Die wichtigste Technik, um mitreißende Romane zu schreiben

Show, don't tell

Wort für Wort deinen Roman zu einer packenden Reise für den Leser machen

Es gib wunderbares Handwerkszeug, um tolle Romane zu schreiben. Ich habe dir in meinem Artikel über Figuren bereits einige Tipps gegeben, wie du deine Figuren facettenreich darstellst, und auch den Aufbau eines spannenden Handlungsgerüstes haben wir bereits auf Erfolgsrezepte untersucht. Jetzt geht es um den eigentlichen Text und wie du diesen mit "Show, don't tell" richtig gut schreibst!

Nur eine einzige Technik wird dafür benötigt? Ja! Jedenfalls dann, wenn man "Show, don't tell" bis in seine Tiefen begreift und übt!

Der erste Satz

Du hast einen Plan oder eine Idee für deinen Roman. Aber wie SCHREIBST du ihn denn nun auf der Wortebene?

Die beste Idee nutzt nichts, wenn man sie nicht auf´s Papier bringen kann.

Und da liegt genau das Problem: Der erste Satz ist oft der schwerste.

Tipp: Kümmere dich um den ersten Satz ganz zum Schluss! Erstmal losschreiben, später feilen!

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Alles beginnt mit einem Wort

Selbst wenn man den ersten Satz gemeistert hat, geht es weiter:

Wie viel Ausschmücken ist angemessen, wie und welche Adjektive und Adverbien verwendet man?

Was packen wir sonst noch in den Koffer namens „Text“, damit die Reise für den Leser ein freudiges Abenteur und keine Enttäuschung wird?

Es ist in gewisser Weise tatsächlich wie Kofferpacken für eine lange Reise: Wir wollen nicht zu viel mitnehmen, sodass der Koffer zu schwer wiegt und auf dem langen Weg zur Qual wird. Aber, wenn wir die Grundausstattung vergessen, wird die Reise auch schnell ein Spießrutenlauf, je nachdem, was genau wir vergessen haben.

Daher zeige ich dir jetzt, was unbedingt auf deiner textlichen „Packliste“ stehen sollte:

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Die Lösung heißt:

Show don't tell - Zeigen, nicht berichten

Kopfkino

"Show don't tell" ist die eine, die wichtigste Schreibtechnik für mich!

Einen Polizeibericht mit „Alice im Wunderland“ zu vergleichen, macht uns schnell den Unterschied klar zwischen einem Text, den man kein bisschen genießt und einem Schreibstil, der uns in seine Welt zieht.

Sachliches Berichten wirkt in Romanen nicht packend, das gehört in Zeitungsartikel. Den Leser an die Hand nehmen und ihn vor seinem inneren Auge sehen lassen, was gerade passiert, das ist das Geheimnis. So geht der Leser ganz in den Worten auf - er lebt selbst in der Geschichte.

Es ist wie Kopfkino für den Leser!​

Beispiele

Beispiel 1

Anton fuhr die kurvige Straße entlang. Er öffnete das Fenster und schaute auf die schönen Blumenwiesen am Straßenrand. Er genoss die Fahrt.

Beispiel 2

Anton drosselte das Tempo und kurbelte das Fenster seiner Rostlaube herunter. Rings um ihn wogten Blumen in den Feldern. Die würzige Bergluft drang herein und spielte mit seinem Haar. Er atmete tief durch.

Kannst du den Unterschied erkennen? Sicher sind dies keine nobelpreisträchtigen Texte, aber es geht um ihre Wirkung. Ist es mir gelungen, im zweiten Beispiel mehr Bilder in deinem Kopf zu erzeugen? Siehst du vor deinem inneren Auge, wie Anton kurbelt, die Blumen sich hin und her wiegen, der Wind mit Antons Haaren spielt und er einatmet?

Schreibe aktiv und konkret!

  • Wenige, nicht ersetzbare Adjektive und Adverbien, dafür konkrete Verben und Nomen
  • Keine Wertung durch Verben wie „schön“ etc.

Sinnliche Details

Im zweiten Beispiel habe ich keine Wertungen durch unkonkrete Beschreibungen verwendet, wie durch „schön“, „angenehm“ oder auch „abscheulich“, „furchtbar“ (oder das Verb „genießen“).Sinnliche Details

Ich habe nur gezeigt, was Anton macht! Die Handlung steht im Vordergrund und lässt dem Leser Raum, diese zu deuten. Der Leser versteht aus dem Kontext, dass Anton langsamer fährt, weil er die Fahrt schön findet und nicht, weil im bei den Kurven schlecht wird. Dieses Zeigen nimmt den Leser mit auf die Reise.

Emotionen zeigen

Noch ein Beispiel: Emotionen

Er hatte Angst (ein Bericht). Besser:

  • Er schwitzte, seine Knie zitterten
  • Er wischte sich die feuchten Hände an der Hose ab.

Frage dich, was deine Figur fühlt, wo und wie sie es fühlt. Als nächstes stelle dir vor, was genau sie tut.

Nur zeigen, nicht berichten, das ist der Trick!

Schreibfluss-Schatz

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Mit Eintrag deiner eMail-Adresse erlaubst du mir, deine personenbezogenen Daten zu erheben, zu speichern und zu nutzen und dir in unregelmäßigen Abständen Schreibtipps und Informationen zu Kursen von Schreibfluss zu schicken. Selbstverständlich gehe ich mit deinen Daten vertrauensvoll um und du kannst jederzeit diese Erlaubnis widerrufen! Du kannst in meiner Datenschutzerklärung nachlesen, wie, wo und für was genau deine Daten erhoben werden. Herzlich, Jurenka

Du möchtest keinen Newsletter abonnieren, aber trotzdem eBooks, Checklisten und Bonusmaterialen erhalten? Schade, aber kein Problem! Hier kannst du sie käuflich erwerben.

Streiche Erklärungen!

Aber Achtung: Bremse dich, wenn du zusätzlich erklären willst, was du schon gezeigt hast!

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Beispiel: Er drückte sich eine Hand auf den Bauch und presste die Lippen aufeinander. Ihm wurde schlecht.

Streiche den zweiten Satz getrost und gib dem Leser die Möglichkeit, selbst zu interpretieren.

Schreibübung

Hier habe ich noch eine kleine Übung für dich, damit du „Show, don't tell“ richtig gut verinnerlichen kannst:

Stell dich nach draußen, schließe zunächst deine Augen und nimm alles in dich auf, was du fühlst, riechst und hörst. Danach kannst du die Augen öffnen und auch die optischen Eindrücke sammeln (da diese aber sehr dominant sind ist es sinnvoll, erst mal "blind" zu beginnen).

Wie fühlt sich die Temperatur an (bitte keine Gradzahlen, sondern dein Gefühl)? Was riechst du? Woran erinnert dich der Geruch - hast du Erinnerungen, die davon wach werden? Was hörst du - auch in der Ferne? Welche Details siehst du, wenn du eine Sache etwas genauer betrachtest?

Mit allen Sinnen wahrnehmen

Nimm dir 5 Minuten, um alle Sinneseindrücke in dich aufzusaugen.
Setz dich danach hin und schreibe 10 Minuten lang eine Beschreibung deiner Eindrücke, die gern durch Fantasie ergänzt werden darf.

Übe unbedingt beides: das Wahrnehmen und das Aufschreiben!

Variante für Schlechtwettertage oder Fernwehleidende: Stell dir deine Lieblingsjahreszeit an deinem Lieblingsort vor, und mache das gleiche Spiel, aber allein aus deiner Vorstellungskraft.

Und denk daran: Alles begint mit einem Wort.
Und dann kommt noch ein Wort und noch eines ...

In diesem Sinne, viel Spaß beim Schreiben!

Deine Jurenka

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Selbstsabotage mit Schwellentroll

8 Tipps gegen Selbstsabotage beim Schreiben

Schreiben trotz Widerstände?

Hast du manchmal das Gefühl, dass die ganze Welt gegen dich ist, wenn du an deinem Buch schreibst? Das Schreiben will nicht fließen, du verlierst die Lust und lässt dich schnell ablenken. Plötzlich ist die Facebook-Timeline dein bester Freund, du räumst sehr engagiert deine Wohnung um und versuchst geflissentlich den Gedanken zu ignorieren, dass du ja eigentlich schreiben solltest.

Genau im richtigen Augenblick erreicht dich dann auch noch eine Geburtstagseinladung, die du unmöglich ausschlagen kannst. Vorher noch schnell schreiben?​

Doch ausgerechnet jetzt verstrickst du dich in einen Streit mit deinem Partner und als sich die Wellen endlich geglättet haben, hast du ganz sicher keine Energie mehr auch nur einen Stift in die Hand zu nehmen. Ganz zu schweigen von der utopischen Kraftanstrengung, den PC anzumachen und einen Absatz für dein Herzensbuch zu schreiben.

Spätestens jetzt tauchen die ersten Zweifel auf. Warum ist die ganze Welt gegen mich, wenn ich schreiben möchte? Bin ich vielleicht nicht gut genug? Ist es mir einfach nicht bestimmt, mein Buch zu schreiben?

Was da los ist? Du bist dabei, deinen eigenen Schreiberfolg zu sabotieren. Und zwar auf den verschiedensten Wegen.

Die Schwellentroll-Krankheit

Deine ganzen Probleme haben eigentlich nur eine einzige Ursache: Du besitzt einen tatkräftigen Schwellentroll. Der Schwellentroll ist der Anteil in dir, der gar nicht möchte, dass du dein Buch fertigschreibst. Er kann die verschiedensten Formen annehmen und sehr gemein sein.

Der Schwellentroll flüstert dir Selbstzweifel und Gemeinheiten ins Ohr, nimmt dir die Freude am Schreiben und organisiert ordentlich Ablenkung von dritter Seite. Solange du ihm verfallen bist, hat dein Buch keine Chance. Er sitzt nämlich – wie sein Name schon sagt – auf der Schwelle zu deinem Erfolg und er wird dich nicht einfach so vorbeilassen.

Jetzt ist deine Kreativität gefragt: Was tust du, wenn du einen Feind langfristig unschädlich machen willst? Na klar, du lernst ihn erst einmal kennen. Du analysierst seine Beweggründe und seine Handlungsmuster, damit du ihn auf bestmögliche Weise aufhalten kannst.

Was will der Schwellentroll eigentlich?

Wie alle guten Antagonisten ist der Schwellentroll nicht einfach nur böse. Er hat Beweggründe für sein Handeln und die gilt es zu verstehen. Immerhin ist der Schwellentroll – auch wenn er sich noch so unangenehm anfühlt – ja ein Teil von dir. Und deswegen ist es eigentlich nur logisch, dass er dir gar nicht schaden will.

Vielleicht denkst du jetzt: Na toll, besonders hilfreich ist dieser Kerl aber nicht gerade. Er selbst jedoch wird das anders sehen. ;-)

Der Schwellentroll ist eng verknüpft mit dem Teil von dir, dem deine Sicherheit besonders am Herzen liegt. Nur deswegen legt er dir Steine in den Weg: Damit du nichts tust, was du später vielleicht bereust.

Die Obergrenze

Sicherlich kennst du die Sache mit der Komfortzone: Drinnen ist es schön kuschelig, aber langweilig; draußen dagegen schlottern dir die Knie, dafür geht es aber voran in deinem Leben.

Deine Komfortzone endet an einer Obergrenze, die unter anderem dafür sorgt, dass du dich nicht vollkommen überarbeitest und im Großen und Ganzen sicher bist. Diese Obergrenze limitiert aber noch ganz andere Dinge. Zum Beispiel hast du auch eine Obergrenze für Erfolg und für Glück.

Das heißt: Wenn du dich selbst sabotierst, bedeutet das nicht unbedingt, dass du auf dem falschen Weg bist. Meistens setzt Selbstsabotage ein, wenn du eine unsichtbare Obergrenze von was auch immer erreicht hast. Von Erfolg vielleicht?

Hilfe
Langweilig und bequem

Somit ist es viel wahrscheinlicher, dass du tatsächlich auf dem richtigen Weg bist, aber dein Schwellentroll sich einfach in die Hose macht. ;-)

Selbstsabotage ist wirklich nervig, aber ich habe eine gute Nachricht für dich: Erstens kannst du dir die Obergrenze wie eine dehnbare Gummihaut vorstellen (und nicht wie eine Mauer) und zweitens kannst du auch gegen bereits eingetretene Selbstsabotage-Mechanismen noch etwas tun.

Im Folgenden findest du acht Tipps gegen Selbstsabotage:

Meine Tipps gegen Selbstsabotage beim Schreiben

1) Klarheit

Das Erste, was du brauchst, um deine Selbstsabotage einzudämmen, ist Klarheit und Ehrlichkeit: Das heißt: Mache dir selbst nichts vor, sondern stehe dazu, dass du dich gerade selbst sabotierst. Beobachte dich und finde heraus, was du ganz genau tust, um dich zu sabotieren.

2) Kannst du dich spüren?

Selbstsabotage entsteht häufig dann, wenn wir uns überfordern und völlig übers Ziel hinausschießen. Deswegen ist es wichtig, dass du gut spürst, wie viel du dir gerade zumuten kannst. Manchmal lohnt es sich, eine kleine Pause einzulegen und deinem sicherheitsfanatischen Teil zu versichern, dass er sich keine Sorgen um dich machen muss.

3) Machbare Schritte

Wenn dein Romanprojekt noch wie ein riesiger Berg voller unerledigter Aufgaben vor dir liegt, ist der Schwellentroll rasch zur Hand. Versuche daher, dein Projekt in kleine und kleinste Arbeitsschritte zu unterteilen.

4) Feste Zeitfenster

Wenn du einfach nicht zum Schreiben kommst und dich ablenkst, dann besorge dir einen Wecker und stelle ihn auf eine Stunde. Während dieser Stunde tust du nichts außer schreiben, selbst dann, wenn das Ergebnis grässlich ist. Und wenn dir absolut nichts einfällt? Dann sitzt du eben eine Stunde da. Aber du gibst nicht nach und gehst nicht auf Facebook! Unter keinen Umständen!

Kleine Schritte zum Ziel

5) Sei dir der Obergrenze bewusst und dehne sie sanft aus

Deine Obergrenze ist dehnbar. Du kannst sie vielleicht nicht mit einem Ruck durchbrechen, aber mit vielen kleinen und gezielten Aktionen weiten. Dafür solltest du zunächst ein gutes Gespür dafür entwickeln, wo deine Obergrenze ist und was sie nicht zulässt. Und dann tust du kleine Dinge, die dich aus deiner Komfortzone herausführen, Schritt für Schritt.

6) Umarme die Angst

Wenn du ein großes Projekt angehst, das außerhalb deiner Komfortzone liegt, dann ist es ganz normal, Angst zu haben. Deine Angst bedeutet nicht, dass du mit dem Schreiben auf dem falschen Weg bist. Du kannst deine Angst auch nicht 'wegmachen', daher solltest du versuchen, sie zu akzeptieren. Angst bringt dich nicht um. Sie ist einfach nur da und begleitet dich.

7) Sei geduldig mit dir

Selbstsabotage lässt sich nicht ganz vermeiden und auch nicht sofort ausschalten. Wenn du dich dann jedoch auch noch selbst ausschimpfst, hat dein Schwellentroll leichtes Spiel. Je geduldiger du mit dir selbst bist, desto leichter kommst du wieder ins Schreiben.

8) Verbinde dich mit deinem großen Ziel

Welches Ziel fasziniert dich so richtig, wenn du ans Buchschreiben denkst? Siehst du dich selbst mit dem gedruckten Buch in der Hand? Oder bei einer Lesung mit begeisterten Fans? Oder mit einer berührenden Rückmeldung einer Leserin, deren Leben du mit deinem Buch verändert hast? Such dir eine für dich starke Szene heraus und visualisiere sie, um dich wieder mit deinem Ziel zu verbinden. Das solltest du regelmäßig tun, damit sich das Bild in deinem Unterbewusstsein einprägt und du es auch dann abrufen kannst, wenn deine Arbeit mühsam ist.

Selbstsabotage gehört dazu

Selbstsabotage ist eine natürliche – aber etwas übersteigerte – Reaktion deines sicherheitsliebenden Anteils auf eine neue Situation. Du kannst sie nicht vollkommen unterbinden oder dafür sorgen, dass sie nie wiederkehrt. Aber du kannst sie enttarnen und damit ins Schreiben zurückfinden.

Und wenn du geschickt bist, arbeitest du jeden Tag ein wenig an deiner Obergrenze, damit deine Komfortzone größer wird und Selbstsabotage damit unwahrscheinlicher.

Kämpfe für deinen Traum vom eigenen Roman

In jedem Fall ist Selbstsabotage immer nur eine kleine Episode deines Schreiblebens und nicht das tragische Ende. Du selbst entscheidest, ob sie dir deine Träume nehmen darf.

Bist du bereit, dir deine Macht zurückzuholen?

Ich freue mich auf deine Kommentare!​

Marie Gräff

Marie Gräff ist Schreibcoach und begleitet feinsinnige Menschen dabei, ihr ureigenes Herzensbuch Wirklichkeit werden zu lassen. Ihr ungewöhnlicher Ansatz verbindet handwerkliches Schreiben mit persönlichem Wachstum durch individuelle Unterstützung. Für ganzheitlichen und dauerhaften Erfolg beim Schreiben und ein rundum erfülltes Leben.

http://schwellentroll.de/

Messe-Tipps für Autoren

Messe-Tipps für Autoren – mit Buchmesse Checkliste und Veranstaltungskalender

Sinn und Unsinn von Buchmessen

In diesem Artikel erfährst du, welche Messen und Events es für Autoren gibt (Messekalender für Autoren), wann sich ein Besuch lohnt und wie du dich darauf vorbereiten kannst. Außerdem kannst du eine Checkliste für die Vorbereitung herunterladen.

Ich hasse Buchmessen. Na ja, früher habe ich sie gehasst.
Zu groß war der Frust, die Enttäuschung und die Erschöpfung nach einem Messebesuch.
Doch mittlerweile, nach vielen Anläufen (hätte ich nur damals einen Messeguide gehabt …), weiß ich, wie man am besten rangeht, um so viel wie möglich für sich aus einem solchen Tag zu holen. Und heute liebe ich sie fast schon!

Was ich erst schmerzlich lernen musste, möchte ich gerne an dich weitergeben, damit dein Besuch auf einer Buchmesse dich richtig nach vorne bringt.

Ich habe hier für dich einen Messeguide erstellt, damit dein Messetag für dich ein voller Erfolg wird. Im ersten Teil hier verrate ich dir, worauf du dich gefasst machen musst, aber auch, welche aufregenden Dinge hinter den Ausstellungs-Toren auf dich warten.

Im zweiten Teil sehen wir uns an, welche Messen und Veranstaltungen für Autoren besonders spannend sind und wie du an einen Fachbesucherausweis kommst.

Den Abschluss machen dann meine Tipps für die richtige Vorbereitung – von der ersten Kontaktaufnahme mit Verlagen bis zur konkreten Packliste für den Tag.

Du darfst also gespannt sein!

Teile gern den Beitrag, das würde mich sehr freuen!

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Teil I: WAS, schon wieder Buchmesse?!

Hingehen oder nicht, das ist hier die Frage

Buchmesse: Bettdecke über den Kopf ziehen - sicher nicht mit Messeguide

Die Buchmesse-Saison 2017 ist im vollen Gange. Nicht mehr lange bis zu DEM Megaevent der Branche: der Frankfurter Buchmesse (in den Sozialen Netzwerken auch unter dem Hashtag #fbm17 bekannt).

Bei dem Gedanken an die Menschenmasse, die mir in meiner Vorstellung bereits in den Messehallen entgegenströmt, will ich mir gleich wieder die Bettdecke über den Kopf ziehen. War nicht gerade erst Messe in Leipzig? Kann sich ernsthaft in einem halben Jahr die Literaturwelt so geändert haben, dass man schon wieder einen solchen Rummel besuchen muss?

Und neue Bücher brauch ich sowieso nicht – meine Leseliste wird nur länger statt kürzer, meine freie Zeit dagegen verhält sich umgekehrt proportional dazu…

​Allerdings muss ich zugeben, dass sich die Messen in den letzten Jahren stark verändert haben und mittlerweile allerhand für Autoren geboten wird. Vorträge und Lesungen gab es zwar schon immer – doch seit mehr Programme extra für Autoren und angehende Schriftsteller im Angebot sind, haben sie auch mein Interesse geweckt.​​​​

Das Problem mit Buchmessen:

Warum man starke Nerven braucht um einen Messetag durchzustehen - und wie dir der Messeguide hilft

Wenn du am Morgen frisch und motiviert auf dem Messegelände ankommst, warten in den Hallen viele Eindrücke und Sinneserlebnisse auf dich. Die gute Nachricht: Einen dicken Geldbeutel für Einkäufe brauchst du schon mal nicht (außer für das Essen dort).

Du weißt sicher, dass man auf Messen meist nicht einmal die Bücher kaufen kann, die man dort sieht. Man, war ich enttäuscht, als ich das erste Mal auf der Frankfurter Buchmesse war! Ich hatte tausend tolle Bücher gesehen, aber durfte keines mitnehmen…

Als Leser mag das ärgerlich sein, aber für den Autor, der sein Buch dort ausstellt, ist das fatal:

Buchmesse Reizüberflutung, Angebote wo man nur hinschaut

Bei der Masse an Büchern, die in so einer Messehalle auf die Besucher einprasselt, muss man irgendwie im Gedächtnis bleiben, bis der Leser zu einer Einkaufsmöglichkeit kommt – und sich trotz Erschöpfung und völliger Reizüberflutung noch an das Werk erinnert.

​Diese Tatsache zwingt Autoren und Verlage dazu, dem Gedächtnis der Besucher mit allerhand Werbung, Rabattcoupons, Gewinnspielen und Geschenken auf die Sprünge zu helfen.

Jurenkas Tipp

Autoren-Tipp: Falls du überlegst, jemals auf einer Messe auszustellen: Denk unbedingt an Werbematerial und plane dafür ein Budget ein. Am besten erstmal als Besucher vorbeischauen, um ein Gefühl für die Lage zu bekommen.

Aber vermutlich willst du gar nicht ausstellen, sondern einfach nur die Luft der Literaturszene schnuppern, richtig?

Dann sei gewarnt: Besucher fühlen sich oft völlig erschlagen von all den Eindrücken und Gesprächen. Jeder zerrt an dir herum und am Ende des Tages (oder der 4 Tage!) weißt du überhaupt nicht mehr, wie du heißt, geschweige denn, mit wem du gesprochen hast.

So verlief mein erstes Messeerlebnis: Hochmotiviert und neugierig kam ich an, aber am Ende klingelten mir nur die Ohren vom Lärm und ich hatte Blasen an den Füßen.

Vergiss nicht die Füße! Oh deine armen Füße. Den ganzen Tag stehen oder sogar durch die Hallen laufen. Das sollte olympisch werden, denn es ist genauso anstrengend wie drei Stunden joggen.

Daher frage dich unbedingt bei den großen Messen wie Leipzig oder Frankfurt: „Wo fange ich bloß an?“ und „Wo will ich überall hin?“ Nicht dass du am Ende erfährst, dass du etwas Wichtiges verpasst hast (aber du wirst sowieso einige tolle Dinge verpassen, weil du dich leider nicht dreiteilen kannst).

Mein Tipp: Mach dir unbedingt im Vorfeld klar, was genau du mit dem Messebesuch erreichen willst und plane den Tag vorab. So minimierst du das Risiko, in dem riesigen Treiben deine Energie an falscher Stelle zu verlieren. Wie du deinen Messebesuch konkret vorbereitest und woran du denken solltest, verrate ich dir weiter unten.

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Was bietet denn eine Messe so?

Warum es sich gerade als Autor lohnt, sich in das Getümmel zu stürzen

Buchliebe bei Messebesuch

Mal ehrlich: Nichts motiviert und inspiriert uns (angehende) Autoren doch mehr, als die Menschenmenge zu sehen, die in einem gigantischen Ambiente zusammenkommt, um sich über Bücher auszutauschen!

Diese unglaubliche Zahl an fantastischen Büchern, der Kontakt zu Lesern und der Verlagswelt und das gesamte Szenario ist ein wunderbarer Motivationsschub, der einen direkt in den Fingern kitzelt.

Apropos Kontakt: Du hast sie vielleicht schon mal gehört, die Geschichte von diesem einen ominösen Autor, der auf einer Messe einen Agenten traf – und schwupps war die Karriere geregelt…

​Tja, wenn das deine Motivation für einen Messebesuch ist, dann sei dir darüber im Klaren: Grundsätzlich ist so etwas zwar möglich, jedoch so realistisch wie der Besuch im Fußballstadion, bei dem man den künftigen Ehemann kennenlernt – einen der Nationalspieler. Also THEORETISCH ist das möglich…

Anders sieht das natürlich aus, wenn man vorab eine Verabredung mit einem Agenten getroffen hat – die Hauptarbeit liegt im Vorfeld der Messe!

Etwas leichter ist die Kontaktaufnahme mit den Verlagen. Allerdings bitte nicht einfach am Stand vorbeigehen und Manuskript abgeben – das wird eine Nullnummer.
Auch hier wirst du die Hauptarbeit vorher erledigen müssen und solltest recherchieren und wenn möglich einen Termin vereinbaren, bei dem du auf ganzer Linie überzeugst.

Wie du am geschicktesten an einen Verlag herantrittst und dich richtig gut auf ein Gespräch vorbereitest, erzähle ich dir im dritten Teil vom Messeguide, weiter unten.

Termin hin oder her: Vergiss nicht deine Visitenkarten mitzunehmen, auch wenn du noch kein Buch veröffentlicht hast. Denn das Netzwerken ist ein zentraler Punkt jeder Messe. Man trifft so viele Menschen, mit denen man sich austauscht, neue Ideen entwickelt oder sich eine potentielle Zusammenarbeit vorstellen könnte. Nicht nur die Messe oder Ausstellung selbst, sondern gerade die Rahmenveranstaltungen und Themen-Meetings sind das heiße Pflaster.

Messeguide Tipp: Visitenkarte immere dabei

Profi-Tipps für einen erfolgreichen Messebesuch:

  1. Vorbereitung: Suche dir im Vorfeld Vorträgen, Workshops etc. auf der Messe heraus, die für dich von Bedeutung sind (die meisten Messen bieten ein Programm, das auf der Website abrufbar ist)
  2. Netzwerken: Nimm Visitenkarten mit. Wenn du eingeladen wirst, triff dich auch nach der Messe wenigstens noch kurz mit interessanten Leuten. Auch wenn das Bett schon sehr laut ruft.


​Der ultimative Grund FÜR den Besuch einer Buchmesse

Und schon sind wir bei DEM Grund überhaupt, warum du unbedingt eine Buchmesse besuchen solltest und auch ich sie mittlerweile liebe: Sie haben in den letzten Jahren mit ihrem Angebot speziell für Autoren richtig aufgerüstet. Hier triffst du nicht nur wichtige Kontakte, sondern bekommst auch noch Fachwissen beigebracht, das dir sicherlich weiterhilft, egal wo du auf deiner Autorenreise gerade steckst.

Und da sind tolle Sachen geboten:

Von Schreibworkshops mit genrespezifische Trends über Diskussionen zum Self-Publishing oder Verlagsverhandlung bis hin zu Präsentationen über Marketing, Rechtslage oder sogar Lektorensprechstunden – alleine in Leipzig gab es knapp 160 Veranstaltungen nur für Autoren.

Die meisten Angebote sind mit dem Tagesticket oder Fachbesucherausweis frei zugänglich, was für all die geballten Informationen und Kontaktmöglichkeiten sehr günstig ist.

Wie du an einen Fachbesucherausweis kommst, erzähle ich dir dann weiter unten.

Ich war dieses Jahr übrigens auch auf der Leipziger Buchmesse aktiv im Fachbereich – nicht nur als Besucher! Ich durfte die Leipziger-Autorenrunde mit einem Vortrag mitgestalten und bin hoffentlich nächstes Jahr auch wieder dabei. Und auch auf der Frankfurter Buchmesse werde ich selbstverständlich sein.

Falls du auch dort bist, fände ich es klasse, dich persönlich zu treffen, sprich mich einfach an.

Aber jetzt sehen wir uns einmal genauer an, welche Autoren-Veranstaltungen über das Jahr verteilt überhaupt stattfinden, damit du die richtige für dich findest:


Teil II: Messekalender für Autoren

Werfen wir doch mal einen genaueren Blick auf die jährlichen Termine für Autoren – denn diese Veranstaltungen sind nicht immer ganz einfach zu finden.

So viele Buchmessen – doch wo geh ich hin?

Der Messekalender: Welche Veranstaltungen für Autoren besonders spannend sind

Zu welcher Buchmesse gehen? Der Messekalender gibt Tipps

Die Auswahl an Literaturveranstaltungen im deutschsprachigen Raum ist groß. Neben den zwei großen Buchmessen gibt es in fast jeder Region Events rund um das Thema Lesen und Schreiben.

Doch natürlich macht es wenig Sinn, als Autor oder angehender Schriftsteller, alle von ihnen zu besuchen – denn sie kosten Zeit und oft auch mehr oder weniger viel Geld für Eintritt oder Anreisen.

Du kennst ja Leipzig und Frankfurt, die beiden Elefanten-Veranstaltungen.

Daneben gibt es aber noch so viele kleinere Literatur-Events, die im etwas familiäreren Rahmen auch so Einiges zu bieten haben. Es wäre übertrieben, sie alle „Messe“ zu nennen, denn das steht eigentlich nur den wirklich großen Ausstellungen zu. Allerdings bieten fast alle eine Möglichkeit für Autoren und Verlage an, ihre Werke zu präsentieren und häufig können auch andere Dienstleister dort ausstellen.

Ob so ein Event für uns Autoren interessant ist, hängt hauptsächlich von der Frage ab, wer ausstellt und ob es ein spezielles Programm für Schreibende gibt. Ich habe versucht, die Wichtigsten in diesem Messekalender zu sammeln, denn sie sind nicht immer ganz einfach zu finden.

Welche Messe ist für mich die richtige?

Hier stelle ich dir kurz ein paar Veranstaltungen von verschiedensten Formaten vor und warum sie für dich als (angehende/r) Autor/in spannend sein könnten. Danach erhältst du mit dem Messekalender einen Überblick über die Veranstaltungen.

Leipziger Buchmesse (11.-24.03.2019)

  • Eintritt / Fachbesucher: ca. € 19 Tageskarte, € 33 Dauerkarte / € 15 Tageskarte, € 27 Dauerkarte
  • Für Autoren interessant, weil es einen eigenen Fachbereich („autoren@leipzig“) und knapp 160 Veranstaltungen speziell für Autoren gibt.
  • Angebot für Autoren: Autorencamp; Lektorensprechstunde; „Autoren-Shelfie“ zum Aufbau eines virtuellen Treffpunktes für Autoren; Bloggerlounge; Leipziger Autorenrunde als Konferenzformat für Schreibende (Achtung: Anmeldung und extra Ticket erforderlich - ich bin auch wieder als Refferentin dabei); Vorträge, Präsentationen, Workshops und Gespräche für Autoren rund um das Thema Marketing, Recht, Schreiben, Ideenfindung, Illustrieren und Veröffentlichen.
  • Für Autoren geballte Informationen rund um alle Themen, die sie beschäftigen könnten.

http://www.leipziger-buchmesse.de/Themen/autoren-leipzig/

https://www.leipziger-buchmesse.de/ll/reihe/1

Mein Favorit!!!

Durchblick mit dem Messekalender für Autoren

Love Letter Convention Berlin (01.-02.06.2019)

  • Eintritt: ca. € 45 Tagesticket
  • Für Autoren interessant, wenn sie Liebesromane schreiben.
  • Angebot für Autoren: Workshops zum Thema Schreiben und Selfpublishing.
  • In kleinerer Runde und mit speziellem Fokus auf das romantische Schreiben, eine tolle Alternative zu den großen Messen.

http://www.loveletterconvention.com/


Buchmesse Hofheim (25. Mai 2019)

  • Eintritt: Frei
  • Für Autoren interessant, weil die Atmosphäre wesentlich persönlicher ist, als auf den großen Messen. Self-Publisher und kleine Verlage stehen im Fokus.
  • Angebot für Autoren: für geringe Kosten kann man selbst ausstellen und damit auch Lesungen halten – ideal für Einsteiger; Buchverkauf möglich.
  • Falls man in der Nähe wohnt, lohnt es sich bestimmt, hier mal reinzuschauen bei den äußerst freundlichen Veranstaltern – einer lokalen Buchhandlung!
  • Das Konzept wurde erneuert - mal schauen, wie es dieses Jahr wird.

http://www.buch-messe.com/


Frankfurter Buchmesse (16.-20.10.2019)

  • Eintritt / Fachbesucher: ca. € 19 Tageskarte, € 30 Dauerkarte, € 46 Familienkarte / € 68 Tageskarte, € 128 Dauerkarte
  • Für Autoren interessant, weil (ähnlich wie Leipzig) unzählig viel Programm speziell für Autoren geboten wird.
  • Angebot für Autoren:In der Autoren Area in Halle 3.0 finden Workshops, Panels und Präsentationen rund ums Thema statt. Es gibt eine eigene Self-Publishing Area, aber auch für Autoren, Lektoren, Blogger, Grafiker etc. ein umfängliches Programm.
  • Wer Leipzig verpasst hat, sollte sich diese Messe ​nicht entgehen lassen – das ​große Angebot für Autoren ist bei dem ​kleinen Eintrittspreis der absolute Favorit gegenüber den „Kleinen“.

http://buchmesse.de/de/im_Fokus/self-publishing/

Schreibfluss-Schatz

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Online Autorenmesse (Ende Oktober/Anfang November 2019) 

  • Eintritt: Während der Woche gratis!!!
  • Für Autoren interessant, weil es eine Veranstaltung speziell für (künftige) Romanautoren ist.
  • Angebot für Autoren: Experten teilen ihr Wissen zu allen Themen, die einen Schriftsteller betreffen: von Kreativität über Schreibstil bis hin zur Arbeit mit Dienstleistern wie Agenten, Verlagen, Lektoren und Grafikern. Es gibt rechtliche Tipps, wirtschaftliches Wissen und Tipps zum Marketing für Autoren. Deutschlands größtes Onlineevent nur für Autoren!
  • Da es kostenlos ist und jeder von Zuhause aus teilnehmen kann, gibt es keinen Grund, nicht an diesem Highlight im Autorenkalender teilzunehmen!

​https://online-autorenmesse.de


Was ist ein Fachbesucherausweis?

Wie du noch mehr aus einem Messebesuch holst

Als Autor Fachbesucher auf der Buchmesse - wie geht das?

Große Messen wie Leipzig und Frankfurt bieten sogenannten Fachbesucherausweise an. Diese sind zwar nicht immer günstiger als der normale Eintritt (in Leipzig schon, in Frankfurt sind sie sogar deutlich teurer), aber sie ermöglichen auch den Zutritt an den Fachbesuchertagen, an welchen in Frankfurt das breite Publikum noch nicht in die Hallen darf. Das ist extrem reizvoll, weil es ruhiger zugeht und man viel bessere Gelegenheiten hat, Kontakte zu knüpfen.

Außerdem gibt es für Fachbesucher gesonderte Fachbereiche und -veranstaltungen, plus Zugang zu diversen Messeparties. Insgesamt eine tolle Sache, daher solltest auch du unbedingt als Fachbesucher zur Messe gehen.

Doch wie kommt man an so einen Fachbesucherausweis?

Wenn du dir nicht ganz sicher bist, dann solltest du den Fachbesucherausweis unbedingt vorher online beantragen – die freundlichen Mitarbeiter der Buchmesse Leipzig prüfen die Bestellung nämlich einzeln und du kannst sie auch einfach anrufen, wenn du Zweifel hast. Auch in Frankfurt würde ich bei Fragen, ob du dich als Fachbesucher qualifizierst, einfach anrufen. In der Hektik am Messetag könnte unter Umständen eine vorschnelle und für dich ungünstige Entscheidung an der Kasse getroffen werden, als in der Ruhe im Vorfeld.

Auf Nachfrage hat man mir verraten, dass es zumindest in Leipzig sogar möglich ist, einen Fachbesucherausweis zu bekommen, wenn man unter einem Pseudonym als Self-Publisher ein Buch veröffentlicht. Wie man mir in einem sehr freundlichen Gespräch versicherte, wird auch hier der Ausweis erteilt, wenn man glaubhaft machen kann, dass man der Autor des selbstverlegten Buches ist.

(Vorsicht ist allerdings geboten, falls man sein Pseudonym auf dem Ausweis stehen haben möchte – dann gilt das öffentliche Verkehrsticket nicht, da dieses nur in Verbindung mit einem Personalausweis gültig ist. Daher den Ausweis lieber auf den echten Namen ausstellen lassen).

Fachbesucher sind Autoren, Lehrer und Erzieher, Buchhändler, Bibliothekare, Verleger, Übersetzer, Lektoren, Verlagsvertreter, Agenten, Studenten oder Auszubildende im Verlagswesen, Designer, Grafiker und Illustratoren.

Hierrüber benötigt man einen Nachweis in irgendeiner Form, den man entweder im Vorverkauf online hoch lädt, oder bei der Tageskasse vorzeigt. Zur Not kann man auch das eigene Buch als Beleg mitbringen.

Jetzt glaubst du vielleicht, dass das für dich nicht in Frage kommt, wenn du noch nichts veröffentlicht hast. Weit gefehlt!

Jeder, der sich ernsthaft mit dem Veröffentlichen von Büchern auseinandersetzt, kann ein Fachbesucher sein!

Wenn du also gerade an deinem ersten Buch schreibst und vielleicht schon einen Kurs besucht hast, mit Verlagen oder Agenten im (eMail-) Kontakt warst oder bereits einen Entwurf deines Buchcovers hast, dann druck aus was du hast und verwende es als Nachweis.

Alle meine Schüler und Absolventen erhalten von mir eine Teilnahmebestätigung, mit der sie einen Fachbesucherausweis beantragen können. Wenn du an einem meiner Kurse teilgenommen hast und deinen Nachweis gerade nicht findest, frag mich einfach – ich stelle ihn dir gerne nochmal aus.

Aber auch wenn du nicht bei mir im Kurs warst: Verwenden kannst du eigentlich alles, was andeutet, dass du ernste Absichten als Autor hast.

In dem Sinne: Trau dich einfach, du hast nichts zu verlieren! Höchst wahrscheinlich wirst du wirklich als Fachbesucher auf einer der größten Buchmessen überhaupt eingelassen. Aus eigener Erfahrung kann ich dir sagen: Das ist ein großartiges Gefühl!! Diesen Schub für das Selbstbewusstsein und die Motivation wünsche ich jedem, der sich mit dem Schreiben befasst, man nimmt nach dem Erlebnis das Schreiben auch gleich noch viel ernster. Also hol es dir, dein „Profiticket“!

Hier noch die Fachbesucher-Links für die beiden größten Buchmessen:

http://www.leipziger-buchmesse.de/Fachbesucher/Profil/

http://www.buchmesse.de/de/tickets/fachbesuchertickets/


Der Messekalender für Autoren

Alle Veranstaltungen rund um das Thema Buch

Weil es so schwer ist, einen umfassenden Autoren-Veranstaltungskalender für den deutschsprachigen Raum zu finden, habe ich für dich in folgender Übersicht alles zusammengetragen, was ich finden konnte: sämtliche Buch-Veranstaltungen im Jahr, die Großen wie die Kleinen. Falls du ein Event kennst, das hier nicht gelistet ist, schreib es mir unbedingt, dann nehme ich es mit auf.
Die Daten variieren selbstverständlich jedes Jahr, sind aber meist im gleichen Monat wie im Vorjahr. Auch kann es mal sein, dass eine Veranstaltung ganz ausfällt oder eine neue dazu kommt. Die Preise beziehen sich auf 2017 und können daher auch leicht verändert sein.

Nicht jedes Event hat ein spezielles Programm für Autoren, aber neue Kontakte knüpfen, Ideen recherchieren und netzwerken kann man natürlich überall.

Schreibfluss-Schatz

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Veranstaltungen für Autoren

Datum

Veranstaltung + Link

Eintritt

Zielgruppe

Spezielles Autorenprogramm

22.02. - 10.03.2019

je nach Veranstaltung unterschiedlich

Leser

nicht ersichtlich

24./25. Januar 2019

290 €

Kongress für die Buchbranche: Verlage, Dienstleister, Buchhandlungen

nicht ersichtlich

Ende Februar 2019

je nach Veranstaltung unterschiedlich

Leser

nicht ersichtlich


je nach Veranstaltung unterschiedlich

Kinder und Eltern

Nein, aber gut für Inspiration und Recherche

16. - 24. März 2019

je nach Veranstaltung unterschiedlich

Kinder und Eltern

Nein, aber Kinderbuchautoren können in Themenstände ihre Bücher für wenig Geld ausstellen

19. - 30. März 2019

je nach Veranstaltung unterschiedlich

Leser

Eventuiell

21.-24. März 2019

€ 19 Tageskarte,
€ 33 Dauerkarte

Fachbesucher:
€ 15 Tageskarte,
€ 27 Dauerkarte

Leser, Autoren, Dienstleister für Autoren, Autorenportale, Disptriburen, Verbände.
Alles Rund um Buch, Schreiben und Veröffentlichen.

160 Veranstaltungen für Autoren;
Autorencamp, Lektorensprechstunde, Autoren-Community etc.
Autoren-Gemeinschaftsstand mit Leseinsel
eigener Messebereich für Autoren: autoren@leipzig
Leipziger Autorenrunde
Meet & Greet zwischen Autor und Verlag
Indie Autor Preis
Fachbesucherservices für Autoren

25. - 30. März 2019

pro Lesung € 10,-

Krimifans

Nein, aber gut für Inspiration und Recherche

29.03. - 05.04.2019

je nach Veranstaltung unterschiedlich

Krimifans

Nein, aber gut für Inspiration und Recherche

30.03. - 11.04.2019

je nach Veranstaltung unterschiedlich

Krimifans

Nein, aber gut für Inspiration und Recherche

03. – 13. April 2019

je nach Paket unterschiedlich

Autoren

Diskussionen, Gruppenarbeit, Workshops, Schreibwettbewerb, Vorträge

23.04.2019

Vor allem Leser, aber auch für Autoren interessant

Es gibt viele Lesungen und Aktionen in Buchhandlungen. Aber auch einige Verlage öffnen ihre Tore, was für Autoren spannend sein kann

25. - 27.04.2019

€ 160,-, ermäßigt 120,-, Mitglieder 60,-


Vor allem für Phantastik-Autoren interessant, aber nicht nur

Vorträge, Interviews und Diskussionen für Phantstik-Nerds. Mitglieder können auch Workshops machen.

01. - 05. Mai 2019

Genfer Buchmesse (französisch-sprachig)

CHF 12.-

Leser, Verleger, Autoren, Vertriebsfirmen, Händler, Medien, Dienstleister etc.

Noch kein aktuelles Programm

23. - 26. Mai 2019

je nach Veranstaltung unterschiedlich

Autoren, Verlagsmitarbeiter, Agenten, Blogger, Kritiker und Krimifans

Podiumsdiskussionen, Vorträge und Seminare

10. - 13. Mai 2019

€ 8,-

Liebesromanfans

Delia ist eine Vereinigung von Liebesroman-Autoren. Es gibt einen öffentlichen und einen geschlossenen Teil, aber kein spezielles Programm. Dafür aber den direkten Kontakt zu vielen Autoren, vor allem Profiautoren und auch mal zu Agenten

11. Mai 2019

noch nicht bekannt

Barcamp für Menschen, die Bücher lieben; auch mit Themen für Autoren

Barcamp: spontane Workshops, Diskussionen, Vorträge je nach Angebot und Nachfrage

17.- 18. Mai 2019

Narrativa Berlin

€ 219,-

Tagung für Autoren, Lektoren & Agenten

Vorträge; Pitching-Sessions, in welchen Autoren ihre Werke Verlagen, Lektoren und Agenten vorstellen um kurzes Feedback zu erhalten

18. Mai 2019

Tageskasse: 179,00 € zzgl. 19% MwSt.

Messe speziell für Autoren, mit Fokus auf Selfpublishing – aber auch Schreiben generell

Workshops zum Thema Schreiben und Selfpublishing



Ein Forum für das aktuelle Literaturschaffen in der Schweiz

Vorträge, Lesungen und Diskussionen

30. Mai 2019

€ 90,- inkl. Essen und Getränke

Autoren und angehende Autoren

Vorträge, Lesungen und Workshops rund um das Thema Schreiben

01. - 02. Juni 2019

Tagesticket 45 EUR
Wochenendticket 59 EUR

Autoren und Leser von Liebesromanen

Workshops zum Thema Schreiben und Selfpublishing; Autoren können Lesungen, Meet & Greets, Autorenblinddates und Signierstunden abhalten.
Round Table mit Leser, Verlag und Autor rund um Thema Liebesroman; Diskussionspanels etc.


€ 27,12 (inkl. Essen und Trinken)

Richtet sich an Blogger, bietet aber viele Themen für Autoren

Workshops von Autoren, Lektoren …

25. Mai 2019

frei

Messe von Autoren für Autoren und Leser. Ausstellen werden
Self-Publisher, Autoren, Verlage, Lektorate, Dienstleister usw. – alles, was zum Buch dazu gehört.

Jeder Aussteller hat die Möglichkeit eine Lesung seiner Werke zu halten

29. - 30. Juni 2019

€ 20

Barcamp für Menschen, die Bücher lieben; auch mit Themen für Autoren

Barcamp: spontane Workshops, Diskussionen, Vorträge je nach Angebot und Nachfrage

11. - 21. September 2019

Einzelkarte (wenn nicht anders angegeben) € 4 bis € 12 mit Ermäßigungen, Schüler € 4
Tageskarte € 18, ermäßigt € 14, Schüler € 8
Gesamtkarte Festival € 60, ermäßigt € 50, Schüler/Freundeskreis € 40

An Literatur Interessierte

vereinzelt Fotografie, Grafik und Schreibworkshops, aber meist Lesungen und auf Theater konzentrierte Workshops

16. – 20. Okt 2019

€ 19 Tageskarte, € 30 Dauerkarte, € 46 Familienkarte / € 68 Tageskarte, € 128 Dauerkarte

Leser, Autoren, Verlage, Dienstleister etc. Spezieller Fokus auf Self-Publishing in Halle 3.0

In der Self-Publishing Area finden Workshops, Panels und Präsentationen rund ums Thema statt

Ende Oktober 2019

Kostenlos während der Woche

Autoren, angehende Autoren und Schreibinteressierte im Bereich Romane

Gesamte 8-tägige Veranstaltung ist speziell für Autoren ausgelegt und beleuchtet mit den absoluten Experten der Branche gemeinsam alle Aspekte, die für Autoren auf dem Weg zum eigenen Roman entscheidend sind!

03. November 2019

ab 119 € für Autoren,

5 - 29 € für Besucher

Signier-Veranstaltung für Autoren (bereits ausgebucht)

Gesamte Veranstaltung ist für Autoren und Leser ausgelegt

06. - 09. November 2019

Noch nicht bekannt gegeben

Leser, Autoren, Journalisten, Verleger, Blogger, Dienstleister etc.

Noch nicht bekannt gegeben

08. - 10. November 2019

Einzeltickets CHF 15
Tagespass Freitag oder Sonntag CHF 40
Tagespass Samstag CHF 70
Zweitagespass CHF 85
Festivalpass CHF 100

Publikumsmesse

Nichts ersichtlich bzw. noch nicht bekannt gegeben


€ 5,-

Leser

Nichts ersichtlich bzw. noch nicht bekannt gegeben

13.11. - 01.12.2019

Münchner Bücherschau / Literaturfest München

Ausstellung frei, Lesung je nach Programm

Leser, teilw. Autoren

Kreativer Schreibworkshop;
Vortrag „erfolgreich Starten in die Buch- und Medienbranche“


KIBUM =
Ulmer Kinder- und Jugendbuchmesse

Noch nicht bekannt gegeben

Kinder und Eltern

Nicht ersichtlich

Weitere Termine findest du auch hier bei Orbanism - Was mit Büchern

Mein persönlicher Tipp:

Wie du die wertvollsten Inhalte der großen Buchmessen bekommst, dafür aber keinen Cent zahlen musst und gemütlich zu Hause bleiben kannst …

Jurenkas Tipp

Oft werde ich gefragt, welche Veranstaltung ich Autoren in diesem Termin-Dschungel wirklich empfehle. Für die Antwort muss ich nicht lange nachdenken: ganz klar die Online Autorenmesse im Oktober/November! https://online-autorenmesse.de

Warum ich mir da so sicher bin? Weil ich sie selbst ins Leben gerufen haben, um angehenden Autoren die bestmöglichste Hilfe zu geben, damit ihr Roman ein voller Erfolg wird! Sie soll für jeden zugänglich sein, egal wo er oder sie wohnt oder was der Geldbeutel gerade sagt. 

https://online-autorenmesse.de

Inspiriert von dem riesigen Angebot und dem niedrigen Preis bei meinem zweiten Event-Favoriten, der Leipziger Buchmesse, habe ich mich mit den Experten der Branche zusammengeschlossen, um noch mehr Hilfe für Autoren anzubieten, zu einem noch günstigeren Preis – nämlich völlig umsonst!

Mit diesem Anspruch haben wir 8 ganze Tage randvoll gepackt mit wirklich allem, was Autoren auf ihrem Weg zum Bestseller benötigen. Es plaudern die bekanntesten und besten Experten aus dem Nähkästchen, verraten euch ihre Geheimnisse zum Erfolg und geben unfassbar greifbare Hilfe für alle Teilnehmer.

Mit solch professioneller Unterstützung direkt von den Profis kann dein Roman ja nur noch einschlagen .

Schreibfluss-Schatz

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Teil III: Wie plane ich richtig - die Buchmesse Checkliste

Und hier habe ich für dich eine Art Messeknigge, der dir dabei helfen soll, deinen Messebesuch zu planen – inklusive einiger Tipps für den Kontakt mit Verlegern und Agenten. Du kannst dir außerdem eine Buchmesse Checkliste für deinen Messebesuch herunterladen!

Die ungeschminkte Wahrheit: so sieht ein Messetag wirklich aus

Warum Vorbereitung so wichtig ist

Es geht los, du freust dich riesig auf den Messetag und was er alles mit sich bringen wird. Am Haupteingang angekommen kaufst du dir erst einmal ein Ticket. Mist, da wären ja die öffentlichen Verkehrsmittel gratis mit dabei gewesen, stellst du fest. Na egal, erstmal rein und umsehen.

Du lässt dich treiben durch die Massen von Menschen, vorbei an jeder Menge Messeständen mit Büchern, die du gar nicht kaufen kannst. Dafür wird dir an jeder Ecke etwas in die Hand gedrückt: Flyer, kleine Geschenke, Süßigkeiten – sogar ein Luftballon. Langsam wird die Messetüte, die du am Eingang bekommen hast, immer voller und mit deiner Jacke auf dem Arm fühlst du dich mittlerweile ganz schön beladen.

Du entscheidest dich, eine Kaffeepause einzulegen, dich kurz hinzusetzen und dich zu orientieren, was es für dich noch Spannenderes geben könnte: Stände mit Büchern kennst du ja jetzt.

War da nicht gerade irgendwo eine Bar? Ach ja dort vorne. Dort gibt es scheinbar etwas gratis, prima. Doch beim Näherkommen stellst du fest, die Menschenansammlung hat nichts mit Freigetränken zu tun, denn die Preise sind gesalzen. Es scheint einfach der Mittagsandrang zu sein, Sitzplatz gibt es auch keinen mehr.

Du drängelst dich zur Theke, kaufst einen Kaffee und ein Sandwich für zusammen fast €15 Euro und suchst dir eine Ecke, in der du nicht ständig angerempelt wirst. Sandwich auspacken mit Kaffee in der Hand gestaltet sich etwas schwierig und die Jacke ist dir enorm im Weg. Endlich steht jemand direkt vor dir auf und du schnappst dir den Platz. Sitzen, endlich.

Dir fällt auf, wie sehr deine Füße in den schicken neuen Schuhen schmerzen. Aber jetzt erstmal das Programm vom Eingang herauskramen. Wow, das ist ja ähnlich überladen wie eine Fernsehzeitschrift! Du überfliegst die Veranstaltungen und findest einen richtig spannenden Workshop über das Schreiben von Romanen – nur leider hat der stattgefunden, als du gerade erst das Haus verlassen hast, das ist wirklich ärgerlich. Aber in 10 Minuten würde ein anderer spannender Workshop beginnen, über das Gestalten von Figuren. Perfekt.

Du startest los, suchst die Richtung zum Autorenbereich, hetzt durch die Massen und Hallen, schaust auf den Plan – und endlich, 10 Minuten zu spät, findest du den Veranstaltungsort. Doch die Ansammlung vor der Türe verheißt nichts Gutes und tatsächlich: voll!

Erschöpfung auf der Buchmesse
Erschlagen von der Buchmesse

Völlig enttäuscht gehst du in die leere Veranstaltung gegenüber, auch wenn sie dich eigentlich gar nicht interessiert. Aber Hauptsache sitzen! Eigentlich hast du genug von der Messe und irgendwie schummrig ist dir auch, aber du wolltest ja noch dein fertiges Manuskript bei einem Verlag abgeben. Auf dem Weg zum Ausgang findest du einen riesigen Verlagsstand, an dem auch gerade ein Mitarbeiter frei ist – perfekt.

Leider verläuft das Gespräch überhaupt nicht, wie erwartet und du wirst sehr schnell wieder auf den Weg geschickt, ohne jedes Interesse an deiner Story oder deinem Manuskript. Der Mitarbeiter hat zwar dein Manuskript angenommen, aber irgendwie hat er entnervt gewirkt. Wollte er dich vielleicht nur loswerden? Landet dein Manuskript am Ende im Papierkorb?!

Mit Blasen an den Füßen und einem dröhnenden Kopf schleppst du dich zum Ausgang und freust dich nur auf dein Sofa daheim.

Mir und vielen Menschen in meinem Umfeld ist es schon so ähnlich ergangen.

Damit dein Messetag völlig anders aussieht und du am Abend glücklich statt frustriert auf dein Sofa sinkst, kommt hier die Abhilfe:

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Mit ein paar Tricks zum Messeprofi werden

Survival-Tipps für einen gut genutzten Tag

Um sich wie Tarzan durch den Messedschungel zu schwingen, in dem so viele Andere verloren gehen, gilt: die Vorbereitung ist so wichtig wie die Bücher für die Messe selbst. Um den Messetag für dich zu einem vollen Erfolg zu machen, geh am besten diese sechs Schritte durch, und es kann dir (fast) nichts mehr passieren.

  • Was will ich dort?

Mach dir klar, warum du überhaupt auf die Messe gehst. Einfach mal Messeluft schnuppern? Netzwerken? Verlage finden? Etwas lernen? Alles zusammen?

Wenn du dein Ziel kennst, fällt es dir leichter, den Weg zu finden.

Welche Messe hilft dir bei deinem Vorhaben am besten? Falls du unsicher bist oder Inspiration brauchst, schau nochmal oben in meinen Veranstaltungsüberblick für Autoren.

  • Mach im Vorfeld Termine aus

Egal ob Verlage, Autoren oder andere Service-Anbieter, denen du folgst: Viele teilen auf Facebook und Co. ihre Messekalender, damit jeder weiß, wann sie wo zu treffen sind. Falls du ein persönlicheres Gespräch möchtest, nimm im Vorfeld Kontakt auf und versuche einen Termin zu vereinbaren. Bei Verlagen ist dies leider nicht so einfach, aber ich verrate dir gleich weiter unten ein paar Tricks dazu.

  • Sieh dir das Programm vorher an

Um nicht von den besten Veranstaltungen zu erfahren, wenn sie vorbei sind, sieh dir auf jeden Fall das Programm schon zu Hause an (Details dazu findest du auf der Website der jeweiligen Messe) und schreib dir raus, wo du gerne hingehen möchtest.

Jurenkas Tipp

 Es lohnt sich auch, auf den Social Media Seiten die Augen offen zu halten, denn sowohl die Messe selbst, als auch die Fachseiten veröffentlichen dort gerne Veranstaltungshinweise.

Tipp: Übrigens haben Leipzig und Frankfurt mittlerweile sogar eigene Apps, mit denen du ganz praktisch Programm, Übersichtspläne und weitere nützliche Infos in deine Hand bekommst.

  • Erstelle dir deinen persönlichen Messe-Zeitplan

Einfach mal treiben lassen ist eine sehr schöne Sache, aber idealerweise siehst du dies als einen „Programmpunkt“ in deinen persönlichen Tagesablauf – denn hier liegt sonst der Anfang vom Ende.

Am besten plant man einen Messetag, indem man zuerst die Veranstaltungen herausschreibt, die man keinesfalls verpassen möchte, dann die Termine und Treffen dazwischen einplant und zuletzt setzt man Blöcke für „Pause“, „Treiben lassen“ etc.

Ganz wichtig ist, genügend Zeit zwischen deinen einzelnen Programmpunkten zu lassen, denn oft werden weite Wege durch verstopfte Gänge, Toilettenpausen und sich ergebende Anschlussgespräche nach Veranstaltungen völlig unterschätzt.

Wenn du großem Gedränge aus dem Weg gehen möchtest, plane beispielsweise deine Mittagspause außerhalb der Stoßzeiten. Ein weiterer Tipp ist auch, lieber etwas zu früh zu den Veranstaltungen zu gehen, um nicht vor vollen Räumen zu stehen, sondern eventuell sogar einen Sitzplatz zu ergattern (ahhhhhh! *Seufz*).

Stuhl ergattert auf der Buchmesse
  • Ticket online kaufen

Bei den großen Messen rate ich dir dazu, die Eintrittskarte vorher online zu kaufen, ganz besonders, wenn du als Fachbesucher hingehen möchtest. Aber auch falls du wirklich „nur“ Besucher bist: Manchmal ist der Onlinekauf sogar günstiger, du sparst dir die Schlangen am Messeeingang und hast das Ticket bereits für die Anreise – denn oft ist es gleichzeitig ein Tagesticket für den öffentlichen Nahverkehr.

  • Packen

Zuletzt solltest du dir überlegen, was du alles mitnimmst. Um es dir leichter zu machen, habe ich hier für dich eine kleine Packliste zum Herunterladen zusammengestellt.

Denk vorallem an einen Rucksack für genügend Getränke und Snacks, denn die Messepreise sind sehr hoch und oft mangelt es dann plötzlich auch an Zeit. Dazu kommen schlechte Luft und ein anstrengender Tag, was nicht selten den Kreislauf absacken lässt.

Gut gerüstet zur Buchmesse

Volle Handyakkus sind besonders wichtig, wenn du dich auf eine App verlässt oder Infos aus dem Internet holen möchtest. Es gibt zwar manchmal vereinzelt Ladestationen, aber ich muss dir ja nicht erwähnen, was da los ist. Am einfachsten wäre ein mobiler „Powerbank“ Lader, falls du so etwas besitzt.

Am wichtigsten ist aber bequemes Schuhwerk – glaube mir!

Aber schau einfach mal in meine Buchmesse Checkliste rein, dort habe ich dir alles übersichtlich zusammengestellt, woran du denken solltest.

Mit diesem kleinen Planungsaufwand dürfte dein Messetag ziemlich erfolgreich verlaufen. Wenn du dir zum Messeziel gesetzt hast, deine Autoren-Karriere nach vorne zu bringen, ist für dich selbstverständlich die Wahl der vielversprechendsten Veranstaltungen, das richtige Auftreten und Netzwerken das A und O.

Falls du mit Verlagen in Kontakt treten möchtest, begehe bitte bloß nicht den Fehler, einfach zu einem Stand hinzugehen und ihnen dein Manuskript in die Hand zu drücken. Das ist der sicherste Weg, nichts zu erreichen.

Der erste Kontakt mit einem Verlag

Wie du deine Chancen auf Erfolg erhöhst

Klar, es wäre ein Traum, wenn du auf der Buchmesse deinen Roman bei einem Verlag unterbringen könntest. Es gibt auch viele Geschichten dazu, einige davon sind Mythen, andere 20 Jahre alt und damit einfach nicht mehr aktuell. Die Verlagswelt verändert sich auch mit der Zeit.

Natürlich bietet aber gerade eine Buchmesse super Kontaktmöglichkeiten und damit auch tolle Gelegenheiten, einen passenden Verlag zu finden. Aber … wenn du diesen Weg gehen willst, dann bereite dich darauf vor! Das erhöht deine Chancen extrem, bei den passenden Leuten im Gedächtnis zu bleiben.

Gerade bei der Kontaktaufnahme mit Verlagen entscheidet die Vorbereitung, die Art der Ansprache und des Gespräches über Erfolg und Misserfolg.

Jetzt ganz konkret:


Du hast noch kein fertiges Manuskript?

Ohne fertiges Manuskript wird es schwierig, dein Buch an den Verlag zu bringen. Sogar gestandene Autoren müssen heutzutage oft ihr Buch fertig schreiben, bevor der Verlag es abnimmt. Ein Verlag will insbesondere bei Erstautoren sehen, dass sie ihr Werk auch fertigstellen können.

Du kannst trotzdem schonmal passende Verlage suchen. An den Ständen auf den großen Messen bekommst du Verlagsprogramme für das nächste halbe/ganze Jahr. Das kannst du in Ruhe zu Hause studieren, um zu sehen, ob dieser Verlag zu dir und deinem Buchprojekt passt.

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Recherchiere im Vorfeld, in welche Verlage dein Buch passen würde und welche davon auf der Messe sein werden

  • Damit du sinnvoll recherchieren kannst, solltest du das Genre deines Romans kennen (du brauchst deinen Roman niemanden anzubieten, der dein Genre gar nicht verlegt).
  • Dann recherchierst du passende Verlage im Internet, gern auch in einer Buchhandlung oder im Handbuch für Autoren vom Uschtrin Verlag oder Handbuch für Erstautoren vom Autorenhaus Verlag. (Sehr empfehlenswerte Bücher, auch wenn das eine nicht günstig ist!)
  • Von den Verlagen, die passen könnten, schaust du auf den Webseiten, ob sie überhaupt Manuskripte suchen. Eventuell findest sogar schon einen passenden Kontakt. Unbedingt notieren!
  • Nun brauchst du den Messekatalog und findest heraus, ob sie auf der Messe vertreten sind (die Standorte evtl. schon notieren).
Vorbereitung für die Buchmesse und den Verlagskontakt

Du kannst natürlich spontan auf der Buchmesse dort erscheinen und versuchen, ein Gespräch in Gang zu bringen. Das könnte allerdings schwierig werden, weil dort viele Leute sein werden oder der richtige Ansprechpartner gerade unterwegs ist – oder einen TERMIN hat. Dann brauchst du viel Geduld.

Priorisiere die Verlage und steuere als erstes deinen Favoriten an. Eventuell musst du es auch zu verschiedenen Zeiten versuchen. Gleich morgens nach der Öffnung ist aber die beste Uhrzeit.


Vereinbare Termine im Vorfeld, wann immer du kannst

Leichter wirst du es haben, wenn die passende Person sich mit dir für eine Viertelstunde verabredet.

  • Rufe dafür am besten im Verlag an (Telefonnummer auf der Webseite recherchieren, manchmal gibt es auch nur eine eMail Adresse, dann musst du es per auf diesem Wege versuchen). Überlege dir vorher, was du sagen willst (klingt doof, aber oft ist man doch plötzlich nervös).
  • Frage nach, wer auf der Buchmesse sein wird (Namen notieren), am besten nach jemanden speziell für dein Genre fragen.
  • Lass dich durchstellen, wenn möglich, und frage deine Kontaktperson, ob er auf der Buchmesse fünf bis zehn Minuten für dich Zeit haben könnte und wann es ihm passen würde.
  • Sei gut vorbereitet, denn der Verlagsvertreter will vielleicht schon jetzt hören, worum es in deinem Roman geht. Dann wäre es gut, wenn du das in ein bis drei Sätzen sagen könntest! (Au Backe! Lieber mal üben.)
Hilfe, anrufen?! Lieber eine eMail an Verleger oder Agenten schreiben
  • Natürlich könntest du deiner Kontaktperson deinen Roman auch jetzt schon am Telefon anbieten. Aber wenn du die Möglichkeit hast, jemanden persönlich kennenzulernen, dann nutze es. Persönliche Kontakte sind viel, viel erfolgsversprechender. So funktionieren wir Menschen nun einmal.
  • Du bekommst weiche Knie, bei der Vorstellung dort anzurufen? Dann schreib eine eMail. Frag darin, wer denn wann auf der Buchmesse sein wird und für welche Bereiche diejenigen im Verlag zuständig sind (gut möglich, dass du diese Info nicht gleich erhältst, aber du frag einfach). Du kannst dann eventuell an die passende Person auch noch eine eMail schicken - oder du weißt wenigstens schon mal, wann sie da ist, und kannst sie mit Namen ansprechen. Ein total unterschätzter Vorteil! Du kommst dort an und fragst, ob es möglich wäre mit Herrn / Frau XY zu reden … das wirkt wesentlich professioneller und wird dich leichter ans Ziel führen.

Ansprache auf dem Messestand

Bereite dich auf das Gespräch vor, damit du auch in ganz kurzer Zeit alles Wichtige unterbringst und vor allem überzeugst!

  • Zeige, dass du dich informiert hast und nicht hausieren gehst! (Hier könnte ich tausend Ausrufezeichen setzen!!)
    „Hallo, mein Name ist …, ich habe einen Roman/Genre (Thriller/Liebesroman etc.) geschrieben, der vielleicht in Ihren Verlag passen könnte. Wenn Sie oder einer Ihrer Kollegen fünf Minuten Zeit hätte, können Sie mir vielleicht sagen, ob ihr Verlag Manuskripte wie meines sucht.“
    Das ist natürlich nur ein Beispiel. Ändere es ab, sei aber knapp und konkret.
    Ein riesen Vorteil ist es, wenn du schon Namen kennst und danach fragen kannst. „Ich suche Frau/Herrn sowieso. Können Sie mir sagen, wo ich sie / ihn finde und ob sie / er einen Augenblick Zeit für mich hätte?“
    Vielleicht findest du die passende Person auch schon anhand des Namensschildes.
  • Wenn du ins Gespräch kommst, wäre es schön, wenn du sagen kannst, warum du diesen Verlag für deinen Roman geeignet hältst. Gibt es dort bereits ähnliche Bücher wie deines, die gut verkauft werden? Ist dir der Verlag aus anderen Gründen wichtig?
  • Du kannst deinen Roman „pitchen“ bzw. ganz kurz zusammenfassen? Super, das ist nämlich wahnsinnig wichtig, um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Die Zeit deiner Kontaktperson ist zu wertvoll, um sie zu verschwenden, und du wirkst viel professioneller, wenn du kurz und knapp die entscheidenden Punkte zusammenfasst. Übe das unbedingt vorher, sonst gerätst du am Ende doch ins Schwafeln.
  • Du solltest sagen können, wie viele Normseiten dein Roman hat. Auch das ist ein Zeichen von Professionalität.
  • Falls du Kurse besucht hast und es passt, kannst du auch das erwähnen. Ebenso, wenn du kritikerprobt bist. Das kann für den Verlag ein gutes Zeichen dafür sein, dass eine Zusammenarbeit mit dir leichter sein wird.
  • Wenn es gut läuft, fragst du, ob du dein Exposé zuschicken darfst und wenn ja, an wen. Erfrage auch, in welcher Form es gewünscht ist (notieren), wenn es nicht schon auf der Webseite stand.
  • Visitenkarte einstecken (an einen sicheren Ort, damit sie nicht verloren geht. Eventuell abfotografieren). Du kannst dir auch auf der Visitenkarte noch etwas notieren, damit du sie später schneller zuordnen kannst (falls du am Ende deines Messebesuchs 20 und mehr Karten hast).
  • Erhältst du schon hier eine Absage, darfst du kurz nachhaken, woran es liegt. Sind zum Beispiel die Programmplätze schon für die nächsten drei bis vier Jahre belegt? (Was gut möglich ist!) Dann frage nach, ab wann es sich wieder lohnen würde, Kontakt mit dem Verlag aufzunehmen.

Nacharbeit – Messe vorbei? Aktiv werden …

Wenn du wieder zu Hause bist, dann solltest du deine Kontaktdaten natürlich nochmals anschauen und sortieren. Schreibe dir möglichst bald nach der Messe Notizen zu einzelnen Gesprächen auf – und zwar so, dass du sie später wieder gut findest. ;-)

Hattest du Erfolg auf der Messe und du darfst dein Manuskript jemanden zuschicken? Super, herzlichen Glückwunsch! Dann schreibe die Person ein bis zwei Wochen nach der Messe an und erwähne das Gespräch auf der Messe!

Die Kunst hierbei ist, den richtigen Zeitpunkt zu finden. Eventuell nicht gleich direkt nach der Messe, da hat sich bei deiner Kontaktperson sicher ein Haufen Arbeit angesammelt. Aber auch nicht zu spät. Vielleicht erinnert sie sich noch an dich und das wäre sicher ein Vorteil.

Visitenkarten von der Buchmesse aufarbeiten

Notiere dein Fazit. Gibt es Verlage, bei denen du es weiter probieren möchtest? Kannst du etwas für die Zukunft verbessern? Was hat dir auf dieser Messe am meisten gebracht, was weniger?


Wie ist das mit Agenten auf der Buchmesse?

Auf der Buchmesse im Fahrstuhl seinen Roman anbieten

Literaturagenten kann man natürlich auch auf der Buchmesse treffen, zumindest auf den großen Messen. Wobei ich meine Agentin auf der DeLiA getroffen habe, die nicht sehr groß ist, dafür aber viele Profi-Autoren als Mitglieder hat. Es lohnt sich also auch nach Agenten Ausschau zu halten. Aber … die Chancen sind hier eher gering.

Auf der Frankfurter Buchmesse haben die Agenturen sogar einen geschlossenen Bereich, in den man nur gelangt, wenn man von einer Agentur eingeladen wurde und namentlich auf einer Liste steht. Aber vielleicht triffst du ja DEN Agenten im Fahrstuhl oder auf dem Raucherbalkon

Dann sollte dein Pitch besonders gut sitzen, damit du in dieser ganz kurzen Zeit überzeugen kannst und eine Visitenkarte erhältst.

​Aber bitte nicht zu arg aufdrängen (ich habe da gleich üble Szenen im Kopf, wie sich Autoren um den einen Agenten prügeln – jaja, die Autoren-Fantasie).

Recherchiere auch hier schon im Vorfeld, welche Agenturen denn für dich in Frage kämen (wieder im Internet oder den oben genannten Handbüchern für Autoren). Für den Fall der Fälle.

Und wenn du die ganzen recherchierten Infos am Ende nicht auf der Buchmesse gebraucht hast, war die Mühe dennoch nicht umsonst! Du hast dich damit professionalisiert, dich und dein Schreiben ernst genommen. Du wirst dieses Wissen in jedem Fall später verwenden können!

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Messeknigge und Packliste – Die Buchmesse Checkliste

Die Do´s and Don´ts

Geschafft - Vorbereitet für den Buchmessebesuch

Puh, jetzt bist du aber gut für die Messe vorbereitet, oder? Damit du nichts vergisst, habe ich dir eine Buchmesse Checkliste zusammengestellt. Damit kannst du deinen Messbesuch planen und deinen Tagesrucksack packen.

Außerdem verrate ich dir darin die Messe-Todsünden, die dir und den anderen Besuchern nur die Stimmung verderben.

Ich wünsche dir ganz viel Spaß und Erfolg in Frankfurt, oder wo du dich sonst unter die Profis auf´s Messeparkett mischt.
Ich selbst werde natürlich auch in Frankfurt sein. Falls du ebenfalls dort bist, sag doch Bescheid – ich würde dich sehr gerne treffen.


Ich wünsche dir viel Erfolg auf den Messen und sonstigen Veranstaltungen. Ich hoffe, wir sehen uns – zumindest auf der Online Autorenmesse im November! www.online-autorenmesse.de

Ich freu mich auf dich,

deine Jurenka

P.S.: Hinterlasse gerne einen Kommentar. Schreib mir, ob dir die Buchmesse Checkliste geholfen hat oder ob wenn du noch heiße Tipps für einen Messebesuch hast!

Teile gern den Beitrag, das würde mich sehr freuen!

Dialog schreiben in Romanen

10 Tipps, wie du gute Dialoge schreibst

Dialog schreiben lernen

In meinen Kursen treffe ich meist auf zwei Typen von Autoren: die einen, die kaum Dialog schreiben, und die anderen, selteneren, die nicht aufhören können, Dialoge zu schreiben. Letztere müssen meist Feinschliff betreiben, viel streichen. Erstere brauchen oft einen Schubser und dann noch etwas Übung.
Man kann jedenfalls gute Dialoge schreiben lernen! So platzt der Knoten und endlich läuft es rund mit dem Dialog Schreiben.

Dialoge schreiben leicht gemacht
In meinen Kursen treffe ich meist auf zwei Typen von Autoren: die einen, die sich kaum an den Dialog herantrauen, und die anderen, selteneren, die nicht aufhören können, Dialog zu schreiben. Letztere müssen meist Feinschliff betreiben, viel streichen. Erstere brauchen oft einen Schubser und dann noch etwas Übung. Dann platzt der Knoten und endlich läuft es auch mit dem Dialogschreiben.

Egal welcher Typ du bist, ich hoffe, bei meinen 10 Tipps ist für jeden etwas dabei.

Was ist Dialog?

Dialog, auch direkte oder wörtliche Rede genannt, ist das, was jemand ausspricht, wenn er sich mit jemanden unterhält. Man braucht also einen Gesprächspartner für einen Dialog, sonst ist es ein Monolog (jemand führt ein Selbstgespräch). Auch ein Monolog kann wie ein Dialog in Anführungszeichen geschrieben werden - ABER nur dann, wenn er auch laut ausgesprochen wird. Sind es nur Gedanken, also ein innerer Monolog, kann man sie kursiv schreiben oder ein dachte ich/er/sie einfügen, damit der Leser folgen kann.

Indirekte Rede dagegen ist so ähnlich wie ein Bericht über einen Dialog. Indirekte Rede Beispiel:
Er fragte sie, ob sie mit ihm ausgehen würde. Aber sie antwortete läppisch, dass sie schon einen Freund hätte und ihr Kühlschrank außerdem voll sei.
(Du siehst, hierbei wird der Konjunktiv mit hätte/würde/sei benutzt und es liest sich eher sperrig.)

Eine narrative Zusammenfassung eines Dialogs würde sich so lesen:
Er hatte sie gefragt, ob sie mit ihm essen gehen würde. Aber sie hatte ihm läppisch geantwortet, dass sie schon einen Freund und auch einen vollen Kühlschrank hätte.
Jetzt aber los zu den 10 Dialog Tipps:

10 Tipps für gute Dialoge

Dialog, also wörtliche Rede, findet statt, wenn zwei oder mehr Menschen bzw. Figuren sich unterhalten. So weit, so klar. Aber im Roman Dialoge schreiben bedeutet normalerweise, dass du keine treue Wiedergabe von „echtem“ Dialog verfasst. Dialoge in Romanen sind künstlich bzw. Kunst. Was kannst du also beachten, um diese Dialoge lebensnah, aber auch sinnvoll und gut lesbar zu schreiben? Denn das Ziel ist ja, den Leser gut zu unterhalten und keinen langweiligen Bericht zu schreiben.

Dialog Checkliste

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10 Tipps, um richtig guten Dialog zu schreiben

Dialog, also wörtliche Rede, findet statt, wenn zwei oder mehr Menschen bzw. Figuren sich unterhalten. So weit, so klar. Aber wenn du Dialog für deinen Roman schreibst, ist das normalerweise keine treue Wiedergabe von „echtem“ Dialog. Es ist künstlich bzw. Kunst. Was kannst du also beachten, um diese Dialoge sinnvoll und gut lesbar zu schreiben?

1. Figurensprache

Dialoge schreiben mit spezieller Figurensprache

Wie traurig wäre es, wenn in deinem Dialog dann versehentlich all deine Figuren klingen, wie du selbst? Das passiert nämlich leider häufig.

Click to Tweet

Du hast sicher gute Figuren für deinen Roman konstruiert. Achte darauf, dass deine Hauptfigur genau so spricht, wie eben nur sie sprechen kann. Woran erkennt man sie wieder, wenn man nur den Dialogtext lesen könnte, ohne zu wissen, dass sie gerade geredet hat? Hat sie Lieblingsworte? Wie ist ihr Wortschatz? Flucht sie viel? Gibt es bestimmte Satzbauten, die für sie typisch sind? Unterbricht sie andere ständig oder sich selbst? Wie sieht es mit der Aussprache, der Betonung oder Akzenten aus? Stottert sie vielleicht sogar?

Salz in suppe

Denke aber bitte daran, nicht zu übertreiben. Sonst wirkt der Dialog schnell überzogen und ist nicht mehr gut lesbar. Aber eine Sprechweise, die für deine Figuren charakteristisch ist, ist für deine Geschichte wie das Salz für die Suppe! Lass es nicht weg!

Arbeiter und Student

2. Figuren charakterisieren    

Guter Dialog charakterisiert die Figuren

​So wie deine Figur durch ihre spezielle Sprechweise wiedererkennbar sein soll, so sollte diese auch etwas über die Figur verraten – am besten so, dass du es gar nicht groß in deiner Geschichte erwähnen musst. Aus welcher Region kommt deine Figur? Aus welchem Millieu? Ist sie ​ gebildet? Arm? ​Introvertiert oder ein Draufgänger?

Gleiche Aussage, anderer Sprecher:
„Ey, schmeiß rüber man!“ vs.
„Würden Sie mir bitte das Salz reichen?“
Natürlich ist das überspitzt, macht aber hoffentlich klar, dass man an der Wortwahl schon unglaublich viel von der Figur erkennt. Nutze das!

3. Dialekt u.ä.

Dialog, wie der Schnabel gewachsen ist 

Einen Dialog zu lesen, wie er im wahren Leben vorkommt, wäre sehr anstrengend. Ständiges verhaspeln, nicht abgeschlossene Sätze, ins Wort fallen, viel Umgangssprache ... ​
Geschriebener Dialog soll natürlich klingen, ist aber immer eine Kunstform. Am wichtigsten bleibt, dass der Leser nicht aus dem Lesefluss fällt. Spricht eine Figur zum Beispiel Englisch, so müsstest du jetzt ja eigentlich auf Englisch weiterschreiben. Aber dein Leser liest gerade einen deutschen Roman. Macht also keinen Sinn.​

​Du kannst das lösen, indem du nur ein oder zwei englische Worte einfügst, dann aber auf Deutsch weiterschreibst. Du kannst aber auch erklären, dass deine Figur auf Englisch antwortet. Auch was Dialekt angeht, kannst du so vorgehen.
„Wonderful!“, antwortete sie auf Englisch. „Diesen Ausflug werde ich nie vergessen!“
Oder:
„Ne, ne. Bei uns zieh’n Sie Puschen an. ​Die schmutzigen Äppelkähne da bleiben schön draußen!“ Sie deutete auf Friederikes ausgetretene Schuhe und dann auf den Treppenabsatz vor der Haustür.

Dialekt
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4. Zeichensetzung

Wie schreibt man Dialog?

Auch wenn Roman Schreiben selten etwas mit dem zu tun hat, was wir mal in der Schule gelernt haben, bei der Zeichensetzung ist das Gelernte dann doch wichtig. Aber, oh je, dann gab es ja auch noch die Rechtschreibreform und seither ist alle etwas anderes. Damit es keine Unsicherheiten mehr gibt, hier die korrekte Schreibweise. Da lohnt es sich, die richtige Schreibweise einmal richtig zu verinnerlichen. Dann muss man später deutlich weniger korrigieren.


Dialog schreiben Beispiel:
Jeder neue Sprecher erhält eine neue Zeile.

„Hallo“, sagte er.
„Wie geht’s dir?“, fragte sie.
„Mir geht es gut.“
„Mir geht es auch gut“, erwiderte sie.
Falsch: „Mir geht es auch gut.“, erwiderte sie.
 
Punkt, Ausrufezeichen und Fragezeichen stehen innerhalb der Anführungszeichen. Das Komma folgt nach den Anführungszeichen und vor fragte/sagte/antwortete etc.!
Wenn ein „sagte er/sie“ folgt, muss ein Komma nach den Anführungszeichen stehen. Das gilt auch, wenn ein Ausrufezeichen oder Fragezeichen im Dialog vorkommen. Aber Achtung: Einen Punkt am Ende der gesprochenen Worte setzt man nur, wenn fragte/sagte/antwortete etc. nicht folgt.

Prüfe, ob der Sprecher der Dialogzeile klar erkenntlich ist. Wenn nicht, erwähne ihn namentlich.
„Hallo“, sagte Matthias.
Oder noch besser:
„Hallo.“ Matthias hob zur Begrüßung die Hand. Dazu aber mehr unter Punkt 10 „Bühnenaktion“

Extra-Tipp: Verwende die Namen der Figuren nicht zu häufig! Sofern klar ist, wer mit "sie" gemeint ist, benutze nur "sie". Es ist ein typischer Fehler, den ich immer wieder sehe. Dabei erzeugen zu viele Namensnennungen eine größere Distanz zum Leser und der Leser kann sich nicht mehr so leicht in die Figur hineinversetzen.
Und verwende noch seltener Umschreibungen wie die Tochter, die Frau, das Mädel, der Bursche, der Junge etc.!


5. Schule ade!

Dialoge schreiben mit sagte, fragte, antwortete, erwiderte

Damit kommen wir zu einem der häufigsten Probleme, die ich kenne:
Die Schule hatte ich ja schon erwähnt. Was man dort lernt, ist leider nicht immer sinnvoll fürs Roman Schreiben. So auch die Übung, möglichst unterschiedliche „Inquitformeln“ zu verwenden. Gemeint ist, dass man viele Verbvarianten von sagte und fragte verwendet, wie flüsterte, schrie, plapperte, zischte usw.

Das ist aber totaler Quatsch für deinen Roman!

In einem Roman Dialoge schreiben heißt, nicht beweisen zu wollen, wie gut man sich ausdrücken kann. Es geht nur darum, den Leser zu begeistern und in die Geschichte zu ziehen. Das bedeutet, dass er in den meisten Fällen nicht wissen muss, wie etwas gesagt wurde, sondern was!
Es ist nicht langweilig, häufig "sagte" zu verwenden. Man muss hier nicht für den Leser Abwechslung hinein bringen! Das Tolle an sagte, fragte, antwortete, erwiderte ist: Man überliest es und konzentriert sich weiter voll auf das, was gesagt wurde.

Natürlich gibt es einige Fälle, in denen es Sinn macht, den Fokus auf das Wie zu legen. Zum Beispiel, wenn jemand aufschreit, obwohl er leise sein sollte, oder überraschend piepsig redet, obwohl er ein Muskelprotz ist.
Falls du es nicht glaubst, dann zähle mal in beliebten Romanen nach, wie oft da auf zwei, drei Seiten „sagte“ steht. Wenn es dir trotzdem missfällt so oft „sagte“ zu schreiben, dann warte Punkt 10 ab. :-)

Und noch ein Dialog Tipp
am Rande: Man kann nicht etwas lächeln oder lachen, das sind keine Verben des Sagens.
Falsch: „Das ist aber lieb“, lächelte sie.
Richtig: „Das ist aber lieb.“ Sie lächelte.

6. Subtext 

Subtext für gute Dialoge

Subtext ist das, was zwischen den Zeilen steht. Also das, was gemeint ist, aber nicht ausgesprochen wird. Ein tolles Mittel zum Manipulieren von Figuren, aber auch, um Missverständnisse und Komplikationen hervorzurufen.
Subtext Beispiele sind so etwas wie:
„Findest du nicht auch, es zieht hier?“
Formal gesehen ist die Aussage: Ich finde, es zieht. Und die Frage: Du auch?
Der Subtext könnte aber sein: „Mach doch bitte mal das Fenster zu".
Anderes Subtext Beispiel:
„Ich gehe jetzt spazieren.“ Klare Aussage.
Der Subtext könnte sein: „Deine letzte Chance mitzukommen! Los, entscheid dich um und komm doch mit!"
Wunderbar zu beobachten sind auch Subtexte bei Verhören in Krimis. Beim Klassiker wird der Subtext vom Verhörten auch mal ausgesprochen:
„Wo waren Sie am Freitag um 13.00 Uhr?“
„Wie, bin ich jetzt ein Verdächtiger? Verdächtigen Sie mich etwa?“
Hier interpretiert der Verhörte Subtext in die Frage und sieht sich dadurch selbt verdächtigt.

In Liebesromanen kann ein Dialog mit Subtext schön zu Komplikationen führen, weil das, was mittels Subtext gesagt wurde, beim Empfänger leider nicht ankam.
Subtext bereichert Dialoge ungemein, macht sie spannend und würzig.

Subtext Übung: Versuche dir in Romanen und auch gern in Filmen bewusst zu machen, was die Aussage in einem Dialog ist und was eigentlich gemeint war.
Kontrolliere auch gern schon von dir geschriebenen Dialog  daraufhin, ob du Subtext verwendest.

Du kannst Subtext üben, indem du dir im Vornherein überlegst, was deine Figur "eigentlich" will, warum sie das aber nicht direkt anspricht. Oft glaubt aber auch jemand, dass er schon klar gesagt hätte, was er will, obwohl es nur angedeutet war. Nach dem Motto "das habe ich doch gesagt!" (aber eigentlich hat sie das nur gemeint, nicht gesagt!). Was will deine Figur also und wie sagt sie es schlussendlich?

Panik

Ich übertreibe:
„Guten Morgen.“ Sein Grinsen hing kalt in seinem Gesicht.
„Morgen.“ Sie hätte aus dem Badezimmerfenster klettern sollen. Warum nur war sie heruntergekommen? Aber sie wusste die Antwort auch schon. Sie konnte noch immer nicht glauben, was gestern passiert war.
„Magst du ein Ei?“
Sie hielt die Luft an. „Heut lieber nicht. Danke“, presste sie hervor. Er wusste, dass sie hochgradig allergisch auf Hühnereiweiß reagierte. Nun war sie sich sicher; sie wäre besser aus dem Badezimmerfenster geflohen.

Ach ja, mit Konflikt meine ich übrigens nicht unbedingt den dritten Weltkrieg oder eine Morddrohung. Ein Konflikt ist ein Ziel mit Hindernissen. Frage dich also immer, was für ein Ziel hat deine Figur hier und was steht ihr im Wege. Dann findest du auch ganz einfach die Konflikte.

Dialog Checkliste

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Mit Eintrag deiner eMail-Adresse hier erlaubst du mir, deine personenbezogenen Daten zu erheben, zu speichern und zu nutzen und dir in unregelmäßigen Abständen Schreibtipps, Infos und Werbung für meine Kurse zu schicken. Selbstverständlich gehe ich mit deinen Daten vertrauensvoll um und du kannst jederzeit diese Erlaubnis widerrufen! Hinweise zu der von der Einwilligung mitumfassten Erfolgsmessung, dem Einsatz des Versanddienstleisters Active Campaign, Protokollierung der Anmeldung und deinen Widerrufsrechten erhältst du in unserer Datenschutzerklärung. Herzlich, Jurenka

8. Langweilig?

Kein langweiliger Schlagabtausch, sondern die Handlung vorantreiben

Damit sind wir auch schon am 8. Punkt, der auch heißen könnte: Streiche jeden überflüssigen Dialog.
Woran erkennst du nun überflüssigen Dialog? Streiche ihn (haha), dann weißt du es! Fehlt nichts, bleibt er gestrichen. Fehlt etwas, dann frage dich trotzdem, ob du den Dialog wirklich brauchst oder ob eine Zusammenfassung nicht besser wäre. Statt eines ellenlangen Schlagabtausches, in der zwei Figuren versuchen, einen Termin zu finden, kannst du auch knapp schreiben: Es dauerte eine geschlagene Stunde, bis Melanie endlich nachgab und einem Termin am Donnerstag zustimmte.

Ein Konflikt wäre sogar vorhanden, aber der Dialog über die Terminsuche hätte nicht die Handlung vorangetrieben. Das sollte guter Dialog aber immer! (Ok., manchmal darf Dialog auch nur eine Figur charakterisieren oder unterhalten, wenn er witzig ist.)

Dialog Stopp
1.    Dialoge schreiben mit spezieller Figurensprache
Du hast sicher gute Figuren für deinen Roman konstruiert. Wie traurig wäre es, wenn in deinem Dialog dann versehentlich all deine Figuren klingen, wie duselbst? Das passiert leider nämlich häufig.
Achte darauf, dass deine Hauptfigur genau so spricht, wie eben nur sie sprechen kann. Woran erkennt man sie wieder, wenn man nur den Dialogtext lesen könnte, ohne zu wissen, dass sie gerade geredet hat? Hat sie Lieblingsworte? Wie ist ihr Wortschatz? Flucht sie viel? Gibt es bestimmte Satzbauten, die für sie typisch sind? Unterbricht sie andere ständig oder sich selbst? Wie sieht es mit der Aussprache, der Betonung oder Akzenten aus? Stottert sie vielleicht sogar?
Denke aber bitte daran, nicht zu übertreiben. Sonst wirkt der Dialog schnell überzogen und ist nicht mehr gut lesbar. Aber eine Sprechweise, die für deine Figuren charakteristisch ist, ist für deine Geschichte wie das Salz für die Suppe! Lass es nicht weg!

2.    Guter Dialog charakterisiert die Figuren
So wie deine Figur durch ihre spezielle Sprechweise wiedererkennbar sein soll, so sollte sie auch etwas über die Figur verraten – am besten so, dass du es gar nicht groß in deiner Geschichte erwähnen musst. Aus welcher Region kommt deine Figur? Aus welchem Millieu? Ist sie gut gebildet? Arm? Ist sie introvertiert oder ein Draufgänger?
Gleiche Aussage, anderer Sprecher:
„Ey, schmeiß rüber man!“
„Würden Sie mir bitte das Salz reichen?“
Natürlich ist das überspitzt, macht aber hoffentlich klar, dass man an der Wortwahl schon unglaublich viel von der Figur erkennt. Nutze das!

3.    Dialog, wie der Schnabel gewachsen ist (Entglisch, Dialekt etc.)
Einen Dialog zu lesen, wie er im wahren Leben vorkommt, wäre sehr anstrengend. Ständiges verhaspeln, nicht abgeschlossene Sätze, ins Wort fallen, viel Umgangssprache ... Es kommt also auf die Mischung an.
Dialog soll natürlich klingen, ist aber immer eine Kunstform. Am wichtigsten bleibt, dass der Leser nicht aus dem Lesefluss fällt. Spricht eine Figur zum Beispiel Englisch, so müsstest du jetzt ja eigentlich auf Englisch weiterschreiben. Aber dein Leser liest gerade einen deutschen Roman. Macht also keinen Sinn.
Du kannst das lösen, indem du nur ein oder zwei englische Worte einfügst, dann aber auf Deutsch weiterschreibst. Du kannst aber auch erklären, dass deine Figur auf Englisch antwortet. Auch was Dialekt angeht, kannst du das so lösen.
„Wonderful!“, antwortete sie auf Englisch. „Diesen Ausflug werde ich nie vergessen!“
Oder:
„Nei, nei. Bei uns zieh’n Sie Puschen an. Ihre schmutzigen Äppelkähne bleiben schön da draußen!“ Sie deutete auf Friederikes ausgetretene Schuhe und dann auf den Treppenabsatz vor der Haustür.

4.    Dialog schreiben – wie geht das formal
Auch wenn Romanschreiben selten etwas mit dem zu tun hat, was wir mal in der Schule gelernt haben, bei der Zeichensetzung ist das Gelernte dann doch wichtig. Aber, oh je, dann gab es ja auch noch die Rechtschreibreform und seither ist alle etwas anderes. Damit es keine Unsicherheiten mehr gibt, hier die korrekte Schreibweise. Da lohnt es sich, die richtige Schreibweise einmal richtig zu verinnerlichen. Dann muss man später deutlich weniger korrigieren.

Jeder neue Sprecher erhält eine neue Zeile.
„Hallo“, sagte er.
„Wie geht’s dir?“, fragte sie.
„Mir geht es gut.“
„Mir geht es auch gut“, erwiderte sie.
Falsch: „Mir geht es auch gut.“, erwiderte sie.
 
Das Komma folgt nach den Anführungszeichen und vor fragte/sagte/antwortete etc.! Aber Punkt, Ausrufezeichen und Fragezeichen stehen innerhalb der Anführungszeichen.
Wenn ein „sagte er/sie“ folgt, muss ein Komma nach den Anführungszeichen stehen. Das gilt auch, wenn ein Ausrufezeichen oder Fragezeichen im Dialog vorkommen. Aber Achtung: Einen Punkt am Ende der gesprochenen Worte setzt man nur, wenn fragte/sagte/antwortete etc. nicht folgt.

Prüfe, ob der Sprecher der Dialogzeile klar erkenntlich ist. Wenn nicht, erwähne ihn namentlich.
„Hallo“, sagte Matthias.
Oder noch besser:
„Hallo.“ Matthias hob zur Begrüßung die Hand. Dazu aber mehr unter Punkt 10 „Bühnenaktion“

5.    Dialoge schreiben mit sagte, fragte, antwortete, erwiderte
Damit kommen wir zu einem der häufigsten Probleme, die ich kenne:
Die Schule hatte ich ja schon erwähnt. Was man dort lernt, ist leider nicht immer sinnvoll fürs Romanschreiben. So auch die Übung, möglichst unterschiedliche „Inquitformen“ zu verwenden. Gemeinst ist, dass man viele Varianten von sagte und fragte verwendet, wie flüsterte, schrie, plapperte, zischte usw.

Das ist aber totaler Quatsch für den Roman!

In einem Roman geht es nicht darum, zu zeigen, wie gut man sich ausdrücken kann. Es geht nur darum, den Leser zu begeistern und mitzuziehen. Und das bedeutet, dass er in den meisten Fällen nicht wissen muss, wie etwas gesagt wurde, sondern was!
Das Tolle an sagte, fragte, antwortete, erwiderte ist: Man überliest es und konzentriert sich weiter voll auf das, was gesagt wurde. Natürlich gibt es seltene Fälle, in denen es Sinn macht, den Fokus auf das Wie zu legen. Zum Beispiel, wenn jemand aufschreit, obwohl er leise sein sollte, oder überraschend piepsig redet, obwohl da er ein Muskelprotz ist.
Falls du es nicht glaubst, dann zähle mal in beliebten Romanen nach, wie oft da auf zwei, drei Seiten „sagte“ steht. Wenn es dir trotzdem missfällt so oft „sagte“ zu schreiben, dann warte Punkt 10 ab. :-)

Und noch ein Tipp am Rande: Man kann nicht etwas lächeln oder lachen, das sind keine Verben des Sagens.
Falsch: „Das ist aber lieb“, lächelte sie.
Richtig: „Das ist aber lieb.“ Sie lächelte.

6.     Subtext für gute Dialoge
Subtext ist das, was zwischen den Zeilen steht. Also das, was gemeint ist, aber nicht ausgesprochen wird. Ein tolles Mittel zum Manipulieren von Figuren, aber auch, um Missverständnisse und Komplikationen hervorzurufen.
Klassiker sind so etwas wie:
„Findest du nicht auch, es zieht hier?“
Formal gesehen ist die Aussage: Ich finde, es zieht. Und die Frage: Du auch?
Der Subtext könnte aber sein: Mach doch bitte mal das Fenster zu.
Anderes Beispiel:
„Ich gehe jetzt spazieren.“ Klare Aussage.
Der Subtext könnte sein: „Deine letzte Chance mitzukommen! Los, entscheid dich um und komm doch mit!
Wunderbar zu beobachten sind auch Subtexte bei Verhören in Krimis. Beim Klassiker wird der Subtext vom Verhörten auch mal ausgesprochen:
„Wo waren Sie am Freitag um 13.00 Uhr?“
„Wie, bin ich jetzt ein Verdächtiger? Verdächtigen Sie mich etwa?“
In Liebesromanen kann ein Dialog mit Subtext schön zu Komplikationen führen, weil das was mittels Subtext gesagt wurde, beim Empfänger leider nicht ankam.
Subtext bereichert Dialoge ungemein, macht sie spannend und würzig.

Übung: Versuche dir in Romanen und auch gern Filmen mal bewusst zu machen, was die Aussage in einem Dialog ist und was eigentlich gemeint war.
Kontrolliere auch gern schon von dir geschriebenen Dialog mal daraufhin, ob du Subtext verwendest.

7.    Drama, Baby! Gute Dialoge haben ein Ziel und Konflikt
„Guten Morgen.“
„Morgen.“
„Magst du ein Ei?“
„Heut lieber nicht. Danke.“

Hm. Nicht so wirklich spannend. Es passiert nichts, ist alltägliches Geplänkel und ja, lass es einfach weg! Du musst nicht jede Kleinigkeit aus dem Leben deiner Figuren erzählen. Das ermüdet nur!
Wenn es wichtig ist, kannst du es zusammenfassen: Am Morgen begrüßte er sie und bot ihr an, ein Frühstücksei zu kochen.
Hm. Lass es lieber weg! ;-)
Oder pepp es auf. Baue einen Konflikt ein. Baue immer einen Konflikt ein! Ich übertreibe:
„Guten Morgen.“ Sein Grinsen hing kalt in seinem Gesicht.
„Morgen.“ Sie hätte aus dem Badezimmerfenster klettern sollen. Warum nur war sie hier heruntergekommen? Aber sie wusste die Antwort auch schon. Sie konnte noch immer nicht glauben, dass gestern passiert war, was passiert war.
„Magst du ein Ei?“
Sie hielt die Luft an. „Heut lieber nicht. Danke“, flüsterte sie leise. Er wusste, dass sie hochgradig allergisch auf Hühnereiweiß reagierte. Nun war sie sich sicher; sie wäre besser aus dem Badezimmerfenster gelohen.

Ach ja, mit Konflikt meine ich übrigens nicht den dritten Weltkrieg oder eine Morddrohung. Ein Konflikt ist ein Ziel mit Hindernissen. Frage dich also immer, was für ein Ziel hat deine Figur hier und was steht ihr im Wege. Dann findest du auch ganz einfach die Konflikte.

8.    Kein langweiliger Schlagabtausch, sondern Handlung vorantreiben
Damit sind wir auch schon am 8. Punkt, der auch heißen könnte: Streiche jeden überflüssigen Dialog.
Woran erkennst du nun überflüssigen Dialog? Streiche ihn (haha), dann weißt du es! Fehlt nichts, bleibt er gestrichen. Fehlt etwas, dann frage dich trotzdem, ob du den Dialog wirklich brauchst oder ob eine Zusammenfassung nicht besser wäre. Statt eines ellenlangen Schlagabtausches, in der zwei Figuren versuchen, einen Termin zu finden, kannst du auch knapp schreiben: Es dauerte eine geschlagene Stunde, bis Melanie endlich nachgab und einem Termin am Donnerstagnachmittag zustimmte.

Ein Konflikt war sogar vorhanden, aber der Dialog über die Terminsuche hat nicht die Handlung vorangetrieben. Das sollte guter Dialog aber immer! (Ok., manchmal darf Dialog auch nur eine Figur charakterisieren oder unterhalten, wenn er witzig ist.)

Achte darauf, dass deine Dialoge immer mit deiner Geschichte zu tun haben und diese in Schwung hält. Wenn deine Geschichte sich um die Aufklärung eines Mordes dreht, dann sollte sich der Dialog nicht um die Schwimmstunden des sechsjährigen Detektivs drehen. Es sei denn, es ist eine Taktik vom Detektiv und hat damit wieder etwas mit dem Fall zu tun.

Dialoge bringen Abwechslung und Lebendigkeit in einen Text. Vermeide jedoch seitenlangen Schlagabtausch und füge ab und an einen erzählerischen Text ein.

9.    Kein Infomüll in den Dialog packen!
Nutze bitte niemals unüberlegt Dialoge dafür, Informationen an den Leser zu vermitteln. In den allermeisten Fällen wirkt das total unnatürlich und der Leser spürt die Absicht vom Autor. Damit ist aber der ganze Lesegenuss im Eimer.
Das liest sich dann etwa wie eine amerikanische Werbeverkaufssendung:
„Oh schau mal Wiebke. Wenn ich hier an dem Hebel ziehe, dann bewegt sich da oben ein Rad.“
„Wow Richard, das ist ja spannend!“
„Wiebke, da, da! Jetzt löst sich der Riemen!“
„Nein!“
„Doch!“ (Ok., ich übertreibe wieder ;-))

Wenn der Leser für den Verlauf der Geschichte unbedingt wissen muss, wie die Maschine funktioniert, verpacke das Thema entweder in einen Konflikt oder fasse es zusammen.
Einen Konflikt könntest du erzeugen, wenn du Richard versuchen lässt, seinem Chef die Maschine zu erklären, weil sein Job davon abhängt. Er hat sie verbessern können, was sein Chef aber noch gar nicht verstanden hat. Sein Chef denkt dagegen, dass Richard schuld an der zu langsamen Produktion sei.
Eine Zusammenfassung könnte so lauten: Richard betätigte den Hebel wie jeden Morgen. Die Maschine ratterte los, das Zahnrad löste den Riemen und startete die Produktion. Richard kannte jeden Mechanismus im Inneren des Kastens auswendig. ...

10.    Die Bühnenaktion für den perfekten Dialog
Etwas verknappt: Wenn du ein Drehbuch schreibst, schreibst du fast nur Dialog. Der Zuschauer wird aber viel mehr sehen, nämlich auch die Bühnenausstattung und vor allem die Handlung des Schauspielers – das nenne ich die „Bühnenaktion“. Das sind alles Dinge, die du als Romanautor in deine Geschichte schreiben muss, damit das „Kopfkino“ beim Leser startet. Vielleicht erscheint dir das jetzt als aufwändig, aber genau darin liegt ja auch ein Reiz vom Romanschreiben, oder? Außerdem kannst du es auch noch für die Königsdisziplin beim Dialogschreiben nutzen:

Schreibe nicht, wer etwas sagt (sagte er), sondern zeige, was derjenige macht!
So sparst du dir das ewige „sagte“ und zeigst dem Leser gleich, was wo passiert. Automatisch weiß der Leser auch, wer gerade gesprochen hat. Tatata! Die perfekte Lösung!

Ein Beispiel gefällig?
Sabine durchwühlte ihre Handtasche nach dem Autoschlüssel. „Wo ist das Miststück?“
„Jetzt bleib mal locker!“ Anton lehnte sich an das Auto und fing an, sich eine Zigarette zu drehen.

Das waren die 10 wichtigsten Tipps, um gute Dialoge zu schreiben.

Wenn du magst, kommt hier noch eine Übung: Untersuche den Dialog in deinen Lieblingsbüchern. Wie haben die Autoren es dort gelöst? Gefällt dir das? Wenn ja, warum? Finde gern auch einen Roman, in dem dir der Dialog nicht gefallen hat. Woran lag es?
Du kannst dir auch Filme anschauen und den Dialog darin untersuchen. Was wird gesagt, was ist wirklich gemeint? Wie sieht also der Subtext aus? Und was wird nicht gesagt, sondern durch die Schauspieler dargestellt (was müsstest du also zum Dialog noch schreiben)?

Einer meiner Lieblingsfilme ist übrigens „Von Löwen und Lämmern“. Sowohl inhaltlich schätze ich den Film sehr, aber besonders in Bezug auf Dialog bin ich fasziniert. Es gibt drei Erzählstränge und nur einer beinhaltet filmtypische „Action“. Die beiden anderen finden zu 90% in jeweils einem Raum statt. Einmal sitzen sich ein Professor und ein Student in einem Minibüro gegenüber, das andere Mal eine Journalistin und ein Senator in dessen Büro. Und dann wird geredet! Und geredet! Und geredet! Und ich bin jedes Mal gefesselt! Fasziniert! Gefangen!
Definitiv sehenswert!

Viel Erfolg mit deinen Dialogen! Hast du Fragen? Zu welchem Schreibtyp gehörst du? Fällt es dir leicht, mit dem Dialog zu starten, schreibst du vielleicht sogar zu viel? Oder brauchst du etwas Anlauf?
Helfen dir die Tipps hier im Artikel? Schreib mir hier einen Kommentar!

Um wirklich interessante Dialoge zu schreiben, musst du darauf achten, dass die Dialoge immer mit deiner Geschichte zu tun haben und diese in Schwung halten. Wenn deine Geschichte sich um die Aufklärung eines Mordes dreht, dann sollte sich der Dialog nicht um die Schwimmstunden des sechsjährigen Detektivs drehen. Es sei denn, es ist eine Taktik vom Detektiv und hat damit wieder etwas mit dem Fall zu tun.

Dialoge bringen Abwechslung und Lebendigkeit in einen Text. Vermeide jedoch seitenlangen Schlagabtausch und füge ab und an einen erzählerischen Text ein.

Sehr schön finde ich auch das Zitat von Elke Bockamp im Interview auf der 1. Online Autorenmesse, mit dem Thema "Interessante Dialoge schreiben":

Guten Dialog schreiben

9. Infos verpacken

Keinen Infomüll in den Dialog packen!

Nutze bitte niemals unüberlegt Dialoge dafür, Informationen dem Leser zu vermitteln. In den allermeisten Fällen wirkt das total unnatürlich und der Leser spürt die Absicht vom Autor. Damit ist der ganze Lesegenuss im Eimer.
Das liest sich dann etwa wie eine amerikanische Werbeverkaufssendung.

Hier ein Beispiel für schlechten Dialog:
„Oh schau mal Wiebke. Wenn ich hier an dem Hebel ziehe, dann bewegt sich da oben ein Rad.“
„Wow Richard, das ist ja spannend!“
„Wiebke, da, da! Jetzt löst sich der Riemen!“
„Nein!“
„Doch!“ (Ok., ich übertreibe ;-))

Wenn der Leser für den Verlauf der Geschichte unbedingt wissen muss, wie die Maschine funktioniert, verpacke das Thema entweder in einen Konflikt oder fasse es zusammen.
Einen Konflikt könntest du erzeugen, wenn du Richard versuchen lässt, seinem Chef die Maschine zu erklären, weil sein Job davon abhängt. Er hat sie verbessern können, was sein Chef aber noch gar nicht verstanden hat. Sein Chef denkt dagegen, dass Richard schuld an der zu langsamen Produktion sei.
Eine Zusammenfassung dagegen könnte so lauten: Richard betätigte den Hebel wie jeden Morgen. Die Maschine ratterte los, das Zahnrad löste den Riemen und startete die Produktion. Richard kannte jeden Mechanismus im Inneren des Kastens auswendig. ...

10. Die Königsdisziplin

Die Bühnenaktion für den perfekten Dialog

Jetzt mein absoluter Lieblingstipp!!!

Etwas verknappt: Wenn du ein Drehbuch schreibst, schreibst du fast nur Dialog. Der Zuschauer wird aber viel mehr sehen, nämlich auch die Bühnenausstattung und vor allem die Handlung des Schauspielers – das nenne ich die „Bühnenaktion“. Das sind alles Dinge, die du als Romanautor in deine Geschichte schreiben muss, damit das „Kopfkino“ beim Leser startet. Vielleicht erscheint dir das jetzt als aufwändig, aber genau darin liegt ja auch ein Reiz vom Romanschreiben, oder? Außerdem kannst du es auch noch für die Königsdisziplin beim Dialogschreiben nutzen:

Bühnenaktion

Schreibe nicht, wer etwas sagt (sagte er), sondern zeige, was derjenige macht!
So sparst du dir das ewige „sagte“ und zeigst dem Leser gleich, was wo passiert. Automatisch weiß der Leser auch, wer gerade gesprochen hat.

Tatata! Die perfekte Lösung!

Ein Dialog Beispiel gefällig?

„Wo ist das Miststück?“, fragte Sabine und durchwühlte ihre Handtasche.
„Jetzt bleib mal locker!“, erwiderte Anton und drehte sich eine Zigarette.

VERSUS

Sabine durchwühlte ihre Handtasche nach dem Autoschlüssel. „Wo ist das Miststück?“
„Jetzt bleib mal locker!“ Anton lehnte sich an das Auto und fing an, sich eine Zigarette zu drehen.

Kein preisgewinnender Text, aber du siehst, dass du völlig ohne Verben des Sagens auskommst, wenn du die Figuren handeln lässt und das vor oder nach dem Gesprochenen einfügst. Damit schlägst du ganz viele Fliegen mit nur einer Klappe! Wunderbar!

Dialog Übung: Streiche die Verben des Sagens und füge Handlung ein (falls du sie nicht eh schon drin stehen hast).

Das waren die 10 wichtigsten Tipps, um gute Dialoge zu schreiben.

Suche dir am besten einen Tipp nach dem anderen aus und mache dich daran, deinen bisheringen Dialog daraufhin zu kontrollieren und zu überarbeiten. Dann wird es auch dir bald leicht fallen, richtig guten Dialog zu schreiben.

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Wenn du magst, kommt hier noch eine ...

Dialog Übung 

Untersuche den Dialog in deinen Lieblingsbüchern. Wie haben die Autoren es dort gelöst? Gefällt dir das? Wenn ja, warum? Finde gern auch einen Roman, in dem dir der Dialog nicht gefallen hat. Woran lag es?
Du kannst dir auch Filme anschauen und den Dialog darin untersuchen. Was wird gesagt, was ist wirklich gemeint? Wie sieht also der Subtext aus? Und was wird nicht gesagt, sondern durch die Schauspieler dargestellt (was müsstest du also zum Dialog noch schreiben)?


Filmbeispiel - super Beispiele für gute Dialoge

Einer meiner Lieblingsfilme ist „Von Löwen und Lämmern“. Hier findest du garantiert gute Dialog Beispiele!
Sowohl inhaltlich schätze ich den Film sehr, aber besonders in Bezug auf Dialog bin ich fasziniert. Es gibt drei Erzählstränge und nur einer beinhaltet filmtypische „Action“. Die beiden anderen finden zu 90% in jeweils einem Raum statt. Einmal sitzen sich ein Professor und ein Student in einem Minibüro gegenüber, das andere Mal eine Journalistin und ein Senator in dessen Büro. Und dann wird geredet! Und geredet! Und geredet! Und ich bin jedes Mal gefesselt! Fasziniert! Gefangen!
Definitiv sehenswert! Und toll zum Dialoge Untersuchen.

Viel Erfolg mit deinen Dialogen!

Hast du Fragen? Zu welchem Schreibtyp gehörst du? Fällt es dir leicht, mit dem Dialog zu starten, schreibst du vielleicht sogar zu viel? Oder brauchst du etwas Anlauf? Und helfen dir die Tipps hier im Artikel? Schreib mir hier einen Kommentar!

P.S.: Worauf du noch achten kannst, um einen wirklich guten Roman zu schreiben zu können, erfährst du hier, wenn es um das Erzeugen von Kopfkino beim Leser geht.

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Romanideen entwickeln

Romanideen entwickeln – 5 erfolgreiche Strategien!

Wie findet man Romanideen?Wie Romanideen finden?

Noch bevor man mit den Figuren oder dem Handlungsgerüst für einen Roman beginnen kann, braucht man eine Idee. Die Romanidee zu Harry Potter soll Joanne K. Rowling auf einer Zugfahrt gekommen sein und der Erfolgsautor Sebastian Fitzek beschreibt, wie ihn das Fernsehen zu einem seiner Thriller inspirierte.

Juli Zeh wiederum schildert in ihrer Poetikvorlesung die Macht des „Treidelns“, um Romanideen zu entwickeln, während Patricia Highsmith darauf schwört, ganz unterschiedliche Alltagsbeobachtungen miteinander zu kombinieren.

Bei jedem Autor scheint dies also ein wenig anders zu sein. Das bedeutet aber nicht, dass sich das Entwickeln von Ideen nicht beeinflussen ließe. Vielmehr gibt es einige vielversprechende Strategien, die du einmal ausprobieren kannst.

Vielleicht bringt dich eine davon ja auf die Idee für deinen nächsten Roman?

Romane und Romanideen

Manchmal gibt es für einen Roman die eine zündende Idee. Meistens braucht man aber gleich mehrere Ideen, um einen ganzen Roman zu füllen.

Es ist schwierig, auf den Punkt zu bringen, wie Romanideen eigentlich entstehen. Letztlich ist der kreative Prozess immer sehr persönlich und individuell. Umso hilfreicher ist es, sich einige vielversprechende Zugänge und Strategien vor Augen zu führen. Probiere die unterschiedlichen Möglichkeiten am besten aus und kombiniere sie miteinander. So findest du zu deiner ganz eigenen Herangehensweise.

 

5 Strategien für Romanideen

Strategie 1: Figuren verstehen

Eine Geschichte hat praktisch immer mit Figuren zu tun. Diese bieten meist auch die Basis dafür, dass sich der Leser mit dem Geschehen identifiziert. Häufig ist beim Schreiben nicht von Anfang an die ganze Geschichte da, sondern bloß deren Hauptfigur. Sie bietet einen guten Ausgangspunkt, um einen Roman zu entwickeln.

Auf Ideen für Figuren kannst du auf ganz unterschiedliche Weise kommen. Du musst dafür einfach Augen und Ohren offen halten. Auf Schritt und Tritt begegnen wir in unserem Leben anderen Menschen. Die Idee zu einer Figur kann in einem interessanten Gesicht, einer Art sich zu bewegen oder einer eindrucksvollen Stimme liegen. Es lassen sich super einzelne Elemente kombinieren, um einen ganz neuen Charakter zu erschaffen. Halte aber auch Ausschau in Filmen, Bücher oder Zeitungsartikeln und lass dich von ihnen inspirieren.

Sobald du eine vage Idee für eine Figur hast, kannst du diese durch gezielte Fragen näher ausgestalten. Sei neugierig auf deine Figur, denn aus ihr kann sich ein kompletter Roman ergeben!

Das Ziel ist es nicht, jedes Detail deiner Figuren zu kennen. Viel wichtiger ist es, deren (geheime) Wünsche, Ziele, Hoffnungen und Ängste ans Licht zu bringen und zu wissen, warum sie diese hat.

Kurz gesagt: Finde heraus, woher deine Figur kommt und was sie ausmacht. So stößt du auf interessantes Konfliktpotential, aus dem sich eine spannende Story entwickeln lässt.

Strategie 2: Besondere Perspektiven entwickeln

Du kannst die Welt beim Schreiben aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten. Lass Gott deine Geschichte erzählen oder einen Käfer so wie einst Kafka. Du kannst dich sogar in das Bewusstsein eines Embryos hineinversetzen so wie Ian McEwan in seinem jüngsten Roman „Nussschale“.

Die Entwicklung einer besonderen Perspektive bietet eine schöne Alternative zur storybasierten Herangehensweise an Romanideen. Um zu schreiben benötigst du hier nichts weiter als einen Blickwinkel, aus dem du die Welt beschreibst.

Alles andere, die konkrete Handlung, Figuren, einen PerspektivenKonflikt kannst du dann schreibend entwickeln.

Häufig geht eine bestimmte Perspektive auch schon mit einer bestimmten Erzählstimme einher. Wenn du die Welt z.B. aus der Sicht eines Arbeiters beschreibst, wird das anders klingen als aus der Sicht eines Vorstandsvorsitzenden, eine weibliche Erzählerin klingt anders als ein männlicher Erzähler, ein Kind anders als ein Greis.

Erstelle eine Liste weiterer Möglichkeiten und wähle die aus, die dich am meisten reizt. Und dann beginne die Welt aus diesem Blickwinkel mit den zu deinem Erzähler passenden Worten zu beschreiben und sei gespannt, was sich daraus ergibt.

Strategie 3: Autobiographische Inspiration

Wenn du dein Leben in dein Schreiben einfließen lässt, bedeutet das nicht gleich, dass du eine Autobiographie schreibst. Vielmehr ist unser Schreiben immer in gewissem Sinn autobiographisch. Selbst wenn wir uns mit unseren Romanen in ferne Zeiten oder auf fremde Planeten begeben, schöpfen wir beim Erzählen aus unserem Erfahrungsschatz. Wie sollte es auch anders sein?

Machst du dir einmal diesen Zusammenhang klar, erschließt du eine mächtige Inspirationsquelle für deine Romanideen. Es geht dabei nicht darum, dein Leben eins zu eins in deine Geschichten zu übertragen. Vielmehr stecken häufig in bestimmten wiederkehrenden Mustern, in besonderen Erfahrungen, in den schlimmsten Niederlagen und größten Erfolgen Ideenkeime, die du zu etwas ganz Neuem ausformen kannst.

Betrachte einmal die alternativen Lebenswege, die du nicht gegangen bist, jedoch gehen hättest können. Welche interessante Biographie hätte sich daraus ergeben, wenn du dich getraut hättest nach Amerika auszuwandern, wovon du als Kind geträumt hast? Oder stell dir vor, was passiert wäre, wenn es dir nicht gelungen wäre, dich deinen Ängsten zu stellen und besser auf Menschen zuzugehen als früher?

Forme um, was du erlebt hast, spitze interessante Erfahrungen zu, fabuliere was geschehen wäre wenn … Dein Leben ist das Material, aus dem du Geschichten formen kannst, wie es dir beliebt!

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​Strategie 4: Persönlichkeitsanteile nutzen

Wir Menschen sind vielschichtige Wesen. In gewissem Sinn steckt in uns nicht nur ein einziger Charakter, sondern eine Vielzahl an Charakteren. Diese lassen sich als Persönlichkeitsanteile auffassen. Der Kommunikationspsychologe Schulz von Thun hat daraus sein Konzept des inneren Teams entwickelt.

Ein Verständnis der einzelnen Mitglieder unseres inneren Teams kann uns auf Romanideen bringen, die uns wirklich interessieren. Und dies ist eine wichtige Voraussetzung dafür, beim Schreiben motiviert zu bleiben.

Um auf solche Ideen zu kommen, müssen wir die einzelnen Teammitglieder einfach näher kennenlernen und miteinander ins Gespräch kommen lassen.

So kann es in dir z.B. Simon, den Sicherheitsfreak, geben sowie Fritz, den Freiheitsliebhaber. Und dann sind da auch noch Nils, der Nörgler, und Boris, der Begeisterte. Wenn es nun darum geht, eine Entscheidung zu treffen oder etwas Neues auszuprobieren, lassen sich deine Gedankengänge als Dialog dieser Persönlichkeitsanteile bzw. Teammitglieder auffassen. Das klingt dann in etwa so:

Simon: Sollen wir wirklich einen Fallschirmsprung wagen? IcInneres Team für Romaneh weiß nicht, da könnte doch etwas passieren.

Fritz: Ach was! Denk doch einmal an das Gefühl der Schwerelosigkeit. Das muss der Wahnsinn sein.

Nils: Fallschirmspringen ist was für Snobs. So sind wir doch überhaupt nicht.

Boris: Ach Nils, also wirklich. Mach doch nicht immer alles so schlecht. Fallschirmspringen ist ganz genau unser Ding!

Merkst du etwas? Die vier bilden ein nicht gerade harmonisches Team. Und genau darin liegt eine super Chance, um auf Romanideen zu kommen.

Die Differenzen deines inneren Teams verdeutlichen Konflikte, die dich tatsächlich interessieren. Sie eröffnen dir den Weg zu Fragestellungen und Differenzen, die dich alles andere als gleichgültig lassen.

Entwickle doch einmal aus deinen inneren Anteilen die Figurenkonstellation einer Geschichte. Lass die einzelnen Teammitglieder aufeinandertreffen, am besten in Situationen, in denen sie garantiert aneinandergeraten werden. Wähle eines deiner Teammitglieder als Protagonisten aus und lass ihn versuchen, sich gegen die anderen durchzusetzen. Und schon steckst du mitten in der Planung deines nächsten Romans.

​Strategie 5: Lebensfragen

Auch ein assoziativer Zugang zu den Themen, die dich beschäftigen, kann dich auf Romanideen bringen. Nutze dazu die Technik des Brainstormings, um erst einmal genügend Material zu sammeln, aus dem heraus sich Ideen entwickeln lassen.

Notiere dazu einfach in die Mitte eines großen weißen Blattes einen für dich wichtigen Lebensbereich. Hier kann z.B. „Familie“ oder „Sport“ oder „Musik“ oder „Freunde“ stehen. Hauptsache, du wählst einen Bereich, der dir wirklich etwas bedeutet.

Notiere nun darum herum alles Mögliche, was dir einfällt. Du kannst dabei frei heraus alles aufs Papier bringen, was dir im Kopf herum schwirrt. Zensiere dich nicht. Lass alles raus!

Geh nun im nächsten Schritt deine Notizen durch und verbinde einzelne Wörter, Begriffe und Gedankengänge miteinander. Welche Aussage, Überlegung oder Fragestellung zu deinem Thema lässt sich aus deinen Notizen herausarbeiten? Lege eine Sammlung an, in der du deine persönlichen Weisheiten oder Fragestellungen aufschreibst. Von dieser Sammlung aus trennt dich nur noch ein winziger Schritt von deiner nächsten Romanidee.

Lebensthemen lassen sich nicht nur auf abstrakte und theoretische Weise ausdrücken und bearbeiten, sondern auch in Geschichten. Lass deiner Fantasie freien Lauf und überlege, durch welche Geschichte deine Überlegungen ausgedrückt werden können. Denk dir z.B. eine Handlung aus, durch welche eine Figur versuchen könnte, Antworten auf deine Fragen zu finden.

Das mächtige Erzählmuster der Heldenreise kann dir bei diesem Schritt helfen . Was muss dein Held tun, um am Ende zu der von dir zusammengefassten Lebensweisheit zu gelangen? Wie kann er versuchen, die aufgeworfene Lebensfrage zu beantworten? Konstruiere mögliche Handlungsbögen und schon hast du eine Idee für deinen Roman.

​Deine IdeenmaschineRomanidee - ja!

Das wichtigste Kriterium für deine Romanidee ist: Sie muss dich packen!

Jeder Autor ist anders und so funktioniert auch deine Kreativität auf ihre ganz eigene Weise. Und doch kannst du lernen, häufiger auf Ideen zu kommen, indem du hilfreiche Strategien nutzt.

Mach es dir am besten zur Gewohnheit, Romanideen zu produzieren. Es geht nicht darum, die eine glorreiche Idee zu entwickeln, aus der dann gleich ein Roman wird. Es geht darum, im Flow zu bleiben und deine Fantasie zu trainieren.

Wenn du andauernd Ideen entwickelst, ist es viel wahrscheinlicher, dass auch einmal eine dabei ist, die dich nicht mehr loslässt. Integriere die Strategien, die für dich funktionieren, also in deinen Alltag als Autor. Und bald wird aus einer von ihnen dein neuer Roman!


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