eBook Erfolg

Du kannst das Buch über mich erwerben, gern auch mit Widmung. Es kostet 7,99 € inkl. Versand.
Bei Interesse einfach eine eMail schreiben: mail@schreibfluss.com

Erschienen als Artikel in der TextArt 3/2013

Die Geschichte eines erfolgreichen eBooks

Die Entwicklung meines Buches „Verliebt bis in die Haarspitzen“ begann sehr vielversprechend. Ich hatte den perfekten Kontakt zu einer Redakteurin eines Verlages. Gemeinsam mit ihr konzipierte ich mein Buch für eine bestehende Reihe. Als ich es endlich fertig hatte und stolz präsentierte, kam die Ernüchterung: Leider, leider war die Reihe vor drei Wochen eingestellt worden.

Nicht verzagen, dachte ich, denn ich hatte noch ein paar weitere Ideen, an wen ich mich wenden könnte. Tatsächlich hielt ich sechs Monaten später einen Agenturvertrag der renommierten Michael Meller Agentur in der Hand. Was für ein Erfolg! Damit hatte ich es doch sicher bald geschafft. Jetzt war es bestimmt nur noch eine Frage der Zeit, bis ich einen Verlagsvertrag bekäme!

Geduld brauchte ich wirklich. Es dauerte ein weiteres halbes Jahr, bis die nächste Frankfurter Buchmesse kam. Danach waren zwei Publikumsverlage an meinem Werk interessiert. Beide Verlage hatten nur ein paar Dinge auszusetzen. Die einen konnte ich leicht ändern, für die anderen musste ich Genaueres vom Verlag erfahren. Das besprach ich mit meiner Agentin auf der Leipziger Buchmesse weitere sechs Monate später. Meine Agentin gab den Verlagen wiederum Rückmeldung und ich wartete wieder monatelang auf Antworten.

Endlich antworteten die Verlage, ziemlich zeitgleich. Es täte ihnen leid, aber sie hätten sich dagegen entschieden, weitere deutsche Autoren im Genre „romantische Komödie“ aufzubauen. Stattdessen wollten sie lieber mehr amerikanische Autoren einkaufen. Peng! Die Seifenblase zerplatzte.

Nach einem weiteren halben Jahr rief meine Agentin an und meinte, es wäre sinnvoll, den Agenturvertrag aufzulösen. Damit begann die Zeit der Trauer um mein Buch. Fast ein Jahr versuchte ich, es in der Schublade zu vergessen.

In dieser Zeit gründete meine Kollegin Ulrike Dietmann den Kleinstverlag „spiritbooks“ und in mir entstand ein lang andauernder Kampf. Sollte ich sie fragen, ob sie das Buch veröffentlichen würde? Sie kannte es schließlich gut und ich hatte noch immer das Gefühl, dass mein Buch raus in die Welt wollte. Andererseits war ich den großen Publikumsverlagen doch schon so nahe gewesen. Würde ich damit meine Chancen verschenken? Außerdem war mir klar, dass ich in dem Kleinstverlag so gut wie kein Gewinn mit dem Buch machen könnte. Auf der anderen Seite wäre es endlich in einem „richtigen“ Verlag veröffentlicht.

Irgendwann fragte ich meine Kollegin, ob sie es drucken würde, und sie bejahte. Ich brauchte dennoch Zeit, um mich endgültig zu entscheiden, und in dieser Zeit erfuhr ich berufsbedingt mehr über den eBook-Erfolg aus Amerika, der sich verzögert auch in Deutschland breitmachte. Da ich technikinteressiert bin, verfolgte ich den Trend weiter. Immer lauter diskutierte die Szene die Entwicklung, Bücher selbst herauszubringen. Hin und wieder hörte man auch von Autoren, die sich damit eine goldene Nase verdienten. Reizvoll und träumen darf man ja wohl!

Die Diskussionen waren heiß. Fachleute aus der Literaturbranche prophezeiten den alten Spruch, dass sich die selbst verlegten Autoren ihren Ruf ruinieren und sie danach niemals mehr einen Verlagsvertrag bekommen würden. Dann gingen aber die Nachrichten um, dass ein paar Autoren nach ihren großen eBook-Erfolgen von Verlagen unter Vertrag genommen worden waren.

Die Diskussionen flauten etwas ab. Mir wurde klar, dass die Branche zukünftig nicht mehr so schwarz-weiß wie bisher denken konnte. Was zählte, war Qualität. Wer eine schlechte Geschichte mit zig Rechtschreibfehlern veröffentlichte, lief sicherlich Gefahr, seinen Ruf zu schädigen. Die anderen selbst verlegten Autoren jedoch bräuchten sich nicht weiter zu sorgen, dass ein Verlag sie für immer meiden würde.

Ich begann zu recherchieren, welche Plattformen in Deutschland für den eBook-Verkauf interessant wären. Ich entdeckte Neobooks, Amazon, Hugendubel und noch einige andere. Um bei Buchhandlungen wie Thalia und Hugendubel geführt zu werden, benötigt man eine ISBN. Die kostet etwa 90 € für Privatpersonen. Außerdem muss man noch im Verzeichnis Lieferbarer Bücher gelistet sein, was ebenfalls extra kostet, wenn man das Buch nicht zusammen mit einer Printausgabe einstellt.

Plattformen, die das Buch bei mehreren Verkäufern anbieten, boten mir zu schlechte Konditionen für Selbstverleger. Neobooks gehört zum Beispiel dazu. Sie werben damit, 70 % Tantiemen an den Autor auszuzahlen (genau die gleiche Hausnummer wie bei Amazon). Allerdings gehen von dem Verkaufspreis erst noch ziemlich hohe Auslieferungsgebühren ab, sodass nicht mehr so viel übrig bleibt. Auf der anderen Seite nehmen diese Plattformen einem natürlich auch eine Menge Arbeit ab. Hier gibt es einen aufschlussreichen Beitrag über solche Plattformen:

http://lisafink.wordpress.com/2012/11/20/self-publishing-fur-autoren/

Richtig spannend wurde es für mich erst mit dem Anbieter KDP (Kindle Direct Publishing) von Amazon. Endlich hatte Amazon eine einfache Möglichkeit für Selbstverleger geschaffen, um bei dem größten eBook-Verkäufer gefunden zu werden. Und die Konditionen waren fair!

Wer über KDP sein Werk einstellt, hat vieles in der Hand, um sein Buch attraktiv zu gestalten. Sofern man einen Preis zwischen 2,60 € und 9,70 € (zzgl. MwSt., die nur bei 3 % liegt, da Amazon in Luxemburg beheimatet ist) wählt, bekommt man davon 70 %. Alle anderen Preisangaben bringen 35 % ein. Zusätzlich ziehen sie noch eine kleine Versandpauschale ab, abhängig von der Dateigröße des Buchs. Die Rechte und die volle Flexibilität bleiben unterdessen beim Autor.

Mit einer Ausnahme. Klickt man an, dass man bei KDP-Select von Amazon teilnehmen möchte, verpflichtet man sich für 90 Tage, das Werk ausschließlich über Amazon zu vermarkten. Im Anschluss kann man das wieder kündigen und hat alle Freiheiten zurück. Der hauptsächliche Vorteil von KDP-Select liegt darin, dass man an fünf Tagen „Umsonst-Aktionen“ starten kann, was das Ranking bei Amazon verbessern kann (aber bitte das Buchpreisbindungsgesetz beachten!). Außerdem können Premiumkunden das Buch ausleihen und müssen es nicht kaufen – auch dafür bekäme man Geld.

Mich reizte die Idee, selbst die Vermarktung für mein Buch in die Hand zu nehmen, und das zu so guten Konditionen. Gerne wollte ich mein Buch aber auch in einem „richtigen“ Verlag sehen. Also fragte ich bei meiner Kollegin an, ob sie bzw. der Verlag mit einem Vertrag einverstanden wäre, bei dem ich die eBook-Rechte behalten würde. Sie ließ sich darauf ein. (Unbedingt fragen, wenn ihr in die Lage dazu kommt. Übrigens, wer sein Buch schon in einem Verlag veröffentlicht hat, kann eventuell die eBook-Rechte zurückfordern, sofern der Verlag sie nicht nutzt.)

Ich unterschrieb den Verlagsvertrag und trieb gleichzeitig die eBook-Veröffentlichung bei KDP voran. Den Markt wollte ich im Auge behalten und später über andere Plattformen nachdenken. Der einzige Nachteil, den ich bei KDP entdecken konnte, war die Ausschließlichkeit. Mein Buch würde nur über Amazon erhältlich sein und im amazoneigenen Format „mobi-pocket“. Damit wäre es nur über den Kindle eReader lesbar. Für den Anfang sollte mich das nicht stören und somit eröffnete ich flink ein Konto bei KDP (https://kdp.amazon.com).

Weitere wichtige eBook-Formate sind beispielsweise „pdf“ und „epub“. Soweit ich weiß, können alle eReader pdf-Dateien darstellen – nicht immer schön, aber lesbar. Dateien im epub-Format dagegen kann das Kindle von Amazon nicht lesen. Andersherum lesen die eReader wie beispielsweise der Oyo, Kobo oder Bookeen keine eBooks von Amazon, denn sie erkennen das mobi-Format nicht.

Mein Buch hatte mittlerweile schon einige Testleser hinter sich und war lektoriert. Das nötige Cover ließ ich durch eine Grafikdesignerin erstellen. Ich wollte unbedingt ein professionelles Erscheinungsbild, um mich von den Büchern mit geringer Qualität abzusetzen. Davon gab und gibt es eine Menge.

Ich konnte also damit beginnen, die doc-Datei in das mobi-Format umzuwandeln. Nur wie? Nach etwas Recherche wusste ich, dass KDP die Umwandlung des Formats übernehmen kann, die Darstellung aber nicht mit Sicherheit zufriedenstellend ist. Ich entschied mich, selbst die Formatierung mithilfe einer Software zu versuchen. Die Erste, die ich ausprobierte, war mir zu kompliziert, die Zweite funktionierte nicht, mit Calibre erhielt ich dann endlich ein ansehnliches eBook. Sie ist übrigens eine Freeware und somit kostenlos.

Damals besaß ich noch keinen Kindle, also kontrollierte ich das eBook mit der Kindle-Software für den PC, die man umsonst bei Amazon herunterladen kann. Nach einigen Korrekturen der Seitendarstellung war die Datei fertig für die Veröffentlichung. Fehlte noch der Preis.

Definitiv sollte es die 70-%-Tantiemen-Option sein. Das Taschenbuch würde in Bälde für 7,99 € über den Ladentisch gehen. Der Preis sollte demnach zwischen 2,60 € (ohne MwSt.) und 7,99 € liegen. Die Konkurrenz auf dem eBook-Markt ist groß und ich entschied mich für ein günstiges Angebot. Ich hatte schließlich einen kürzeren Roman geschrieben und der Preis sollte zum „schnellen mitnehmen“ animieren. 2,99 € inkl. MwSt. empfand ich als guten Einstiegspreis. Später würde ich ihn ja noch anpassen können. Die Preisberechnung ist insofern etwas komplizierter, als man den Preis ohne die luxemburgische Mehrwertsteuer von 3 % angeben muss. Nachdem ich den Taschenrechner befragt hatte, gab ich die richtigen Zahlen ein.

Ein paar rechtliche Hinweise zum Buchpreis: eBooks sind wie normale Bücher gesetzlich preisgebunden! Das bedeutet, dass man das Buch überall zur gleichen Zeit zum gleichen Preis bekommen muss. Diese rechtliche Einschränkung konnte ich gut einhalten, da ich es ja nur über Amazon anbot. Hätte ich es zum Beispiel zusätzlich noch über meine Homepage angeboten, hätte ich hier ebenfalls den gleichen Preis fordern müssen.

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels interpretiert das Gesetz zudem so, dass das Jonglieren mit Preisen nicht erlaubt sei. Gemeint könnten damit auch Preisaktionen und die „Umsonst-Aktionen“ bei KDP-Select sein. Hier muss sich also jeder selbst rechtlich absichern! Am besten verfolgt man die Rechtslage über den Börsenverein, um zu schauen, ab wann es Gerichtsurteile zur Auslegung des Gesetzes gibt. Solange geht man entweder auf Nummer sicher und macht keine Preisaktionen oder man trägt das Risiko, selbst von so einem Gerichtsurteil getroffen zu werden.

Das Einspeisen des eBooks selbst und des Covers bei KDP ging leicht von der Hand. Zusätzlich mussten Klappentext und weitere Informationen eingetragen werden. Ein Häkchen setzte ich noch, um zu bestätigen, dass die Rechte bei mir lagen und ich das Buch auch wirklich selbst geschrieben habe. Dann schickte ich alles in den Internet-Orbit. Einige Tage später bekam ich die Mail, dass mein eBook online erhältlich sei. Was für eine Freude!

Leider wollte sich mein Buch nicht von selbst verkaufen. Werbung musste demnach her. Wie sonst sollte es jemand in der Masse entdecken? Natürlich informierte ich Freunde und Bekannte, aber ich versprach mir davon nicht viel, weil nicht jeder in meinem Bekanntenkreis romantische Komödien gerne liest.

Ich wollte die Zielgruppe erreichen. Wieder machte ich mich im Netz auf die Suche und fand verschiedene Foren, in denen man Bücher rezensiert. Da ich bereits wusste, dass Amazon ein sogenanntes Ranking für Bücher vergibt, abhängig von Verkaufszahlen, Rezensionen und vielen anderen Unbekannten, wünschte ich mir eben Rezensionen von Lesern (die Sternchen, die man bei den Artikeln findet). Denn durch ein gutes Ranking finden Kunden bei Amazon das Buch wiederum leichter und das würde hoffentlich zu besseren Verkaufszahlen führen. Wichtig war mir zudem, dass Freunde und Bekannte die Kundenrezensionen nicht „fälschten“. Zum einen kann man das manchmal herauslesen, zum andern würde mich das als Leser sehr ärgern, wenn dort zu positive Dinge stünden. Es sollten „echte“ Rezensenten sein und die hoffte ich nun, durch die Foren zu erhalten.

In den meisten Foren wurden bisher nur gedruckte Bücher besprochen. Ich fragte also herum, ob es Leser gäbe, die ein eBook besprechen würden. Ich hatte vor, es umsonst zur Verfügung zu stellen und dafür eine Rezension bei Amazon zu gewinnen. Über die nächsten Wochen hinweg fand ich etwa 17 willige Leser. Ein paar von ihnen rezensierten sogar regelmäßig Bücher und berichteten in verschiedenen Foren und Blogs darüber.

Nun stand ich vor einem neuen Problem: Wie sollten die Leser mein eBook kostenfrei bekommen? Ich hätte ihnen eine pdf-Datei zuschicken können, was ich nicht wollte, weil man diese ungehindert weiterverschicken kann. Vielleicht eine unbegründete Sorge von mir. Es gibt ja angeblich Fälle, in denen das Raubkopieren des Werkes die Verkaufszahlen des eigentlichen Buches hochgetrieben haben (z.B. einfach mal „Paulo Coelho Raubkopien“ bei Google eingeben). Dennoch wollte ich das nicht. Die Bücher sollten am besten offiziell über Amazon gekauft werden, denn dort gibt es einen Kopierschutz für das Werk. Nur leider hat Amazon bis heute noch kein sinnvolles System entwickelt, um eBooks zu verschenken.

Ich behalf mir, indem ich den Rezensenten einen Amazongutschein über 2,99 € schenkte, mit der Bitte, davon mein eBook zu kaufen. Im Großen und Ganzen ging das auf. Nach einigen Monaten hatte ich immerhin zwölf Rezensionen. Von fünf Lesern habe ich auch nach mehrmaligem Anfragen nie mehr etwas gehört.

Der Effekt der gekauften eBooks und der ehrlichen, meist guten Rezensionen war enorm! Im Amazonranking schnellte ich nach oben, von Platz ca. 7.000 auf ca. 1000. Damit stiegen die Verkäufe auf täglich etwa drei Bücher. Im ersten Monat lag ich also bei ca. 90 Büchern, im zweiten bei 110 und im dritten schon bei 230. Verdient habe ich effektiv 2 € pro Buch. Amazon zahlt zwar erst drei Monate später aus, aber ich freute mich schon riesig über den baldigen Geldeingang.

Dann kam Ostern 2012 und die Verkaufszahlen kletterten auf über 17 Bücher pro Tag.

Das Amazonranking kann man übrigens für jeden Artikel direkt auf der Seite unter Produktinformationen einsehen. Sein Ranking kann man auch als Grafik über Amazon AuthorCentral (https://authorcentral.amazon.de) verfolgen. Hier muss man sich ebenfalls ein Konto einrichten. Ebenso kann man über dieses Portal ein Autoren-Profil anlegen, das dann bei Amazon zusammen mit dem Buch angezeigt wird.

Sicher nicht schlecht für das Marketing.

Was habe ich noch für das Marketing getan? Zum Beispiel habe ich ein Facebook-Konto eröffnet und dort eine eigene Seite für das Buch eingerichtet. Geholfen hat das kaum, da ich ja noch keine Kontakte gepflegt hatte. Somit konnte niemand erfahren, wenn ich etwas bei Facebook ankündigte. Hier musste ich also noch aktiv werden. Ich versuchte es mit einer Facebook-Anzeige, was mir „Gefällt-Mir-Klicks“ einbrachte. Ob es am Ende den Buchverkauf gefördert hat, kann ich leider nicht sagen. Sofern jemand bei Facebook schon länger aktiv ist, kann diese Plattform jedoch sehr nützlich sein.

In meinen Schreibfluss-Newsletter der Schreibschule habe ich ebenfalls über das eBook berichtet. Das führte zu einigen Verkäufen. Ebenso meine Lesungen mit der Druckausgabe.

Was man noch tun könnte? Leserunden bei den Bücherforen starten. Hier stellt man sich als Autor der direkten Kritik der Leser. Ist sicher nicht für Jeden etwas, kann aber marketingmäßig Erfolg bringen.

Natürlich kann man das Buch auch auf anderen Plattformen anbieten, zum Beispiel im Appleshop iTunes. Es ist wohl die zweitgrößte Plattform neben Amazon. Ich bin aus verschiedenen Gründen bis heute nicht dazu gekommen, mein Buch dort anzubieten. Zum Beispiel benötigt man eine amerikanische Steuernummer, die man beantragen muss und nach ein paar Wochen erhält.

Ausprobiert habe ich erfolglos noch Smashwords (http://www.smashwords.com/), eine amerikanische Plattform, die gleich bei mehreren Verkäufern wie Amazon und iTunes das Buch einstellt. Dafür muss man natürlich Tantiemen abgeben, bekommt also nicht gar so viel Prozente vom Verkaufspreis. Dafür kann man entscheiden, bei wem genau es angeboten werden soll. Am Ende ist es daran gescheitert, dass ich nicht nachvollziehen konnte, wie sie die Datei formatiert brauchen. Vielleicht ist dies für Geduldigere dennoch einen Versuch wert?! Ich vermute, dass man hierfür ebenfalls eine US-Steuernummer benötigt.

Wer eine Homepage besitzt, kann sich auch bei Amazon PartnerNet (https://partnernet.amazon.de) anmelden. Dort kann man sich Links generieren lassen, um diese auf die eigene Homepage zu stellen. Wenn nun jemand über diesen Link etwas kauft, bekommt man ein paar Cents dafür. Ausgezahlt wird das erst ab 25 €, was ich wahrscheinlich in drei Jahren erreicht haben werde ;-)

Es gibt sicher noch weitere Möglichkeiten, um den Verkauf anzukurbeln. Seid am besten kreativ und probiert Verschiedenes aus. Schaut euch bei erfolgreichen Verkäufern um, was die alles unternehmen, und haltet Augen und Ohren offen. Bei manchen Dingen dachte ich, das bringt viel, heraus kam dabei trotzdem nichts. Und andersherum. Für mich hat sich das Herumexperimentieren gelohnt. Bis Ende 2012 hatte ich über 7.000 Bücher verkauft.

Warum ist mein Buch ein Erfolg als eBook geworden? Ich kann nur spekulieren. Zum einen bin ich davon überzeugt, genremäßige Qualität geliefert zu haben. Die Kunden wurden nicht enttäuscht. Ich glaube zum anderen, dass manche Genres sich zurzeit besser als eBook verkaufen und dazugehört das schnelllebige Genre der romantischen Komödie. Dann habe ich mich um die Werbung aktiv gekümmert und zuletzt denke ich, war die Zeit einfach ideal für den eBook-Einstieg. Zum Jahresbeginn 2012 gab es noch nicht viel Konkurrenz zu meinem eBook. Mittlerweile ist das Sortiment von qualitativ annehmbaren eBooks zu guten Preisen deutlich größer.

Das sollte kein Grund sein, es nicht mit einem eBook zu probieren. Denn der Absatz von eBooks ist insgesamt gestiegen. Die Tendenz wird wahrscheinlich anhalten. Ich spüre das deutlich. Seit einigen Monaten dümple ich auf ca. Platz 500 aller eBooks und dennoch verkaufe ich noch etwa 400 Bücher pro Monat. Gleiches Ranking im Jahr 2012 hätten bei mir die Hälfte, also ca. 200 Bücher, eingebracht.

Ein eBook selbst zu veröffentlichen bedeutet Arbeit. Auf der anderen Seite ist es befriedigend, direkt am Erfolg einer Sache beteiligt zu sein. Unabdingbar für einen Erfolg halte ich die Qualität. Zuerst muss also ein gutes Buch geschrieben werden. Dann muss ein Lektorat bzw. Korrektorat her und ein Cover. Das kostet nicht nur Zeit, sondern meist auch Geld. Hieran würde ich aber nicht sparen! Die Werbung für das Buch kostet ebenfalls Zeit und eventuell Geld. Aber ohne wird das Buch sicher in der Masse untergehen. Wer also nicht bereit ist, hier zu investieren, für den ist der Weg als Selbstverleger nicht der richtige. Für einige wird es aber sicherlich ein reizvolles Experiment sein.

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